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Wir nutzen die Chancen unserer Einwanderungsgesellschaft zu wenig

05.07.2009

Neue Studie zu den wirtschaftlichen Auswirkungen der fehlenden Förderung von Kindern mit Migrationshintergrund

Heute hat jede/r vierte Berufseinsteiger/in einen Migrationshintergrund, im Jahr 2030 werden es 40 Prozent sein. Die Unternehmensberatung The Boston Consulting Group (BCG) hat dazu eine Studie „Standortfaktor Bildungsintegration" vorgelegt, die aufzeigt, dass Deutschland Chancen verspielt, wenn die Ressourcen der Menschen mit Migrationshintergrund nicht genutzt werden. Bildungsinvestitionen von 5 bis 11 Milliarden Euro wären erforderlich, um die Bildungsintegration erfolgreich zu gestalten und damit auch „eine zusätzliche Wertschöpfung" für die Volkswirtschaft zu erzielen.

Derzeit werden 40 Prozent der SchülerInnen mit Migrationshintergrund als „Risikoschüler" eingestuft - im Vergleich zu 12 Prozent derer ohne Migrationshintergrund. Die schon bestehende Schere zwischen der Nachfrage nach qualifizierten Arbeitskräften und dem entsprechenden Angebot wird in den nächsten Jahren stark zunehmen. Folgende Maßnahmen empfiehlt die BCG unter anderem:

  • Kostenlose Kindergartenplätze und bessere Ausstattung von Grundschulen: Die Ausgaben für SchülerInnen der ersten vier Klassen liegen in Deutschland um mehr als 1000 Euro pro Kopf und Jahr unter dem OECD-Durchschnitt.
  • Kindergärten und Schulen mit hohem Migrantenanteil brauchen zusätzliche Fachkräfte und auch ansonsten eine bessere Ausstattung, so dass Einrichtungen in sozialen Brennpunkten attraktiv werden für Eltern und Kinder.
  • Die Sprachförderung muss intensiviert werden.

Quelle: http://www.bcg.de/media/news/detail.aspx?page=id%3D2947

Die vollständige Studie finden Sie hier:

PDF-Datei PDF-Datei 3,66 MB


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