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Kommentare (2)

  • Merlin:
    11.07.2015 um 11:24 Uhr

    Interessanter, teilweise erschreckender Bericht über die Situation!
    Ich bin momentan kurz vor den mündlichen Prüfungen der Schulfremdenprüfungen BW (Zuständigkeitsbereich Regierungspräsidium Freiburg).
    Ich habe letzten November einen Vorbereitungskurs mit 6 Seminartagen pro Monat an einer Fachschule begonnen, und ich muss sagen dass wir sehr gut (einige Organisationsprobleme mal ausgenommen) betreut und vorbereitet wurden! Wir sind 5 Teilnehmer (4 Schulbegleiter, die den Abschluss für die weitaus bessere Bezahlung möchten), die schriftlichen Prüfungen haben wir mit einem Gesamtschnitt von 2,5 abgelegt (ich persönlich 1,0 in Pädagogik, 2,0 in Methodik Didaktik). Jetzt stehen diese Woche 7 (!!!) mündliche Prüfungen à 10 Minuten an (Recht/Berufskunde, Psych/Soz, Gesundheitslehre, Medienpäd, Deutsch, Ethik, Kunst). Innerhalb von zwei Tagen. Danke RP Freiburg, ich weiß dass es auch anders geht (siehe RP Stuttgart...).

    Zum Umfang muss ich sagen: Viel, aber machbar! Ich bringe aufgrund eines (aus persönlichen Gründen im 5 Semester abgebrochenen) DHBW-Sozialarbeitsstudiums sowie damit einhergehender sozialarbeiterischer Tätigkeit seit 2011 gute Voraussetzungen mit.

    Der Erfolg steht und fällt mit der Persönlichkeit und der Qualität der Dozenten. Hier haben wir wohl wahnsinniges Glück, alle sind sehr an unserem Bestehen interessiert.

    Wenn ich mir so manch anderen Beitrag und aber auch den Hauptartikel durchlese ist das wohl lange nicht überall so!

    @ dilek:
    Solch einem Prüfer wäre ich wohl im Prüfungsraum noch ins Gesicht gesprungen - da halte ich nicht die Klappe! Es gibt leider VIEL zu viele Prüfer, die sich gerne selbst reden hören (die Erfahrung habe ich im Laufe meines Lebens schon diverse Male gemacht) und denen es egal ist, dass sie mit ihren Entscheidungen das Leben eines anderen Menschen nachhaltig beeinflussen/beeinträchtigen!

    Unser Rechtsdozent (Rechtsanwalt f. Familienrecht) vertritt folgende Meinung (ich übrigens auch): Es ist gut und wichtig, über die WICHTIGSTEN Rechtsbereiche unseres Tätigkeitsfeldes Bescheid zu wissen. Auch der ein oder andere Paragraph sollte, zumindest vom Inhalt her, sitzen. ABER: Er verlangt von uns NICHT, dass wir in den Prüfungen (egal ob schriftlich oder mündlich) einzelne Paragraphen runterbeten können! Auch nicht, dass man jeden Paragraphen kennt! Wir werden/sind Jugend- und Heimerzieher, keine Juristen!
    In der Praxis sieht das Ganze nämlich so aus: Wenn man mal auf einen Gesetzestext angewiesen ist (im täglichen Wohngruppendienst z.B. sehr selten!), dann kann man, sofern man gelernt hat ein Gesetzbuch zu "bedienen", jederzeit eben dieses zur Hand nehmen und nachschlagen. Oder, was sowieso ratsam ist, direkt einen Anwalt konsultieren (bei "mir" gibt es einrichtungsintern einen RA für genau solche Fälle).
    Wichtig für ihn ist: Recht (theoretisch) anwenden können, div. Schutzbestimmungen, versch. Instanzen, Sinn & Zweck der versch. Rechtsbereiche, Aufgaben der Jugendhilfe!
    In den Prüfungen dürfen wir, falls ein bestimmter § gefragt ist, JEDERZEIT auf eben diese Gesetzestexte zurückgreifen - wir sollten nur wissen, welches Gesetz in welchem Buch zu finden ist!
    An der Dualen Hochschule wurde dies übrigens nicht anders gehandhabt! Und dies ist, meiner bescheidenen Meinung nach, der einzig sinnvolle Weg! Jeder Rechtsanwalt (sofern er die entsprechenden Gesetzestexte nicht schon in und auswendig kann) verfährt genau so!
    Und ihr glaubt's kaum: Ich hatte vor kurzem "Nachhilfe" bei lokalen Vorsitzenden des Landesgerichtes - auch diese hat div. Gesetze einfach nachgeschlagen - mit der Begründung, dass es ihrer Meinung nach absolut unsinnig ist, alles im Kopf zu haben!

    1. Simona:
      02.05.2019 um 12:17 Uhr

      Huhu, ich bin auf deinen Text gestoßen und hätte ein paar Fragen :-) Wie war die Prüfung? Bei welcher Instution in Freiburg warst du? Möchte auch aufjedenfall von Herzen diesen 2ten Bildungsweg anstreben. Würde mich über eine Rückmeldung sehr freuen. LG aus Freiburg


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