Der Film "Sexobjekt Kind" am 19.4.2010 in der ARD
21.04.2010
Am 19.4.2010 lief ein beeindruckender Film über "Sexobjekt Kind" in der ARD. Der Film zeigte, dass die staatlichen Ermittlungsbehörden nicht ausreichend ausgestattet sind, um der Kinderpornographie Einhalt zu gebieten, dass viel zu selten die Täter behandelt werden, weil die Sexualmedizin in Deutschland nicht gut aufgestellt ist, dass Täter, wenn sie denn eingesperrt sind, nicht therapiert werden. Es ist außerordentlich wichtig, so der Chef des Instituts für Sexualwissenschaft und Sexualmedizin an der Charité, Prof. Dr. Dr. Klaus Baier, dass Pädophilie als chronische Krankheit angesehen wird, die ständiger Behandlung bedarf. Für seine sexuelle Orientierung sei niemand verantwortlich, so Baier, wohl aber für die Handlungen, die er begeht. Viele Pädophile suchen selbst Hilfe bei Ärzten oder Psychologen, diese reagierten aber entsetzt oder seien nicht qualifiziert, um sich mit dem Thema auseinanderzusetzen.
Langfristige, lebenslange Behandlungen von Pädophilen sind im Gesundheitswesen nicht vorgesehen - im Gegensatz zu einer Krankheit wie z.B. Rheuma. Die Regierungskoalition hat jetzt zumindest vor, Täter in der Hauptverhandlung begutachten zu lassen, damit sie im Strafvollzug eine Therapie beginnen können (FAZ vom 21.4.2010, S. 1).
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