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Fachschulen oder Hochschulen - Wo sollen frühpädagogische Fachkräfte ausgebildet werden?

Peer Pasternack, Michael Baumeister, Petra Strehmel, Detlef Zech

01.03.2011 Kommentare (1)

Seit 2004 gibt es neben den Fachschulen bzw. (in Bayern) Fachakademien eine zunehmende Zahl von Studiengängen für die Ausbildung pädagogischer Fachkräfte. Während die Fachschulen für die pädagogische Arbeit auch von Jugendlichen und jungen Erwachsenen ausbilden, sind die neuen Studiengänge auf die Frühpädagogik spezialisiert. Trotz dieses Unterschiedes wird das Nebeneinander von Fachschulen und Hochschulen häufig als Konkurrenz erlebt und diskutiert. Eine solche Konkurrenz ergibt sich in der Tat aus dem höheren Ansehen, das akademische Bildung im Verhältnis zur Berufsausbildung (zu der die Fachschulen zählen) hierzulande genießt, das sich u.a. in der weit höheren Lehrbelastung der Lehrkräfte ausdrückt.
Eine ganz ähnliche Differenz erleben Fachhochschulen im Verhältnis zu Universitäten seit Jahrzehnten. Erst in den letzten Jahren sind die praktischen Ausbildungsinhalte, die verstärkt an Fachhochschulen angeboten werden, durch die Bachelorisierung aufgewertet worden, so dass Fachhochschulen zumindest in der Anerkennung ihrer Abschlüsse mit den Universitäten mitziehen können. Eine Angleichung von Fachschulen für Sozialpädagogik an die Studiengänge ist derzeit nicht in Sicht, wohl aber Annäherungen in Form von Durchlässigkeit.

Wie werden das Nebeneinander und die latente Konkurrenz zwischen Fachschulen/-akademien und Hochschulen mit frühpädagogischen Studiengängen in Zukunft gestaltet?

Prof. Dr. Peer Pasternack von der Universität Halle hat dazu eine Vision entwickelt, die in unserem Beitrag von unterschiedlichen Perspektiven aus kommentiert wird:

Für die Fachschulen von Studiendirektor Michael Baumeister von den Beruflichen Schulen Berta Jourdan in Frankfurt a.M. Er ist Vorstandsmitglied der Bundesarbeitsgemeinschaft öffentlicher und freier Ausbildungsstätten für Erzieherinnen und Erzieher (BöfAE).

Für die Hochschulen von Prof. Dr. Petra Strehmel von der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg. Sie ist Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft Bildung und Erziehung in der frühen Kindheit.

Für politische Perspektiven von Detlef Zech. Er ist Referent für Fachschulen im Ministerium für Schule und Weiterbildung in Nordrhein-Westfalen.

Fachschulen und Hochschulen in der Frühpädagogik: Möglichkeiten einer Annäherung

Peer Pasternack

Peer PasternackProf. Dr. Peer Pasternack
Quelle: Pressestelle Uni
Leipzig/Jan Woitas

Zurzeit gibt es knapp 70 frühpädagogische Studienangebote an Hochschulen – vom berufsbegleitenden Zertifikatskurs über Bachelorprogramme (grundständige und berufsbegleitende) bis hin zum universitären Master. Diesem Angebot stehen bundesweit 423 Fachschulen für Sozialpädagogik gegenüber:

  • Aus den Hochschulstudiengängen werden pro Jahr zirka 2.200 Absolventinnen und Absolventen hervorgehen.
  • Dem stehen knapp 17.000 Fachschul-Erzieher/innen gegenüber, die jährlich ihre Ausbildung abschließen.

Das heißt: Auf absehbare Zeit ist nicht mit einem Systemwechsel in der Erzieher/innen-Ausbildung zu rechnen. Die Fachschulen werden für längere Zeit die wesentlichen Lieferanten des Berufsnachwuchses für den frühpädagogischen Bereich bleiben.

Überdies begibt sich eine ganze Reihe von Fachschulen auf den Weg von Ausbildungsreformen. Die Stichworte dabei sind ganz ähnlich denen, welche die Konzipierung der Hochschulstudiengänge anleiten: Professionalisierung, Reflexivität, Deutungskompetenz, Bildung statt Betreuung usw.

Eines versteht sich hier von selbst: Fachschulen, die ihre Ausbildung modernisieren, werden dazu nicht sonderlich motiviert, wenn am Ende aller Mühen ihre umstandslose Abschaffung steht oder stehen soll. Zugleich fehlt es im Hochschulsektor an Fachpersonal für eine weitere dynamische Ausweitung der Studienangebote. Bereits die Studiengänge, die schon laufen, haben den Markt des berufungsfähigen Personals nahezu vollständig leergefegt.

Beides zusammen kann Anlass sein, sich an eine Entwicklung in den endsechziger und siebziger Jahren zu erinnern: Seinerzeit waren Ingenieurschulen und Fachschulen für Soziale Arbeit in Fachhochschulen umgewandelt bzw. überführt worden. Was spricht dagegen, einzelne Fachschulen für Sozialpädagogik als Fachbereiche für Frühpädagogik in Berufsakademien oder Fachhochschulen zu integrieren?

Dies kann zwei attraktive Chancen eröffnen:

  • Einerseits würden reformbereite Fachschulen die Chance erhalten, auf das Ziel einer institutionellen Statusanhebung hinzuarbeiten.
  • Andererseits ermöglichte es Berufsakademien und Fachhochschulen, von den jahrzehntelangen Ausbildungserfahrungen der Fachschulen ganz unmittelbar zu profitieren.

Die Voraussetzungen dafür wären eine gezielte Organisationsentwicklung einzelner Fachschulen sowie Kooperationen zwischen Fach- und Hochschulen. Dadurch ließen sich sukzessive institutionelle Übergänge von Fachschulen in Hochschulen vorbereiten. Das Lehrpersonal der Fachschulen könnte grundsätzlich im bisherigen Status weiterbeschäftigt werden (Studienräte würden dann zu sog. Studienräten im Hochschuldienst). Zugleich könnten aber auch entsprechend qualifizierte FachschuldozentInnen zu FH-ProfessorInnen berufen werden. Voraussetzung dessen wäre eine gezielte Personalentwicklung, die einzelnen FachschuldozentInnen die Chance zur Promotion bzw. zu darüber hinausgehender wissenschaftlicher Qualifizierung verschaffte.

Der Weg dahin könnte ein wettbewerbliches Förderprogramm von Bund und Ländern sein: Für dieses müssten sich Fachschulen mit einem Organisationsentwicklungskonzept bewerben. Das Konzept beinhaltet

  • die gezielte Personalentwicklung des Lehrpersonals, zum einen durch Promotion von FachschuldozentInnen, zum anderen mittels Durchführung von Forschungsprojekten;
  • die systematische Entwicklung der Ausbildungsprogramme in Richtung Hochschulcharakter (Modularisierung, Integration wissenschaftlicher Methodenausbildung und Erhöhung der Selbstlernanteile am Curriculum, Einführung von Abschlussarbeiten);
  • die Beschreibung der Kooperation mit einer benachbarten Berufsakademie oder Fachhochschule.

Den Fachschulen, die sich mit einem solchen Konzept erfolgreich bewerben, werden dann aus dem Förderprogramm ihre zusätzlichen Kosten finanziert. Diese fallen insbesondere dadurch an, dass den Fachschullehrkräften zeitliche Freiräume für Promotion und Forschungsprojekte ermöglicht werden müssen. Denn 26-Stunden-Lehrdeputate stehen der Durchführung eines Promotions- oder anderweitigen Forschungsprojekts im Wege.

Zum Abschluss ist eine institutionelle Evaluation durchzuführen. Fachschulen, die diese erfolgreich bestehen, werden dann als Fachbereiche für Frühpädagogik an Berufsakademien oder Fachhochschulen überführt. Fachschulen, welche die Evaluation nicht bestehen, haben sich dennoch qualitativ entwickelt. Ihnen könnte einerseits ein zweiter Anlauf ermöglicht werden. Andererseits stünde einzelnen ihrer DozentInnen der Weg offen, sich auf eine Professur an einer Berufsakademie oder Fachhochschule zu bewerben. In jedem Falle hätte das gesamte Feld der frühpädagogischen Ausbildung gewonnen.

Als schwieriger könnten sich dann allenfalls noch die Trägerschaftswechsel und die Umsetzung des Prinzips „Geld folgt Aufgabe“ erweisen. Da sind dann so findige wie durchsetzungsstarke Beamte und Beamtinnen in den Kultusministerien gefragt.

Peer Pasternack, Prof. Dr. phil., ist Direktor des Instituts für Hochschulforschung (HoF) an der Universität Halle-Wittenberg. Er hat mehrere Studien zur Entwicklung der frühpädagogischen Ausbildung vorgelegt (siehe http://www.peer-pasternack.de/projektcluster3.html#erz).

Kontakt: peer.pasternack@hof.uni-halle.de

Die Stimme der Fachschulen: Michael Baumeister

Michael BaumeisterMichael Baumeister

Peer Pasternack geht von falschen Prämissen aus. Die Diskussion um mögliche Annäherungen zwischen Fachschulen und Hochschulen sollte sich nicht um Auf- oder Abwertungsdiskussionen der Ausbildungsinstitutionen oder gar um den Mangel an Hochschulpersonal drehen. Ziel der Diskussion muss sein, für die Träger sozialpädagogischer Einrichtungen langfristig die Ausbildung qualifizierten Fachpersonals sicherzustellen und für die Studierenden die bestmöglichen Ausbildungsbedingungen zu schaffen. Es hilft nicht, eine Debatte zu eröffnen, die „Nabelschau“ betreibt.

Kooperationen der Fachschulen mit Hochschulen sind besonders für die Studierenden von Bedeutung. Durchlässigkeit und Anschlussfähigkeit inklusive der Anrechnung von bereits erbrachten Ausbildungsleistungen kommen ihnen zugute, sind unabdingbar in einem modernen Bildungswesen. Nach jedem Abschluss muss die Möglichkeit der Wahrnehmung neuer beruflicher Optionen im Feld Sozialer Arbeit möglich sein.

Die Fachschulen können durch Kooperationen mit Hochschulen den Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Ausbildung forcieren, die wissenschaftspropädeutischen Ansätze absichern und ausbauen und Hochschulen können gut vorbereitete StudentInnen aus den Fachschulen aufnehmen, die sich eindeutig im sozialpädagogischen Berufsfeld verortet haben, ihre Weiterbildung sehr klar strukturiert gestalten.

Intensive Zusammenarbeit zwischen Fachschulen für Sozialpädagogik und Hochschulen macht aber nur Sinn, wenn in den Regionen dadurch Netzwerke der Fort- und Weiterbildung im Sinne des lebenslangen Lernens entstehen. Hochschulzugangsberechtigten Studierenden an Fachschulen und Hochschulen wie Erzieherinnen und Erziehern einer Region sollte ein klares Angebot eröffnet werden: Wege zu unterschiedlichen Qualifikationen in transparent miteinander verbundenen Ausbildungsstätten zu beschreiten.

Ein sich immer weiter ausdifferenzierendes System der öffentlichen Jugendhilfe benötigt gut ausgebildetes Personal, das entsprechende Kompetenzen mitbringt. Für Studierende und Träger sozialpädagogischer Institutionen ist das jeweils erreichbare Kompetenzprofil einer Ausbildung entscheidend. Dies erfordert vor allem eine Schärfung der jeweiligen Profile der Ausbildungsinstitutionen einer Region.

Trotz Kooperation wird sicherlich eine Konkurrenzsituation bestehen bleiben, der sich die Fachschulen gerne stellen.

Michael Baumeister ist Vorstandsmitglied der Bundesarbeitsgemeinschaft öffentlicher und freier Ausbildungsstätten für Erzieherinnen und Erzieher (BöfAE) und Studiendirektor der Beruflichen Schulen Berta Jourdan, Frankfurt a.M.

Kontakt: baumeister@berta-jourdan.de

Die Stimme der BAG – BEK: Petra Strehmel

Petra StrehmelProf. Dr. Petra Strehmel

Pasternacks Vorschlag geht m.E. von falschen Prämissen aus: Eine „umstandslose Abschaffung“ der Fachschulen ist in absehbarer Zeit weder gewollt noch realistisch. Angestrebt wird vielmehr eine „Teilakademisierung“, was impliziert, dass die wertvolle Arbeit von ErzieherInnen ergänzt wird durch akademisch gebildetes Fachpersonal, das konzeptionell wie auch methodisch neue Impulse setzt und die Arbeit mit den Kindern auf eine wissenschaftliche Grundlage stellt. Auch andere europäische Länder haben keine Vollakademisierung realisiert und nutzen erfolgreich die unterschiedlichen Kompetenzniveaus ihrer MitarbeiterInnen in multidisziplinären Teams.

Die von Pasternack für die Curriculumsentwicklung an den Fachschulen genannten Stichworte spielen bei der Studiengangsentwicklung eine Rolle (aber nicht: Bildung statt Betreuung!). Noch wichtiger aber sind die wissenschaftliche Ausrichtung der Studiengänge und die Erzeugung einer „forschenden Haltung“. Eine Lehre, die diesem Anspruch gerecht werden will, erfordert Forschungserfahrungen, die in der Regel durch Promotion erworben werden. Eine Statusanhebung der Gruppe der FachschullehrerInnen wäre - auch nach langwierigen Prozessen der Organisationsentwicklung – keine Lösung und berufspolitisch höchst fragwürdig.

Pasternack thematisiert den mangelnden wissenschaftlichen Nachwuchs. Hilfreich wären Promotionsförderprogramme für Personen, die Fachwissen und Berufserfahrung aus verschiedenen Arbeitsfeldern im System der Kindertagesbetreuung mitbringen: z.B. akademisch vorgebildete pädagogische Fachkräfte, Fachberatungen und -referentInnen – und auch FachschullehrerInnen. Entscheidende Herausforderungen für die Fachschulen liegen in Beiträgen zum Reformprozess auf dem Weg hin zu einer Ausbildungslandschaft, die für junge Menschen attraktiv ist, die anspruchsvolle und auf verschiedenen Qualifikationsniveaus angesiedelte Kompetenzprofile erzeugt, vielfältige berufliche Perspektiven in einem durchlässigen Ausbildungssystem erschließt und die Weiterentwicklung der Praxis befördert.

Petra Strehmel, Prof. Dr., ist Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft Bildung und Erziehung in der Kindheit e.V. (i.G.)(bag-bek.de) und Leiterin des Kompetenzzentrums zum "Aufwachsen von Kindern" i.G. (CCKids) an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg.

Kontakt: petra.strehmel@haw-hamburg.de

Eine Stimme aus der Politik: Detlef Zech

Detlef ZechDetlef Zech

Der Befund ist klar, die Erwartung hoch, die Handlungsoptionen bei den gegenwärtigen Bedingungen eingeschränkt: Wenn die Forderung nach einer Steigerung der Quote der akademisch ausgebildeten Fachkräfte erfüllt werden soll, müssen neue Wege beschritten werden.

Die JFMK und die KMK haben mit ihrem aktuellen gemeinsamen Orientierungsrahmen „Bildung und Erziehung in der Kindheit“ (www.jfmk2010.de/cms2/JFMK_prod/JFMK/de/bes/index.jsp) Anforderungen an Fachkräfte in Kitas definiert, die unabhängig vom Ausbildungsweg zu erfüllen sind. Damit stellt sich die Frage, ob zwei Ausbildungswege, die für einen Arbeitsmarkt qualifizieren, so weit auseinander liegen können. De facto wird die Distanz zwischen Fachschule und Hochschule schon geringer. Dies zeigt sich in NRW u.a. daran, dass gegenwärtig zwei Drittel der Schüler/-innen bei Aufnahme der Fachschulausbildung eine Studienberechtigung nachweisen können. Bei veränderten Bildungsvoraussetzungen der Schüler/-innen ist so ein anderes Niveau der Ausbildung möglich.

Das von Peer Pasternack aufgezeigte Modell der Personalentwicklung von Lehrkräften der berufsbildenden Schulen ist im Bereich der Wirtschaftspädagogik schon Realität. Die Universität Paderborn und das Schulministerium NRW haben im Februar 2008 ein Graduiertenkolleg mit der Zielsetzung gegründet, abgeordnete Lehrkräfte an berufsbildenden Schulen (http://pbfb5www.uni-paderborn.de/www/fb5/WiWi-Web.nsf/id/Grad/ ) weiter zu qualifizieren. Inwieweit dieses Modell auf den Bereich der Frühpädagogik übertragbar ist, wäre auch politisch zu beantworten, da eine (teilweise) Freistellung der Ausbilder/Lehrer die Ausbildungskapazitäten - zumindest vorübergehend - reduzieren würde.

Dem Vorschlag, die Entwicklung der siebziger Jahre wieder aufzunehmen, möchte ich eine weitere Variante hinzufügen, die von der KMK als „innerstaatliches Franchising“ bezeichnet wird: „Eine Form der pauschalen Anrechnung liegt auch dann vor, wenn Teile des Studienprogramms an eine nicht hochschulische Einrichtung ausgelagert und dort ausgeführt werden.“ (http://www.kmk.org/fileadmin/veroeffentlichungen_beschluesse/2002/2002_06_28-Anrechnung-Faehigkeiten-Studium-1.pdf ).

Aufgrund dieser Überlegungen und schon realisierter Tendenzen ist eine weitere Kooperation zwischen Fachschulen und Hochschulen unbedingt zu begrüßen.

Detlef Zech ist Referent für Fachschulen im Ministerium für Schule und Weiterbildung NRW

Kontakt: Detlef.Zech@MSW.NRW.DE

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Kommentare (1)

  • Stamer:
    05.07.2011 um 20:40 Uhr

    Unsere Tochter hat an einer Fachschule für Sozialpädagogik/Ausrichtung Frühpädagogik grade ihren Abschluss gemacht. Die Fachschule besteht seit 3 Jahren und solange läuft der Antrag auf Hochschulzulassung. Nur unter dieser Voraussetzung haben wir uns für dieses Kolleg entschieden. Doch leider wurde der Antrag auf Hochschulzulassung vor kurzem abgelehnt! Wir hätten es sehr begrüßt, wenn die Zulassung erfolgt wäre. Nur so ist es möglich, gut und sehr gut ausgebildeten Fachkräften eine unkomplizierte Weiterbildung zu ermöglichen, Kosten zu sparen und lange Anfahrten zu vermeiden. Leider wurde uns nicht erklärt, woran es der möglichen Zulassung mangelte. Warum sollen Fachschulen und Fachhochschulen nicht zusammenarbeiten können und sich gegenseitig unterstützen. Von Konkurrenz kann überhaupt keine Rede sein, denn nicht jeder Fachschulabsolvent wird in der Lage sein, einen Fachhochschulabschluss zu erreichen. Das schließt schon die Strenge der Bewertungen der Bachelorarbeiten aus. Nicht jeder wird den Abschluss schaffen. Und wir leben in der sogenannten „Freien Marktwirtschaft“. Nicht zuletzt sagt man: Konkurrenz belebt das Geschäft. Und eine gesunde Auslese wird den Markt bereinigen oder beleben. Es wird immer so sehr betont wie wichtig Bildung und Förderung von Kindern (0-02 J.) sind. Aber so werden der Entwicklung der Möglichkeiten meiner Tochter und ihrer Mitschülerinnen Steine in den Weg gelegt. Hier hat die Politik und ihr Föderalismus speziell in der Bildungspolitik versagt. Helfen kann hier nur ein einheitliches System und nicht nur das Kapital und die Macht einiger weniger. So ist z.B. der sogeannte Akkreditierungsrat eine völlig unnütze, bürokratische und TEURE, SEHR TEURE Einrichtung. Über die Zulassung von Studiengängen oder über die Umwandlung sollte der Bund, also der Staat, das letzte Wort haben. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. MfG

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