PISA-Folgen für den Elementarbereich
12.09.2011 Gerhard Stranz
In der aktuellen Ausgabe des "didacta-Magazins", 3/2011-Oktober, wird der PISA-Koordinator Prof. Manfred Prenzel u.a. zu den Folgen der PISA-Studie, die inzwischen 10 Jahre her ist und im kommenden Jahr mit der fünften Erhebung fortgeführt wird, befragt.
Er verweist u.a. darauf, dass ich in Deutschland der "Zusammenhang zwischen Herkunft und Kompetenzen deutlich abgeschwächt" habe.
Zu einer den Elementarbereich betreffenden Fragestellung führt er aus:
"Manchmal bekommt man den Eindruck, dass durch PISA ein regelrechter "Frühförderwahn" ausgebrochen ist ... Prof. Prenzel: Wenn mit Frühförderwahn gemeint ist, Kindern von klein auf systematische und zeitaufwändige Entwicklungsprogramme aufzuerlegen, dann ist das eher schädlich denn hilfreich. Was bleibt, ist die Herausforderung, Kindern eine anregende Umgebung anzubieten, in der sie viele Lerngelegenheiten aufgreifen und sich als Persönlichkeit entwickeln können."
Kommentar:
Es ist gut, dass Prof. Prenzel sich damit ausdrücklich gegen den durchaus im kritischen Sinne zunehmenden Förderwahn stellt und eher anregungsreiche Lebens- und Förderbedingungen vorschlägt, in denen sich Kinder selber bilden können. Dazu bedarf es dann aber auch entsprechender - verbesserter - Rahmenbedingungen.
Der Beitrag, in dem noch weitere Aspekte angesprochen sind, steht auf der Internetseite des didacta-Magazins zur Verfügung:http://www.didacta-magazin.de/
Quelle: http://bildungsklick.de
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