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Editorial März/April 2010

01.03.2010  Hilde von Balluseck

Die Folgen des Streiks

Von den Folgen, die die verschiedenen Streiks von ErzieherInnen im letzten Jahr hatten, hört man im Moment wenig. Dabei ist es eine spannende Frage, welche Auswirkungen auf die Beschäftigten der schließlich erzielte Tarifabschluss hatte und welche Wege die Träger gefunden haben, um die Ergebnisse praktisch umzusetzen.

Wir haben einen großen Träger, den Fröbel e.V., gebeten, über den Haustarifvertrag zu berichten, den Fröbel e.V. gemeinsam mit der GEW entwickelt hat und den inzwischen die meisten der Beschäftigten unterschrieben haben. Das wirklich Neue an diesem Vertrag ist die Abhängigkeit des finanziellen und sozialen Aufstiegs beim Träger von der Teilnahme an Weiterbildungen. Jeder/jede weiß, dass Weiterbildungen das Gebot der Stunde sind. Aber sie an das persönliche Weiterkommen zu knüpfen, das hat es bisher wohl nicht gegeben. Weiterbildung ist nun nicht mehr ein persönliches Risiko, was Zeit und Geld angeht, und sie gehört auch nicht mehr zum Privatvergnügen, sondern ist Bestandteil des Arbeitsverhältnisses. Der hier von Timo Stampe vorgestellte Haustarifvertrag  zeigt, wie diese Anerkennung von Weiterbildungsaktivitäten sich niederschlägt und welche Bedeutung neue Gehaltsstrukturen bei Trägern haben.

Solche Regelungen tragen zur Steigerung der Qualität  der Kindertagesbetreuung ebenso bei wie zum höheren Ansehen  des Berufs der ErzieherInnen.

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