Kind mit Goldfischglas

Ausschreibung des Deutschen Kinder- und Jugendhilfepreises 2016

27.03.2015 Kommentare (0)

Die Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ schreibt den Deutschen Kinder- und Jugendhilfepreis 2016 – Hermine-Albers-Preis – in den Kategorien Praxispreis, Theorie- und Wissenschaftspreis sowie Medienpreis der Kinder- und Jugendhilfe aus. Er wird von den Obersten Jugend- und Familienbehörden der Länder gestiftet und vom Vorstand der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ alle zwei Jahre verliehen.

Der Ausschreibungszeitraum für den Deutschen Kinder- und Jugendhilfepreis 2016 ist der 1. März bis 31. August 2015. Der Preis ist insgesamt mit 15.000 Euro dotiert. Pro Kategorie kann ein Preisgeld in Höhe von 4.000 Euro sowie ein Anerkennungsbetrag von 1.000 Euro vergeben werden.

Für das Jahr 2016 schreibt die Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ den Deutschen Kinder- und Jugendhilfepreis in der Kategorie Praxispreis der Kinder- und Jugendhilfe zum Thema „Weiterentwicklung der Hilfen zur Erziehung" aus.

Angesichts der gesellschaftlichen Herausforderungen und dem damit verbundenen Anstieg der Inanspruchnahme der Hilfen zur Erziehung muss dieses Handlungsfeld der Kinder- und Jugendhilfe weiterentwickelt werden. Dabei sind Hilfen zur Erziehung nicht nur Ausfallbürge für gesellschaftliche Problemlagen, sondern sie bieten für immer mehr junge Menschen Hilfe und Unterstützung zu mehr Chancengerechtigkeit und Teilhabe. Eine Weiterentwicklung der Hilfen zur Erziehung zielt darauf ab, möglichst frühzeitig Hilfen anzubieten, vorhandene Regelangebote und sozialräumliche Ansätze besser zu nutzen und die Wirksamkeit zu verbessern. Da gerade auch den Regelsystemen wie Schule und Kindertagesbetreuung eine immer größer werdende Bedeutung im Kontext von Erziehung und Bildung in öffentlicher Verantwortung zukommt, müssen diese enger mit den Hilfen zur Erziehung verzahnt werden. Neben der Schnittstellengestaltung mit der Schule sollten aber auch die Bereiche des Gesundheitswesens und der Arbeitsförderung stärker in die Kooperationsstruktur einbezogen werden. Des Weiteren gilt es, das Gesamtsystem durch die Entwicklung präventiver und niedrigschwelliger Angebote in Verbindung mit einem Ausbau sozialräumlicher Infrastruktur und von Netzwerken zu unterstützen. Die Beteiligung von jungen Menschen und ihren Familien an den Hilfen trägt wesentlich zu deren Gelingen bei und muss gestärkt werden.

Mit der Ausschreibung des Praxispreises 2016 werden Organisationen, Initiativen, Träger und Akteure der Hilfen zur Erziehung angesprochen, die mit ihrer Arbeit aufzeigen, welchen Beitrag sie zur Weiterentwicklung leisten, indem sie konzeptionelle Überlegungen und deren Umsetzung erarbeitet oder gute Beispiele praxisnah und alltagsorientiert entwickelt haben. Ausgezeichnet werden sollen Arbeiten, die zu dem ausgeschriebenen Thema innovative Modelle, Konzepte bzw. Strategien der Praxis der Kinder- und Jugendhilfe beschreiben und dieser neue Impulse geben sowie zu ihrer Weiterentwicklung beitragen.

Ausgeschrieben wird für den Deutschen Kinder- und Jugendhilfepreis 2016 der Theorie- und Wissenschaftspreis der Kinder- und Jugendhilfe. Mit dem Preis sollen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Fachkräfte, insbesondere auch Nachwuchskräfte, im Bereich der Sozialen Arbeit, Erziehungswissenschaft und/oder Kinder- und Jugendhilfe für ihre Arbeit ausgezeichnet und gefördert werden. Für den Preis können fachtheoretische und wissenschaftliche Arbeiten der jüngsten Zeit eingereicht werden, die der Theorie der Kinder- und Jugendhilfe neue Impulse geben. Dabei sind auch Arbeiten gefragt, die aufzeigen, wie Erfahrungen aus der Praxis der Kinder- und Jugendhilfe in Theorie, Wissenschaft und Ausbildung aufgegriffen werden.

Die eingereichten Qualifikationsarbeiten sollen in der Regel das Niveau einer wissenschaftlich beachtlichen, schriftlichen Arbeit (Dissertation) haben. Die Dissertationsverfahren sollten in dem Zeitraum vom 30. Oktober 2013 bis 30. August 2015 abgeschlossen worden sein. Die theoretische bzw. wissenschaftliche Intention der Arbeiten mit ihrem Bezug zur Kinder- und Jugendhilfe (SGB VIII) soll in einem Exposé zur schriftlichen Arbeit erläutert werden.

Seit 2002 verleiht die Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ alle zwei Jahre den Medienpreis der Kinder- und Jugendhilfe. Dieser würdigt hervorragende publizistische Arbeiten – sei es in Tages- oder Wochenzeitungen, in regionalen oder überregionalen Medien, in Printmedien, Online-Medien oder in Rundfunk und Fernsehen –, die zu einem Verständnis der Arbeit der Kinder- und Jugendhilfe beitragen und/oder die Lebenswelten von Kindern, Jugendlichen und ihren Familien einer breiten Öffentlichkeit bewusst machen. In diesem Zusammenhang können Journalistinnen und Journalisten nicht nur für einzelne Beiträge, sondern auch für ein kontinuierliches berufliches Engagement ausgezeichnet werden. Die Beiträge müssen im Zeitraum vom 30. Oktober 2013 bis 30. August 2015 veröffentlicht worden sein.

Weitere Informationen unter www.agj.de/Bewerbungsunterlagen-und-Ausschreibung.103.0.html

Quelle: Newsletter der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ vom 18.3.2015

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