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10 Sachen müssen gehen – Altes neu entdeckt

20.11.2020 Kommentare (0)

Kinder des Montessori-Kinderhaus setzen sich für nachhaltigen Konsum ein

Bonn, 11. November 2020. Ob Sankt Martin oder Fastenzeit beides bietet den idealen Rahmen, mit den Kindern gemeinsam auf Entdeckungsreise zu gehen – auch dafür, einmal auf bestimmte Dinge bewusst zu verzichten oder zu teilen. Wie das gelingen kann zeigt etwa das evangelische Montessori-Kinderhaus an der Leichlinger Straße in Düsseldorf: Unter dem Motto „10 Sachen müssen gehen“ haben die Kinder die Räumlichkeiten ihrer Kita durchforstet. Themen waren dabei die Wiederverwendung alter Spielsachen und Gebrauchsgegenstände. Dafür wurde die Einrichtung nun im Herbst als Gewinner-Kita der Projektregion West vom Klima-Kita-Netzwerk ausgezeichnet.

Die Aktionswoche vom 2. bis 6. März 2020  fand in diesem Jahr unter dem Motto „Weniger ist fair“ statt und war die dritte ihrer Art. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde der Aktionszeitraum verlängert. Über 2.000 Kita-Kinder und pädagogische Fachkräfte haben sich an der bundesweiten Klima-Aktionswoche beteiligt. Initiiert wurde sie vom Klima-Kita-Netzwerk, einer Kooperation zwischen Innowego – Forum Bildung & Nachhaltigkeit eG, der Umweltstation Lias-Grube und der Naturschutzjugend im NABU. Unterstützt wird das Projekt von der S.O.F. Save Our Future Umweltstiftung. 

Beim Entrümpeln unterstützt wurden die Kinder der Düsseldorfer Kita von mehreren Erzieherinnen, der Hauswirtschaftskraft und der Einrichtungsleiterin. Gemeinsam füllten sie sieben Kisten mit Dingen, die überzählig waren oder schon lange nicht mehr benutzt wurden. „Sie hatten zunächst Angst davor, etwas wegzuwerfen“, erzählt Erzieherin Ulrike Kandl, „aber als klar war, dass alles erst einmal bei uns bleibt, fiel ihnen das Aussortieren nicht schwer“. Beim Spielen stellten die Kinder später fest: „Es ist eigentlich so, als würde gar nichts von unseren Sachen fehlen.“ Am Ende der Aktionswoche überlegten sie, was mit den weggepackten Sachen passieren sollte. Musikinstrumente und Spielsachen wie Puzzle und Hüpfsäcke wurden neu unter den einzelnen Kita-Gruppen aufgeteilt. Kaputtes repariert und Anderes aussortiert und weitergegeben.

Die Kinder wurden dafür sensibilisiert, dass die Rohstoffe für die Produktion von beispielsweise Plastik-Spielzeug endlich sind. „Da hat sich bei einigen ein Schalter umgelegt: Wenn wir immer nur verbrauchen und neue Dinge kaufen, ist es irgendwann aus, dann gibt es nichts mehr“, so die Erzieherin. Die Aktion zum Klima- und Ressourcenschutz setzte Zeichen gegen ein Leben im Überfluss und dafür, vorhandene Sachen wertzuschätzen und wiederzuverwenden. 

Es gibt viele Anlässe und Fragen im Kita-Alltag, um mit Kindern über das Thema Konsum ins Gespräch zu kommen und gemeinsam auf Forschungsreise zu gehen. „Mich beeindruckt der Ideenreichtum der Kitas, die sich an der diesjährigen Klima-Aktionswoche beteiligt haben“, erzählt Sabrina Ranke, Projektmitarbeiterin des Klima-Kita-Netzwerks. „Um andere zu motivieren, stellen wir Beispiele aus der Praxis im Klima-Aktionstagebuch vor.“  Diese sind unter www.klima-kita-netzwerk.de zu finden. 

Das Klima-Kita-Netzwerk wird gefördert durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI).

Quelle: Innowego – Forum Bildung & Nachhaltigkeit eG

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