Junge guckt in ein Goldfischglas
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Ausschreibung der WiFF zum Thema: Die professionelle Haltung frühpädagogischer Fachkräfte – Grundlage für die Zusammenarbeit mit Eltern

09.10.2011

1. Ausgangssituation

Die Zusammenarbeit mit Eltern in Kindertageseinrichtungen hat in den vergangenen Jahren an Bedeutung gewonnen. Die zunehmende Erwerbstätigkeit von Müttern, aber auch der wachsende gesellschaftliche, ökonomische und finanzielle Druck auf Familien steigert die Inanspruchnahme von Kindertagesbetreuung und den Unterstützungsbedarf der Eltern. Dies spiegelt sich sowohl in den KJHG-Novellierungen, den Bildungsplänen der Bundesländer als auch in der institutionellen Entstehung und Entwicklung von Familien- bzw. Eltern-Kind-Zentren wieder. Die Entlastung der Eltern durch die Kindertageseinrichtungen setzt voraus, dass pädagogische Fachkräfte und Eltern „an einem Strang ziehen“ und die Förderung des Kindes als gemeinsames Anliegen verstehen. Dabei stehen die Fachkräfte vor der Herausforderung, die Erziehungsvorstellungen der Eltern sowie ihre spezifischen kulturellen und religiösen Orientierungen zu respektieren. Um einen offenen Austausch diesbezüglich mit Eltern führen zu können, benötigen die frühpädagogischen Fachkräfte eine professionelle Haltung. Auch wenn Haltung in Fachdiskussionen häufig gefordert wird, bleibt der Begriff meist unklar und wird mit „Begegnung auf Augenhöhe“, „wertschätzender Umgang“ oder „ressourcenorientierte Kommunikation“ umschrieben. Die Expertise soll klären, welche Elemente der Begriff der „professionellen Haltung“ impliziert, welchen Stellenwert diese Haltung in der Zusammenarbeit mit Eltern hat und wie eine solche Haltung von den Fachkräften weiterentwickelt werden kann.

2. Leistungsumfang

Aufgabe der Expertise ist es zu beschreiben, welche fachlichen Annahmen der Begriff der “professionellen Haltung“ frühpädagogischer Fachkräfte impliziert und welchen Stellenwert dieser in der Zusammenarbeit mit Eltern hat. Darüber hinaus sollen Hinweise gegeben werden, wie eine solche professionelle Haltung weiterentwickelt werden kann.

Gegenstand der Expertise ist die:

  • fachwissenschaftliche Reflexion des Begriffs „Professionelle Haltung“ mit dem Fokus auf die Bedeutung für die Zusammenarbeit mit Eltern,
  • die Beschreibung der Elemente einer „professionellen Haltung“ und die Analyse der Bedeutung von Werten und Einstellungen für die Erarbeitung einer „professionellen Haltung“,
  • die Beschreibung von geeigneten Lernsettings zur Weiterentwicklung einer „professionellen Haltung“,
  • ggf. Hinweise zur Gestaltung einer Weiterbildung für die Weiterentwicklung einer professionellen Haltung
  • Literaturempfehlungen

Die Ausführungen sollten Hinweise geben, wie sich eine wertschätzenden Kooperation mit Eltern praktisch umsetzen lässt und welche Kompetenzen der/die Weiterbildungsreferent/in braucht, um die Weiterentwicklung einer „professionellen Haltung“ bei den Fachkräften zu unterstützen.

3. Gegenstand des Auftrags

Die Auftragsvergabe erfolgt über einen Werkvertrag. Bestandteile des abzuschließenden Werkvertrages sind die Verdingungsordnung für Leistungen (VOL) sowie die Vertragsbedingungen des DJI. Folgende Arbeiten sind Gegenstand des Auftrages:

  • Erstellung einer Expertise nach den oben genannten Stichpunkten im Umfang ca. 30 Seiten
  • Erstellung einer Zusammenfassung mit den zentralen Ergebnissen und Thesen der Expertise im Umfang von einer Manuskriptseite (ca. 3.600 Zeichen inkl. Leerzeichen)
  • Erstellung eines Abstracts im Umfang von ca. 650 Zeichen inkl. Leerzeichen
  • Vorstellung des Ergebnisses im Rahmen einer Präsentation von 20 Min. (optional)

Im Fall der Veröffentlichung: Abgabe von einem digitalen druckfähigen Autorenbild (300 dpi) und einer Kurzvita. Das Lektorat erfolgt durch den Auftraggeber. Der Auftragnehmer prüft das vom Auftraggeber lektorierte Manuskript und gibt die Druckfahne vor Drucklegung frei.

Quelle und weitere Informationen: http://www.weiterbildungsinitiative.de/ueber-wiff/wiff-ausschreibungen/expertise-die-professionelle-haltung-fruehpaedagogischer-fachkraefte-grundlage-fuer-die-zusammenarbeit-mit-eltern.html

 

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