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Kommentare (1)

  • Ein Nichtschüler:
    27.08.2012 um 12:53 Uhr

    Mein Beweggrund für die Nichtschülerprüfung war, das sie etwas schneller geht und das man die Ausbildung berufsbegleitend machen konnte. Zum damaligen Zeitpunkt hatten das noch nicht alle Fachschulen angeboten. Aufgrund meiner Familie war ich aber auf das Geld meiner wöchentlichen 30-40h Arbeit angewiesen. Also ich habe meine Nichtschülerprüfung (NSP) in Berlin beim zweiten Anlauf bestanden. Beim ersten Anlauf war sehr wohl zu merken, dass wir Nichtschüler nicht erwünscht sind. Die Dozentin, welche meine Facharbeit betreuen sollte, sagt mir gleich am Anfang, dass sie mir nicht wirklich helfen dürfe. Auch Literaturtipps oder Themenbereiche, auf die sie besonderen Wert legen würde, könne sie mir nicht sagen. Wenn ich Unterstützung brauche, hätte ich eben eine richtige Ausbildung machen sollen. Ich unterstelle ihr keine Boshaftigkeit, da sie ansonsten sehr nett zu mir war, aber ich gehe davon aus, dass die Schulleitung das so verlangt hat. Ich habe mir eine Dozentin aus dem Vorbereitungskurs gesucht und habe sie um Hilfe gebeten. (Danke noch mal Frau C. B.) Sie unterstützte mich per Email und am Wochenende opferte sie ihre Freizeit, damit ich meine Prüfung bestehen kann. Ich bestand dann auch meine Facharbeit. Im folgenden Kolloquium bin ich dann aufgrund dessen das ich eine von ca. 00 Fragen nicht beantworten konnte durchgefallen. Ich sagte, dass ich das nicht verstehe und daraufhin wurde mir geantwortet, dass ich ja gern „rechtliche Schritte“ dagegen einleiten könne. Als wenn man als einzelner Prüfling, ohne Zeugen, eine Chance hätte gegen drei Prüfer. Beim zweiten Anlauf war es auf jeden Fall besser. Auch an dieser Schule haben sie uns gesagt, dass sie gegen die Nichtschüler demonstriert hätten und sie von dieser Ausbildung nichts halten. Aber sie finden es bewundernswert wie viel Zeit, Kraft und Geld wir investiert haben, um zu unserem Abschluss zu kommen. Auch war der Schule nicht bewusst, dass wir überhaupt keine Infos zu den Prüfungsthemen bekommen, im Vergleich zu den „normalen“ Schülern. Wenn auch die Termine nicht immer zu meiner Zufriedenheit waren (Dozenten waren nicht da, Dozenten waren nicht immer vorbereitet usw.) kann ich nur sagen dass ich mich wirklich fair behandelt fühlte. Sie haben es uns nicht leicht gemacht (sollten sie ja auch nicht), es haben auch nicht alle bestanden, aber im Großen und Ganzen muss ich sagen, das ich mit dieser Schule zufrieden war. Das Problem ist, das der Senat keinerlei Unterstützung anbietet. Er zwingt die Fachschulen uns zu prüfen ohne Zeit- oder finanziellen Ausgleich. Es scheint auch so als würden nicht alle Fachschulen ausreichend beraten oder informiert worden. Auch äußerte der Senat sich nicht öffentlich zu den Nichtschülern, als die Hetzjagd in verschieden Medien begann. Auch den freien Träger welche diese Ausbildung anbieten fehlte die Unterstützung und Beratung. Wenn der Senat diese Möglichkeit der Ausbildung weiter anbieten möchte, muss sich unbedingt etwas ändern. Es kann nicht sein das der Machtkampf zwischen manchen Fachschulen und dem Senat auf dem Rücken der Nichtschüler ausgetragen wird. In anderen Bundesländern funktioniert das doch auch besser. Es kann doch nicht so schwer sein einen Dialog zwischen Fachschulen, Bildungsträgern, dem Senat und Nichtschülern (Durchfaller UND welche die bestanden haben) zu gestalten, um die vorhandenen Probleme zu beseitigen. Zurzeit sieht man eben, dass die Kapazitäten der Fachschulen nicht ausreichen und wenn man alle freien Arbeitsplätze besetzen möchte, muss man Zusatzausbildungen möglich machen. Auch sollte der breiten Öffentlichkeit klar gemacht werden, dass die Ausbildung als Nichtschüler nicht einfach ist und ein Teil der Auszubildenden 2 Jahre lang eine 6 Tagewoche hatten, um alles zu bewältigen. Die Aussage einer Bundesministerin, dass man ja alle ehemaligen „Schleckerfrauen“ zu Erzieherinnen und Altenpflegerinnen umschulen soll, denn diesen Job kann ja jeder sollte man wohl überdenken. Die Arbeit mit Kindern ist schon lange kein „aufpassen und beschäftigen“ mehr. Dahinter steckt viel pädagogische Arbeit, welche viel Schreibarbeit, Beobachtung und Auswertung beinhaltet. Auch sind regelmäßige Weiterbildungen von Nöten. Sehr geehrte Frau Schlossarek. Ein bisschen anders ist es schon. Auch wenn keine Klausuren in der Ausbildung der Nichtschüler vorgesehen sind (warum auch immer), haben wir doch auf eigenen Wunsch welche geschrieben. Auch bekamen wir Aufgaben von den Dozenten, welche wir im Kitaalltag umsetzen sollten. Diese wurden von meiner Chefin und dem Dozenten kontrolliert. Außerdem schreiben wir nicht in 2 von möglichen 5 Themenfeldern eine Klausur sondern eine Prüfung. Genau wie die „normalen“ Auszubildenden. Danach werden wir noch in den anderen 3 Bereichen mündlich geprüft. Bei einer 4 im schriftlichen Bereich kommt dazu noch mal eine mündliche Prüfung. Also werden wir folgendermaßen geprüft. Facharbeit, Kolloquium, 2 schriftliche Prüfungen und mindestens 3 maximal 5 mündliche Prüfungen. Unsere gesamten mündlichen Prüfungen fanden an 2 Tagen statt. Das heißt man konnte bis zu 3 mündliche Prüfungen an einem Tag haben. Bei manchen Teilnehmern wurden die Themengebiete eingegrenzt und bei machen nicht. Die Auszubildenden müssen 3 Praktika bestehen, wir mussten in der Zeit der Ausbildung 2000 Stunden praktische Arbeit absolvieren. Also mindestens 25 Stunden die Woche, um auf diese Zahl zu kommen. Zeiten wie Krankheit, Urlaub, Schließzeiten und Feiertage wurden nicht gezählt. Und nun zum letzten Punkt. Wenn nur die Fachkraft, welche für den schriftlichen Bereich zuständig ist, die Klausuren kontrollieren darf, warum ist sie dann nicht automatisch die Dozentin, welche die Facharbeit kontrolliert? Da die Facharbeit ja 2 Lernbereiche beinhalten muss, kann das doch nicht so schwer sein? Bei mir war die Dozentin der Facharbeit übrigens auch eine der Dozentinnen, welche uns geprüft haben.


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