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Hat Gutenberg mit seiner Erfindung ausgedient?

02.12.2010   Cornelia Stauß

Seit der Erfindung des Buchdrucks, und das ist immerhin mehr als 500 Jahre her, erfolgt die Vervielfältigung von Informationen über den Druck auf Papier oder auf papierähnlichem Material, aus dem dann Bücher, Zeitschriften oder andere Druckwerke hergestellt und anschließend vertrieben werden. Erst das World Wide Web hat einen revolutionären Wandel im Umgang mit der Verbreitung von Informationen in Gang gesetzt.

Fast in Echtzeit stehen heute Informationen im Netz und sind aller Welt zugänglich. Bei YouTube oder auf anderen Servern kann jede Frau und jeder Mann eigene Texte, Fotos, Filme oder Audioaufnahmen - egal in welcher Qualität - einstellen, für alle Welt sichtbar, hörbar, lesbar.

"Wenn der Wind des Wandels weht, bauen die einen Mauern und die anderen Segelschiffe." Dieses chinesische Sprichwort beschreibt blumenreich, aber sehr deutlich die beiden Reaktionsformen auf den Wandel bei den Printmedien. Einige große Verlage setzen weiterhin auf das schön gestaltete Buch, die gedruckte Zeitschrift oder Tageszeitung, andere Verlage experimentieren schon länger mit den Möglichkeiten des Internets, sie bieten Downloads, E-Books, E-Zines oder andere Online-Produkte an, und manche bieten ihre Informationen nur noch online an.

Die Grenze zwischen diesen beiden Haltungen verläuft ungefähr zwischen den Fachverlagen und den Naturwissenschaften auf der einen, und den Geistes- und Sozialwissenschaften bzw. den traditionellen Belletristikverlagen auf der anderen Seite.

Für viele Menschen gelten Bücher (noch immer) als die höherwertigen Medien für die Wiedergabe von Text und Bild. Und was die Handhabung angeht: Wer mag schon mit seinem PC oder dem Notebook unter der Bettdecke den neuesten Harry Potter lesen? Obwohl - vielleicht ginge das auf einem Touchpad oder E-Book mit aktivem Display sogar besser als mit der Taschenlampe?

Und was weiterhin einen guten Text ausmacht: der Inhalt, gutes Lektorat, lesefreundliche Gestaltung und hohe Reputation bei der Zielgruppe, das kann auch das Internet bieten. Dabei ist das Internet fast immer schneller und wahrscheinlich ressourcenschonender als die gedruckte Alternative, da nachträgliche Korrekturen oder die Aktualisierung eines Textes im Internet keinen kostspieligen Neudruck voraussetzen. Lediglich ein kleines Update oder ein zusätzlicher Kommentar ist erforderlich, was in wenigen Minuten erledigt ist.

Man darf nun nicht glauben, dass eine Publikation im Internet kostenlos sei. Denn Publizieren kostet nach wie vor Geld - für Hard- und Software und vor allem für die Menschen, die hinter den Portalen arbeiten. Allerdings fallen die Kosten spürbar niedriger aus, da online die Kosten für Vervielfältigung und Distribution fast vernachlässigbar sind. Bei geeigneten Partnern erhält man dafür deutlich kürzere Publikationszeiten und langfristig eine höhere Reichweite.

socialnet hat von Anfang an auf den Wind als Fortschrittsmotor gesetzt, indem es sich als kompetentes Internetportal für das Sozialwesen positioniert hat.

Ab sofort steht ein weiteres Segelschiff zum Auslaufen bereit: die socialnet Materialien.

http://www.socialnet.de/materialien/

Mit den socialnet Materialien bieten wir Ihnen ein Repository für Fachinformationen zu allen Arbeitsfeldern des Sozialwesens und Sozialmanagements an. Repository bezeichnet neudeutsch eine Datenbank für Fachbeiträge oder einen Dokumentenserver. Die socialnet Materialien versammeln wissenschaftliche Fachaufsätze, Abschlussarbeiten, Dokumentationen, Arbeitshilfen, Kongressberichte, Schriftenreihen und weitere Veröffentlichungen mit relevanten Fachinformationen für die Sozialwirtschaft. Wir unterstützen Sie selbstverständlich auch bei der Publikation weiterer Medien, wie Bilder, Videos oder Forschungsdaten.

Falls Sie Ihre wissenschaftliche Arbeit oder sonstige Publikation ergänzend in Buchform publizieren möchten, können wir Ihnen auch dies kostengünstig als Publishing on Demand anbieten. Versehen mit einer ISBN des socialnet Verlages ist Ihr Druckwerk weltweit im Buchhandel bestellbar und wird in den Katalog der Deutschen Nationalbibliothek aufgenommen.

Für Ihre wissenschaftlichen Publikationen bieten wir Ihnen als zusätzliche Dienstleistung die Organisation von Reviews an. Dabei können wir auf die langjährigen Erfahrungen unseres Rezensionsdienstes zurückgreifen, der bereits über 7.000 qualifizierte Fachbuchbesprechungen durch Experten organisiert hat.

Die socialnet Materialien orientieren sich an der Open Access-Bewegung. http://www.socialnet.de/materialien/opensocial/

Nachdem Forschungstätigkeiten in der Regel bereits staatlich gefördert wurden, sollten die Ergebnisse kostenfrei öffentlich zur Verfügung stehen. Dies liegt im Interesse der AutorInnen, die eine weitreichende Verbreitung der Publikation anstreben, und im Interesse der LeserInnen (und Bibliotheken), die schnell und kostengünstig zugreifen möchten. Daher zahlen AutorInnen bzw. Institutionen als Herausgeber bei den socialnet Materialien nur eine geringe Publikationsgebühr für unseren Arbeitsaufwand und sichern damit einen langfristigen und freien Zugang zu ihren Veröffentlichungen.

Wenn Sie, liebe AutorInnen, HerausgeberInnen und LeserInnen, das Abenteuer wagen möchten und Ihre wissenschaftlichen Publikationen, Ihre Abschlussarbeit oder Ihr wissenschaftliches Buchmanuskript auf die Reise ins World Wide Web schicken möchten, dann können wir Ihnen versichern, dass Sie mit den socialnet Materialien ein adäquates niveauvolles Umfeld mit einer Reichweite von mehreren Millionen Seitenaufrufen im Jahr gefunden haben. Ihre Arbeit ist in Kürze weltweit verfügbar und wird voraussichtlich häufiger zitiert werden, als wenn sie in Printform publiziert wird und in der Bibliothek Ihres Fachbereiches verschwindet.

Nehmen Sie Kontakt mit uns auf unter materialien@socialnet.de und lassen Sie sich ein Angebot erstellen!

 

 

Ihre Meinung ist gefragt!

Wir freuen uns über Kommentare.

1
Keineswegs, wie das leben ...
Sendler am 06.12.2010, 19:52 Uhr
Keineswegs, wie das lebendige Portal www.druckhandwerk.de beweist. Es gibt noch zahlreiche Freunde des traditionellen Buchdrucks, der gerade eine Renaissance erlebt.
T.-E. Sendler

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