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Kommentare (1)

  • Dagmar:
    10.06.2013 um 20:46 Uhr

    Frau Balluseck, danke für den aufschlussreichen fundierten Artikel! Ich bin seit kurzem in Baden-Württemberg bei einem der Bildungsträger, die Quereinsteigerinnen die Ausbildung zur Erzieherin mit Schulfremdenprüfung anbieten, als Dozentin tätig. Ich habe Pädagogik der frühen Kindheit studiert und einige Jahre als Erzieherin gearbeitet. Trotzdem hat mich die Anstellung ohne weiteres Nachfragen überrascht. Ich bemühe mich meinen Schülerinnen möglichst anschaulich und praxisnah fundierte pädagogische Kenntnisse zu vermitteln, doch es wird mir immer mehr deutlich, dass die Konzeption der Ausbildung völlig unzureichend ist. Nach einem knappen halben Jahr theoretischen Unterrichts, der nicht einmal ganz der pädagogischen Ausbildung gewidmet ist, sind meine „Schüler“ nun in ihrem (einzigen) dreimonatigen Praktikum. Am Ende des Praktikums sollen sie ein didaktisches Angebot mit einer schriftlichen Ausarbeitung von ca. 30 Seiten durchführen, das benotet wird nach den gleichen Maßstäben wie die Arbeit einer Fachschülerin am Ende ihrer dreijährigen Ausbildung. Diese hat während der drei Jahre in Schule und Praxis Schritt für Schritt unter fachlicher Anleitung die nötigen Kenntnisse dafür erworben. Zu Recht betonen wir die Bedeutung der frühkindlichen Bildung. Nur gut qualifizierte Fachkräfte können die hohen Anforderungen für diesen vielseitigen und verantwortungsvollen Beruf erfüllen. Mit einjährigen „Crashkursen“ ist das nicht zu erreichen. Ich hatte ebenfalls den Eindruck, dass hauptsächlich formale und kaufmännische Aspekte die Tätigkeit des Trägers bestimmen. Wo ist die fachliche Kompetenz? Wie hat der Träger die Zertifizierung überhaupt erhalten bei solch eklatanten fachlichen Mängeln? Und warum ist nicht eine Ausbildung auch für Quereinsteigerinnen an den bestehenden Fachschulen möglich? Nach ihrem Artikel ist mir das klar geworden. Und nun? Wie könnten wir weiter vorgehen, um eine gute qualifizierte Ausbildung der Kursteilnehmer zu erreichen? Unterstützung kommt auf jeden Fall aus den Kindertagesstätten. Um erfolgreich zu sein sollten wir uns einheitliche Forderungen (je nach Bundesland?) an Politik, Arbeitsagentur und Bildungsträger überlegen. Im Interesse unserer Kinder. Marlomorgan


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