mehrere Kinder

BayKiBiG-Reform: Qualität der frühkindlichen Bildung muss im Mittelpunkt stehen

18.03.2026 Kommentare (0)

Am 10. März 2026 hat die Staatsregierung die Pläne für eine Reform des BayKiBiG vorgestellt. Der Verband Kita Fachkräfte Bayern e. V. begrüßt ausdrücklich, dass die frühkindliche Bildung als Herzstück der Familienpolitik benannt wird und dass in das System investiert werden soll.

Die Zielsetzung, die Qualität der frühkindlichen Bildung zu stärken, die Arbeitsbedingungen der Fachkräfte zu verbessern und die soziale Gerechtigkeit für Familien zu fördern, erkennen wir als zukunftsweisenden Schritt an.

Wir danken dem Ministerium für die intensive Arbeit sowie für die Möglichkeit zur Mitwirkung im Rahmen der Verbandsanhörung. In den weiteren Prozess werden wir auch unsere Mitglieder einbeziehen, um die Perspektiven und Erfahrungen aus der Praxis noch stärker einzubringen.

Die angekündigte Entlastung der Fachkräfte durch Bürokratieabbau begrüßen wir ausdrücklich. Leider fehlt es uns an konkreten Maßnahmen zur tatsächlichen Verbesserung der pädagogischen Qualität in den Kitas.

Hierfür bedarf es einer Anpassung der Rahmenbedingungen, insbesondere einer Verbesserung des Fachkraft-Kind-Schlüssels sowie kleinerer Gruppen.

Mehr Geld im System stabilisiert zwar die Träger, verbessert aber nicht automatisch die Arbeitsbedingungen. Solange nicht gesetzlich festgelegt ist, dass eine Fachkraft für weniger Kinder gleichzeitig verantwortlich ist, wird sich die Qualität der Betreuung kaum nachhaltig verbessern

Auch der Mangel an Fachkräften bleibt ein zentrales Problem. Die Gefahr regionaler Ungleichheiten ist real und die Qualitätssicherung muss auch bei weniger Bürokratie gewährleistet bleiben.

Gleichzeitig sinken in manchen Regionen die Kinderzahlen, was eine Kürzung der Personalstunden zur Folge haben kann.

Bei der Reform des BayKiBiG dürfen daher nicht allein finanzielle Aspekte im Vordergrund stehen. Entscheidend ist, dass die Qualität der frühkindlichen Bildung konsequent mitgedacht und gestärkt wird.

Die Qualität der Kitas ist kein „Nice-to-have“, sondern hat maßgeblichen Einfluss auf Chancengleichheit, Integration und den weiteren Bildungsweg der Kinder. Nur wenn die Qualität kontinuierlich weiterentwickelt, die Finanzierung nachhaltig gesichert und alle Beteiligten gezielt unterstützt werden, können sowohl die Zufriedenheit der Kita-Fachkräfte als auch eine hochwertige Betreuung langfristig gewährleistet werden.

Wir freuen uns auf den weiteren Dialog und die gemeinsame Gestaltung einer starken frühen Bildung in Bayern.


Quelle: Verband Kita-Fachkräfte Bayern e.V.


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