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Baden-Württemberg: Knapp 600 Personen haben jetzt an 26 Fachschulen für Sozialpädagogik ihre praxisintegrierte Erzieherausbildung (PIA) begonnen

26.10.2012 Kommentare (2)

"Das Modell ist ein wichtiger Schritt dafür, den steigenden Personalbedarf in den Kitas nachhaltig erfüllen zu können", erklärte Staatssekretär Dr. Frank Mentrup MdL. Damit gelinge es dem Kultusministerium auch, den vorschulischen Bereich weiter zu stärken. Durch das neue Ausbildungsmodell zählt Baden-Württemberg im Bereich der frühkindlichen Bildung zu den Vorreitern in Deutschland. Bereits jetzt ist Interesse an diesem vergüteten Ausbildungsmodell auch über die Landesgrenzen hinaus vorhanden.

Knapp 600 angehende Erzieherinnen und Erzieher haben in diesem Schuljahr mit der praxisintegrierten Ausbildung (PIA) an 13 öffentlichen und 13 privaten Fachschulen für Sozialpädagogik begonnen. Damit werde deutlich, dass PIA von den Schulen und den Bewerberinnen und Bewerbern als attraktive Form der Erzieherausbildung sehr gut angenommen werde, sagte der Staatssekretär. Von den fast 600 Auszubildenden haben 55 Prozent Abitur oder die Fachhochschulreife, rund 21 Prozent haben im Vorfeld eine andere Berufsausbildung abgeschlossen und der Männeranteil konnte mit PIA auf rund 15 Prozent gesteigert werden. Staatssekretär Dr. Frank Mentrup MdL: „Der große Erfolg von PIA zeigt sich auch darin, dass wir über 50 Prozent höher qualifizierte Auszubildende, wesentlich mehr männliche Bewerber und Quereinsteiger aus anderen Berufen gewinnen konnten.“

Insgesamt hat sich durch PIA die Schülerzahl in der Erzieherausbildung im Vergleich zum Vorjahr um 542 erhöht. Außerdem stieg die Zahl der Schülerinnen und Schüler in den Eingangsklassen im einjährigen Berufskolleg für Praktikantinnen und Praktikanten um 64 und in der Fachschule für Sozialpädagogik in Teilzeitform um 126. An der Fachschule für Sozialpädagogik, an der in Vollzeit unterrichtet wird, sank die Anzahl in der Eingangsklasse um 244 Schülerinnen und Schüler im Vergleich zum Vorjahr. Unter den rund 600 PIA-Auszubildenden sind auch 151 Schülerinnen und Schüler, die im vergangenen Schuljahr das einjährige Berufskolleg für Praktikantinnen und Praktikanten besucht haben, und nun mit einem Ausbildungsvertrag in der Tasche ihre Ausbildung an der Fachschule für Sozialpädagogik praxisintegriert fortsetzen.

Der Staatssekretär hebt den vergleichsweise hohen Männeranteil unter den PIA-Auszubildenden hervor. „Es zeigt sich, dass die Vergütung über alle drei Ausbildungsjahre hinweg für viele Interessenten besonders attraktiv ist. Hinzu kommt der intensive Praxisbezug von PIA. Wir haben es mit dieser neuen Ausbildung geschafft, ein breiteres berufliches Spektrum an Personen anzusprechen“, betont Dr. Mentrup. So seien dieses Jahr auch Bewerberinnen mit abgeschlossener Berufsausbildung, wie zum Beispiel Krankenschwestern, Bürokauffrauen oder Apothekenhelferinnen, aber auch Menschen mit abgeschlossenem Studium darunter.

„Diese erfreuliche Bilanz macht deutlich, dass die praxisintegrierte Ausbildung zur Erzieherin/zum Erzieher auch in den nächsten Jahren parallel zur bisherigen Form der Erzieherinnen- und Erzieherausbildung ausgebaut werden muss, um zusätzliche Zielgruppen für dieses Berufsfeld zu gewinnen. Hierdurch wollen wir unterschiedliche Ausbildungswege anbieten, die für unterschiedliche Zielgruppen attraktiv sind“, erläutert Dr. Mentrup. Erste Städte hätten bereits angekündigt, auch im kommenden Schuljahr zusätzliche Ausbildungsplätze bereitzustellen. Und weitere Fachschulen für Sozialpädagogik wollen diese neue Form der Ausbildung zum Schuljahr 2013/2014 anbieten. Das Kultusministerium stellt in den Fachschulen für Sozialpädagogik 48 zusätzliche Lehrerstellen bereit, um die Bewerberinnen und Bewerber aufnehmen zu können. „Damit haben wir genügend Lehrkräfte, um die ersten Jahrgänge der PIA-Auszubildenden qualitativ hochwertig zu unterrichten“, erklärt Dr. Mentrup.

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Kommentare (2)

  • luciana hofmann:
    26.10.2012 um 19:28 Uhr

    habe eine neue ausbildungsform der ggsd gefunden! damit ist man nach abschluss fachkraft in kindertageseinrichtungen aber es geißt nicht erzieherin! ist das mit der pia ausbildung zu vergleichen. ich möchte mir nicht den stress machen und diese form der weiterbildung wählen nur weil diese verkürzt ist ( 9 monate blockunterricht, dann halbesjahr anerkennungszeit..] dann würde ich eher eine andere duale weiterbildungsform wie pia wählen!! bitte um rückmeldung

    Antworten

  • Hilde von Balluseck:
    26.10.2012 um 19:42 Uhr

    Hallo Frau Hofmann, ich halte Ihre Vorsicht für berechtigt. Erkundigen Sie sich bitte beim Anbieter, ob Sie den Abschluss staatlich geprüfte Erzieherin erhalten. ich habe die Ausbildung zur Fachkraft in Kindertageseinrichtungen auf der Webstite der GGSD nicht gefunden. Freundliche Grüße Hilde von Balluseck

    Antworten


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