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Pädagogische Orientierungen angehender frühpädagogischer Fachkräfte an Fachschulen und Hochschulen
17.02.2012
Zu diesem Thema bringt das neue Heft von Frühe Bildung einen Artikel, dessen Zusammenfassung wir übernehmen.
Vor dem Hintergrund aktueller Rahmenpläne für die frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung sind die Einstellungen angehender frühpädagogischer Fachkräfte über die Aufgaben und Funktion einer Kindertageseinrichtung sowie über das Lernen von großer Bedeutung. Da seit Kurzem die Ausbildung von Erzieher/innen nicht mehr nur an Fachschulen, sondern auch an Hochschulen stattfindet, wurde in dieser Studie untersucht, für wie wichtig angehende Erzieher/innen und Frühpädagog/innen bestimmte Aufgaben und Funktionen einer Kindertageseinrichtung halten, welche Einstellungen zum Lernen sie einnehmen, und ob sich Unterschiede zwischen Fachschülerinnen und Studierenden frühpädagogischer Studiengänge auch bei Kontrolle individueller Hintergrundvariablen nachweisen lassen. An der Fragebogenstudie nahmen insgesamt 712 Fachschüler/innen und Studierende im vierten Semester aus deutschlandweit 15 Ausbildungs- und 14 Studiengängen teil. Als zentrales Ergebnis zeigte sich, dass sowohl die Fachschüler/innen als auch die Studierenden frühpädagogischer Studiengänge die Ziele von Persönlichkeitsförderung und der Förderung sozialer sowie emotionaler Kompetenz als relativ wichtig einschätzen und eine ko-konstruktivistische Lernauffassung teilen. Im Vergleich zu den Studierenden halten die Fachschüler/innen die Betreuungsfunktion für wichtiger und teilen eher eine instruktivistische Lernauffassung. Diese Unterschiede bleiben auch bei Kontrolle von individuellen Hintergrundvariablen bestehen, wobei sich auch deutliche Unterschiede zwischen Institutionen eines Institutionstyps nachweisen ließen. Die praktischen Implikationen dieser Ergebnisse werden diskutiert.
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