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16. Kinder- und Jugendbericht: Förderung demokratischer Bildung im Kindes- und Jugendalter

Bundesjugendministerin Dr. Franziska Giffey hat am 18. Oktober eine unabhängige Kommission damit beauftragt, den 16. Kinder- und Jugendbericht zu erarbeiten. Das Thema lautet „Förderung demokratischer Bildung im Kindes- und Jugendalter“. Der Bericht soll dem Bundesjugendministerium im Frühjahr 2020 übergeben werden, anschließend fügt die Bundesregierung eine Stellungnahme bei.

Bundesjugendministerin Dr. Franziska Giffey: Wir müssen junge Menschen für die Demokratie gewinnen und ihnen das vermitteln, was nötig ist, um aktiv mitzumischen. Demokratiebildung ist weit mehr als Wissen darüber, wie das politische System in Deutschland aufgebaut ist. Es geht darum, sich eine eigene Meinung zu bilden und diese zu begründen. Dazu gehört eine offene Diskussionskultur, in der andere Meinungen und Lebensformen respektiert werden. Dazu gehört auch, Kompromisse zu finden, zu akzeptieren, wenn die Mehrheit anders entscheidet und zu wissen, dass Entscheidungen der Mehrheit die Rechte von Minderheiten nicht außer Kraft setzen.

Fachwissen aus Wissenschaft und Praxis

In der Jugendberichtskommission ist das Fachwissen von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern unterschiedlicher Disziplinen sowie von erfahrenen Persönlichkeiten aus der Praxis versammelt. Der Kommission gehören insgesamt 14 Sachverständige an:

  • Dr. Reiner Becker, Philipps-Universität Marburg
  • Prof. Dr. Anja Besand, Technische Universität Dresden
  • Ina Bielenberg, Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten e. V.
  • Prof. Dr. Julia von Blumenthal, Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder)
  • Prof. Dr. Andreas Eis, Universität Kassel
  • Prof. Dr. Frauke Hildebrandt, Fachhochschule Potsdam
  • Thomas Krüger, Bundeszentrale für politische Bildung
  • Prof. Dr. Dirk Lange, Universität Wien und Leibniz Universität Hannover
  • Hanna Lorenzen, Evangelische Trägergruppe für gesellschaftspolitische Jugendbildung
  • Dr. Stine Marg, Georg-August-Universität Göttingen
  • Prof. Dr. Kurt Möller, Hochschule Esslingen
  • Prof. Dr. Christian Palentien, Universität Bremen
  • Christian Weis, Deutscher Bundesjugendring
  • Cansu Zeren, Türkische Gemeinde in Deutschland e. V.

Eine eigene Geschäftsstelle beim Deutschen Jugendinstitut wirkt an den Sitzungen der Kommission mit und unterstützt sie inhaltlich und organisatorisch. Mit Mitteln der Geschäftsstelle können außerdem Expertisen beauftragt sowie Hearings und Workshops veranstaltet werden, deren Ergebnisse in den Bericht einfließen sollen.

Förderung demokratischer Bildung im Kindes- und Jugendalter

Mit dem 16. Kinder- und Jugendbericht soll eine Grundlage geschaffen werden, um Institutionen und Konzepte der Demokratiebildung für die Altersgruppe der bis 27-Jährigen weiterentwickeln zu können. Dabei geht es um Bewährtes, aber auch um neue und attraktive Formen zur Vermittlung demokratischer Werte und Praktiken. Ziel ist es, junge Menschen bei ihrer politischen Selbstpositionierung zu unterstützen und ihre Entwicklung zu gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten zu fördern.

Eine besondere Anforderung im Berichtsauftrag besteht darin, die Perspektive junger Menschen in die Erstellung des Berichts einzubeziehen, zum Beispiel mit Jugend-Workshops. Außerdem soll auch diesmal wieder eine Jugendbroschüre zum Bericht entstehen, in der ein junges Redaktionsteam die Kerninhalte des Berichts kompakt und verständlich aufbereitet.

Hintergrund

Die Bundesregierung ist verpflichtet, dem Deutschen Bundestag und dem Bundesrat in jeder Legislaturperiode einen „Bericht über die Lage junger Menschen und die Bestrebungen und Leistungen der Jugendhilfe“ vorzulegen. Der 15. Kinder- und Jugendbericht wurde im Februar 2017 vorgelegt, er ist der Lebensphase Jugend gewidmet. Zu dem Bericht gibt es auch eine Jugendbroschüre.

Die Originalmeldung mit weiterführenden Links und Informationen steht auf der Webseite des Bundesministeriums zur Verfügung. Ausführliche Hintergrundinformationen zum 15. Kinder- und Jugendbericht nebst Materialien finden sich außerdem beim Deutschen Jugendinstitut.  

Quelle: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

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