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Fex - Förderung exekutiver Funktionen

30.03.2010   Transferzentrum für Neurowissenschaften und Lernen Ulm

Der Name „Fex" steht für „Förderung exekutiver Funktionen". Fex ist ein Spiel- und Lernprogramm, das vom Transferzentrum für Neurowissenschaften und Lernen (ZNL) an der Universität Ulm gemeinsam mit der Wehrfritz GmbH und mit Unterstützung der Metzler-Stiftung entwickelt wird.

Als „exekutive Funktionen" bezeichnet man in der Gehirnforschung geistige Fähigkeiten, die das menschliche Denken und Handeln steuern. Wenn wir Kinder dazu ermahnen, „sich zu beruhigen" oder „besser aufzupassen", fordern wir Verhaltensweisen ein, die dem exekutiven System zugeordnet werden. Die Fähigkeiten, sich zu beruhigen, seine Aufmerksamkeit zu lenken bzw. sich auf etwas zu konzentrieren, Informationen zu speichern und mit den gespeicherten Informationen zu arbeiten, werden vom Stirnhirn gesteuert. Diese Steuerzentrale des Gehirns ist erst bei jungen Erwachsenen voll ausgebildet.

Exekutive Funktionen beeinflussen jedoch bereits im Kindes- und Jugendalter die Lernleistung und die sozial-emotionale Entwicklung. Gut trainierte exekutive Funktionen sind eine wichtige Voraussetzung für erfolgreiches Lernen und den kontrollierten Umgang mit den eigenen Emotionen. Daher ist es wichtig, diese Gehirnfunktionen zu Hause und auch in Kindergärten und Schulen gezielt zu fördern. Mit Fex möchten wir neueste Erkenntnisse der kognitiven Neurowissenschaft zum spielerischen Training exekutiver Funktionen für Familien, Kindergarteneinrichtungen und die schulische Praxis nutzbar machen.

In den kommenden Jahren werden die Spiele und Lernmaterialien im Austausch von Wissenschaftlern, Pädagogen und der Wehrfritz GmbH in ein pädagogisches Gesamtkonzept zum Training exekutiver Funktionen für Kindergärten und Grundschulen integriert.

Ausführlichere Informationen zu Fex entnehmen Sie bitte der gemeinsamen Broschüre (PDF, ca. 6 MB) der Wehrfritz GmbH und des ZNL http://www.fex-znl.de/Fex_Broschuere.pdf

Ansprechpartner im ZNL

* Dr. Sabine Kubesch, Leiterin der Arbeitsgruppe „Exekutive Funktionen und Sport" des ZNL
* Laura Walk, Dipl. Sportwissenschaftlerin am ZNL

Fex in Bayerischen Grundschulen

Das Projekt zur „Förderung der Selbstregulation in der Grundschule", das von der Metzler-Stiftung finanziert und inhaltlich unterstützt wird, führt das ZNL in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Kultusministerium durch.

14 Lehrerinnen aus 11 Grundschulen der Schulämter Dillingen, Memmingen, Coburg, München Land und München Stadt erarbeiten mit wissenschaftlicher Unterstützung des ZNL Fördermöglichkeiten exekutiver Funktionen von Grundschulkindern.

Dabei werden zunächst bestehende Ansätze zum impliziten Training exekutiver Funktionen im Schulalltag identifiziert. Darüber hinaus entwickeln die Lehrkräfte gemeinsam mit dem ZNL und der Wehrfritz GmbH weitere Fex-Spiel- und Lernmaterialien zur Förderung exekutiver Funktionen von Grundschulkindern, die im schulischen Alltag erprobt werden.

Abschließend werden Lehrkräfte und Schulen mit schriftlichen Materialien über exekutive Funktionen informiert sowie implizite und explizite Fördermöglichkeiten im alltäglichen Unterricht der Grundschule vorgestellt.

Die Laufzeit des Projekts „Förderung der Selbstregulation in der Grundschule" ist von Januar bis Dezember 2010.

Dieser Artikel wird im Rahmen der Kooperation von ErzieherIn.de und Wehrfritz veröffentlicht.

 

 


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Wir freuen uns über Kommentare.

2
Sportunterricht
HBalluseck am 15.08.2010, 18:07 Uhr
Hallo Frau Merk,

ich würde Ihnen empfehlen, sich über Websites von sportwissenschaftlichen Fakultäten an Hochschulen zu informieren, wie es um die von Ihnen angeschnittene Frage bestellt ist.

Mit freundlichen Grüßen
Hilde von Balluseck
1
Verbesserung der Fex durch Sportunterricht in Grundschulen, Unterrichtskonzepte
Katrin Merk am 14.08.2010, 13:37 Uhr
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich interessiere mich im Rahmen einer Recherche-Arbeit am Sportinstitut Karlsruhe für Unterrichtskonzepte zur Verbesserung exekutiver Funktionen mittels Sportunterricht. Bestehen hierzu bereits didaktische Vorgehensweisen? Oder können Sie mit Hinweise geben, wie ich neben diesen Konzepten an wissenschaftliche Veröffentlichungen hierzu gelangen kann?

Über eine kurze Rückmeldung wäre ich Ihnen sehr dankbar und Sie würde mir sehr weiterhelfen.
Viele liebe Grüße,
Katrin Merk

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