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zwei U3 Kinder

Was Sie schon immer über Offene Arbeit wissen wollten ... Behinderte und nicht behinderte Kinder

Gerlinde Lill

14.07.2011 Kommentare (1)

Den folgenden Beitrag veröffentlichen wir mit freundlicher Genehmigung der Redaktion aus dem neuen Heft von Betrifft Kinder.

In Heft 8-9/10 startete eine Serie mit Fragen und Antworten zur Offenen Arbeit – eingesammelt in Kindertageseinrichtungen, bei diversen Veranstaltungen und beantwortet von Gerlinde Lill. Diesmal geht es um Integration.

Der letzte Beitrag befasste sich mit der Frage, ob Offene Arbeit für die jüngsten Kindern geeignet ist. Das Pendant dazu ist die Frage, die heute im Zentrum steht:

Kann Offene Arbeit mit Integrationskindern funktionieren?

Hintergrund dieser Frage ist die Sorge, dass Kinder mit schwierigen Ausgangsbedingungen, speziell behinderte Kinder, in offenen Arbeitsweisen nicht das finden, was sie vermeintlich besonders brauchen: ein hohes Maß an Orientierung, Ruhe und individueller Zuwendung.

Unterstellt wird dabei zum einen, dass Offene Arbeit das alles nicht bieten kann. Zum anderen werden erweiterte Handlungsspielräume und Entscheidungsfreiheit nur Kindern zugetraut, die ihre Interessen selbstbewusst verfolgen und aushandeln können, was von behinderten Kindern nicht angenommen wird.

Die Angst ist zweifach: Behinderte Kinder werden überfordert. Und: Behinderte Kinder werden nicht genug gefördert, weil sie im Gewusel untergehen.

Erinnern wir uns: Es geht bei Offener Arbeit gerade darum, Kinder, die nicht ins „normale“ Raster passen, in die Regelkita (und ebenso die Regelschule) aufzunehmen, statt sie in Sondereinrichtungen abzuschieben.

Offene Arbeit bedeutet: offen für alle Kinder. Niemand wird ausgegrenzt, alle gehören dazu. Das korrekte, wenn auch etwas sperrige Wort dafür ist Nichtaussonderung. Dieser Anspruch ist ein Basisbaustein der Offenen Arbeit.

Daraus folgen weitere tragende Säulen des Konzeptes: Individualisierung, Differenzierung und Flexibilisierung. Denn je unterschiedlicher die Kinder sind, umso offensichtlicher wird: Alle über einen Kamm scheren ist unsinnig.

Offene Arbeit orientiert sich an den Kindern, die da sind, an dem, was sie zeigen und einfordern. Ihren vielfältigen Bedürfnissen gerecht zu werden verlangt nicht nur, diese Bedürfnisse wahrzunehmen, sondern die Bedingungen dafür zu schaffen, dass sie in ihrer ganzen Bandbreite und Unterschiedlichkeit tatsächlich zum Zuge kommen. Das funktioniert nur mit flexibler Planung und Organisation, was nicht ohne ein hohes Maß an gemeinsamer Verantwortung, Reflexion und Kooperation zu leisten ist.

Manche Kinder – ob behindert oder nicht – suchen die Nähe und Zuwendung Erwachsener oft. Andere weniger. Und wieder andere sind besonders im Auge zu behalten, aus welchen Gründen auch immer. Ausnahmslos alle Kinder wollen in dem unterstützt werden, was sie tun und probieren, wollen ermutigt werden, wenn sie sich trauen, ihre Grenzen zu überwinden, wollen gesehen werden, wenn etwas gelingt. All das zu erfüllen ist Anspruch und Qualitätsmerkmal der Offenen Arbeit.

Insofern hat Offene Arbeit viele Facetten: Das Haus für alle Kinder im Umkreis öffnen, Berührungsängste und Bilder vom „Normkind“ überwinden, Vereinzelung aufheben und sich für Kooperation öffnen, vor allem aber: sich auf Offene Prozesse einlassen – nicht nur im Vertrauen auf die Entwicklung der Kinder, sondern genauso im Vertrauen auf die eigene Entwicklung, auf persönliche, konzeptionelle und Teamprozesse.

Nicht offen ist der innere Kompass der Offenen Arbeit: die konsequente Ausrichtung an den Interessen der Kinder – und zwar aller Kinder in ihren jeweiligen Besonderheiten. Deshalb möchte ich die Ausgangsfrage gern umdrehen: Wie kann man in „der Integration“ anders als offen arbeiten?

Integration als Sonderförderung

Die Realität in der Bundesrepublik zeigt, dass diese Sicht auf die Dinge wenig verbreitet ist.

Politische und bürokratische Vorgaben verengen den Blick eher, als ihn zu öffnen.

Kinder, die in irgendeiner Weise „aus dem Rahmen fallen“, erhalten den Integrationsstatus. Sofern die Eltern sich überwinden können, einen entsprechenden Antrag zu stellen – was ihnen verständlicherweise schwer fällt, wenn ihr Kind keine offensichtliche körperliche oder geistige Behinderung hat, sondern den eher diffusen Kategorien von „Lernbehinderung“ oder „Verhaltensauffälligkeit“ zugeordnet wird. Denn wer einmal den I-Stempel hat, wird ihn schwer wieder los. Doch weil daran Fördergelder und zusätzliches Personal gekoppelt sind, wird Eltern (gerade auch in Kitas) zugeraten.

Wer Integration auf seine Fahnen schreibt, winkt mit spezieller Förderung. Rund um das Markenzeichen Integration hat sich eine Palette von Maßnahmen etabliert: Speziell fortgebildete Integrationserzieherinnen und Therapeuten arbeiten in Integrationsräumen zu festen Integrationszeiten mit Integrationsmaterialien an Integrationskindern. Übersehen wird, dass Integration vor allem eine Anpassungsleistung derjenigen ist, die „normalerweise“ ausgesondert werden. Sie wollen und sollen die Chance erhalten, sich in das Leben in der Kita einzugliedern und wie alle anderen dazuzugehören, mit den gleichen Rechten und Möglichkeiten.

Gerade in der Arbeit mit behinderten Kindern zeigt sich das, was insgesamt in pädagogischen Zusammenhängen mittlerweile dominiert: Das Augenmerk wird fast nur auf Förderung gerichtet.

Förderung geistert als unbestimmter Begriff herum, der zwar grundsätzlich „gut“ besetzt ist, aber letztlich als kompensatorische Maßnahme verstanden wird. Als Förderung gilt alles, was dazu beiträgt, die Leistungsfähigkeit im Sinne offizieller Anforderungen zu erhöhen. Ausschlaggebend (und Maßstab der Einschätzung von Entwicklung) ist nicht das Wohlbefinden des Kindes, sondern seine Kompetenz. Genauer gesagt: die von Erwachsenen am Ideal gemessene Kompetenz. Und als Ideal gilt entweder, was durchschnittlich alle Kinder können, oder was ein Kind vermutlich als Höchstleistung bringen kann – bei gezielter Förderung.

Es liegt in der Natur der Sache, dass Kinder mit erschwerten Ausgangsbedingungen es schwerer haben, den Anforderungen zu entsprechen. Folglich ist einer der Ansprüche von Integrationseinrichtungen, einen Ausgleich für die diagnostizierten Defizite zu schaffen und damit zur Chancenangleichung beizutragen.

So löblich die Absicht ist, für den Ausgleich ungleicher Chancen zu sorgen – übersehen wird die Botschaft: Das Maß aller Dinge ist nicht, was für das einzelne Kind (den einzelnen Menschen) bedeutsam ist, nicht sein individueller Entwicklungsweg, nicht das, was auf diesem Weg gerade „dran“ ist, sondern „Normalität“, Zukunftstauglichkeit und problemloses bis optimales Funktionieren.

Behinderte Kinder sind so unterschiedlich wie alle Kinder

Das ist doch klar, oder? Dennoch werden diese Kinder in aller Regel auf ein Merkmal reduziert: ihren Behindertenstatus. Doch gerade das, was sie in der Schublade „I-Kinder“ landen lässt, umfasst ein breites Spektrum: Ein hörgeschädigtes Kind nimmt die Welt anders wahr als ein sehbehindertes. Ein Kind, das nicht laufen kann, erobert seine Umwelt in anderer Weise als eines mit spastischen Lähmungen. Ein Kind mit Down Syndrom hat andere Möglichkeiten als ein schwer mehrfach behindertes. Nehmen wir alle Kinder hinzu, deren persönliche oder soziale Probleme sichtbar werden, dann wird noch offensichtlicher, dass die beliebte Formel „Integrationskinder brauchen…“ nicht greift.

Statt Kinder in die Schubladen „behindert“ und „nicht behindert“ zu sortieren, wäre es besser, sie als das zu sehen, was sie sind: Persönlichkeiten mit individuellen Voraussetzungen und Facetten, von denen eine sein mag, dass sie sich anders fortbewegen als andere Menschen.

Alle Kinder verbindet der Wunsch nach Zugehörigkeit, danach, beachtet, ernst genommen und angenommen zu werden, so wie sie sind, nach Anerkennung und Unterstützung bei den eigenen Vorhaben. Je selbstverständlicher ein Kind die Vielfalt von Eigenheiten und Entwicklungswegen erlebt, desto leichter fällt es ihm, den eigenen Platz in der Gemeinschaft zu finden und sich nicht nur als behindert zu erleben, sondern als besonders. Das gelingt am ehesten, wenn seine Besonderheiten tatsächlich wahrgenommen und gespiegelt werden, wenn die Bedürfnisse und Eigeninteressen eine gewichtigere Rolle spielen als die Beschreibung von Defiziten entlang vorgegebener Förderkriterien.

Offene Arbeit – wie wir sie verstehen – versucht, Beachtung zu realisieren.

Das ist nicht immer leicht. Denn offene Prozesse bringen zuweilen Turbulenzen hervor, die Gelassenheit und Souveränität der Erzieherinnen auf eine harte Probe stellen. Daher wohl auch der verbreitete Wunsch nach klaren organisatorischen Strukturen und durchgeplanten Tagesabläufen. Wenn ein Plan existiert, wann welche Kinder wo von welchen Erwachsenen „bearbeitet“ werden, gibt es weniger Überraschungen. Aber leider auch weniger Entfaltungs- und damit Entwicklungsmöglichkeiten für die Kinder – behinderte und nicht behinderte. Und weniger Gelegenheiten, sie als besonders zu erleben.

Integration als besondere Herausforderung und Verantwortung

Dennoch: Die Befürchtung, dass manche Kinder überfordert werden, ist berechtigt. So etwas gibt es natürlich, und keineswegs nur bei Kindern mit I-Status: Mädchen oder Jungen, denen das Getümmel zu viel ist, die auf mehr als drei Kinder mit Rückzug oder Ausrasten reagieren.

Was bedeutet Integration dann? Kann ihren Bedürfnissen in einer Kita überhaupt entsprochen werden? Oder ist es besser, sie in die Tagespflege zu geben, wo es familiärer zugeht?

Das muss immer im Einzelfall entschieden werden.

Manchmal gelingt es nur unter Schwierigkeiten, den Anspruch zu erfüllen, allen Kindern die Zuwendung und Unterstützung zu geben, die sie einfordern. Die Ressourcen sind knapp, und es fällt nicht immer leicht, den Alltag so zu organisieren, dass sie dort eingesetzt werden, wo sie wirklich gebraucht werden.

Das mag die größte Herausforderung sein: Ein „offenes“ Integrationskonzept zu entwickeln und zu vertreten erfordert Kompetenz, eine klare Position und die Reflexion der alltäglichen Realität. Denn all das, was propagiert wird, muss auch geschehen. Sonst sind die betreffenden Kinder zwar dabei, aber sie werden nicht wirklich integriert. Zu klären ist grundsätzlich,

  • an welchen Leitgedanken sich die Arbeit orientiert, an welchen gesellschaftspolitischen Überlegungen und welchem Menschenbild;
  • welche pädagogischen Vorstellungen im Team existieren (Stichworte: neues Bildungsverständnis und Rolle der Pädagogen) und was mit Förderung gemeint ist;
  • was die wichtigsten Anliegen sind und an welchen Kriterien sich die Arbeit daher ausrichten soll.

Diese Überlegungen sind notwendig, um sich auf eine gemeinsame Linie zu verständigen.

Ob die Ansprüche erfüllt werden, das wird sich immer wieder neu unter den realen Bedingungen, mit den Kindern, die da sind, erweisen müssen. Differenziert zu arbeiten bedeutet auch: Die Alltagsorganisation wechselt und verändert sich, je nachdem, worauf es gerade für welche Kinder besonders ankommt. Im Eifer des Gefechts gerät oft aus dem Blickfeld, dass es für alle (Kinder und Erwachsene) möglichst entspannt zugehen soll.

Bewegung für alle statt psychomotorische Sonderförderung

Neulich sah ich einen Bericht über die Finanzierung von Fördermaßnahmen für behinderte Kinder und die Schwierigkeiten für Eltern, an diese Gelder heranzukommen. Das ist ohne Zweifel ein Trauerspiel. Doch bei einem der berichteten Beispiele drängte sich mir die Frage auf, warum dort Geld für Einzelförderung ausgegeben wurde, statt es in Projekte zu stecken, die allen Kindern (zum Beispiel in Kitas oder Schulen) Gelegenheiten bieten, ihrer Bewegungslust zu folgen. Es ging um ein Kind mit Downsyndrom, um die Förderung von Sinneswahrnehmung und Gleichgewicht, um Mut und Selbstvertrauen. Auf dieses Kind richtete sich die Aufmerksamkeit. Es erhielt Raum und Gelegenheit, einen Kriechtunnel zu erkunden, zu balancieren und diverse andere Bewegungsabenteuer zu erleben – lauter wunderbare Sachen, die allen Kinder Vergnügen bereiten. Und sicherlich am meisten, wenn sie es gemeinsam tun.

Warum muss das extra stattfinden und extra finanziert werden? Warum ist das nicht selbstverständlich – für alle Kinder und jederzeit? Wenn alle Kinder ihrer Bewegungslust folgen, klettern und springen, rennen, balancieren und durch Tunnel kriechen, weil die erforderlichen Gerätschaften und Rennstrecken locken, dann erübrigen sich die meisten psychomotorischen Sonderfördermaßnahmen.

Ähnliches gilt für die Sprache: Sind die Erwachsenen darauf bedacht, mit den Kindern über das zu sprechen, was sie bewegt, beachten sie dabei die Verständigungsformen der jeweiligen Kinder, findet die beste Sprachförderung statt, die sich denken lässt: Im Alltag, im Zusammenleben, als Element von Beziehungen.

Vieles von dem, das in Sonderprogrammen gefördert wird, könnte sich im alltäglichen Leben einer Kindertagesstätte entfalten – wenn Erwachsene Kindern dafür ausreichend Chancen bieten würden: frei zugängliche Erlebnismöglichkeiten für Körper und Sinne, Raum und Zeit für Fantasie, Unterstützung bei der Umsetzung eigener Ideen und Forschungen.

Wenn es selbstverständlich wäre, dass Kinder – ob behindert oder nicht – in ihrem Spiel nicht gestört werden, könnten sie ihre Konzentration so üben, wie sie es von sich aus tun, wenn etwas für sie interessant ist.

Integration von Therapien

Es ist eine große Erleichterung für Eltern und Kinder, wenn sie für spezielle Therapien nicht zusätzlich Zeit einplanen und anderswo hinfahren müssen, sondern all das in die Arbeit der Kita integriert ist. Wohlgemerkt: Integriert und nicht in Extraräume ausgelagert.

Therapien können so konzipiert werden, dass sie Freunde und die Lieblingserzieherin einbeziehen. Davon profitieren alle Seiten: Niemand wird ausgesondert, es gibt ein gemeinsames Erlebnis und Vergnügen, die Therapeutin erlebt das Kind im Kreise anderer Kinder, kann sich mit der Erzieherin austauschen, und beide erfahren etwas Neues voneinander. Das therapierte Kind verliert das Stigma. Dennoch erhält es die Aufmerksamkeit der Therapeutin. Falls es diese Aufmerksamkeit tatsächlich einmal ganz allein genießen will – bitteschön. Auch das ist bei offener Planung möglich.

Natürlich ist niemand frei von dem, was als selbstverständlich gilt, gelebt, gefordert und finanziell gefördert wird. Kinder mit Integrationsstatus haben ein verbrieftes Recht auf Einzelförderstunden. Dafür gibt es extra Geld, und die Eltern achten darauf, dass ihr Kind auch wirklich davon profitiert. Merken sie, dass ihr Kind in seinen Therapiestunden nicht allein ist, kann das zu Konflikten führen. Das verweist darauf, wie wichtig es ist, als Team Position zu beziehen und sich seiner Begründungen zu vergewissern.

Zu fragen (und zu beantworten) ist – in Anknüpfung an die oben genannten Punkte:

  • Wie verstehen wir Integration? Was heißt das für uns?
  • Wie (er-)füllen wir den Anspruch an besondere Förderung behinderter Kinder?
  • Wie können wir es schaffen, den Hoffnungen von Eltern zu entsprechen, amtliche Vorgaben und Bestimmungen zu erfüllen, dabei den eigenen Ansprüchen nach ausreichender Ruhe und Zuwendung und vor allem den Ansprüchen der Kinder nach Aufmerksamkeit und Unterstützung gerecht zu werden?

Nach überzeugenden Antworten zu suchen ist eine anspruchsvolle Aufgabe. Rezepte gibt es nicht, aber die Chance, über den Tellerrand der eigenen Einrichtung zu schauen und voneinander zu lernen. Hilfreich ist es, wenn verschiedene Professionen und Erfahrungen zusammenkommen und gemeinsam genutzt werden. Je breiter das Spektrum an Voraussetzungen bei den Kindern, umso breiter sollte auch das Spektrum an Voraussetzungen bei den Erwachsenen sein, die mit den Kindern arbeiten.

Inklusion statt Integration?

Neuerdings ist häufig von Inklusion die Rede. Wird da wieder ein Wort durch ein anderes ersetzt, ohne dass sich in der Realität etwas ändert?

Inklusion würde bedeuten, unser gesamtes Bildungssystem gründlich zu verändern: weg von der institutionellen Trennung, hin zur Kita und Schule für alle, zur inneren Differenzierung und gezielten Unterstützung durch ein Team aus unterschiedlichen Professionen.

Noch ist die Segregation – Kinder werden getrennt und nach Leistungsfähigkeit in verschiedene Schultypen sortiert – das Hauptmerkmal in Deutschland. Dies zugunsten eines Bildungssystems aufzuheben, das allen Kindern Zugang zu dieser Gesellschaft und zu einem selbstbestimmten Leben eröffnet, ist nicht nur unter humanistischen Gesichtspunkten geboten, sondern auch unter gesamtwirtschaftlichen. Nicht umsonst ist in den letzten Jahren ständig die Rede davon, alle Ressourcen zu nutzen. Als Wirtschaftmacht können wir es uns angesichts des künftig zu erwartenden Arbeitskräftemangels nicht leisten, irgendjemanden zurückzulassen. Dennoch sind wir von einem gesellschaftlichen Umdenken und einer veränderten Bildungspolitik nach wie vor weit entfernt.

Insofern bleibt nur, in einzelnen Kitas und Schulen ein Konzept zu entwerfen und mit Leben zu füllen, das allen Kindern möglichst weitgehend gerecht werden kann, mit welchen Bedürfnissen sie auch kommen mögen. Ein offenes Konzept, das niemanden ausgrenzt und das Menschen umsetzen, die genau hinschauen und differenzieren.

Amen.

Ihre Meinung ist gefragt!

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Kommentare (1)

Monique 21 Januar 2014, 15:44

Hallo,
Ein wundervoller Beitrag über offene Arbeit und der Integration! Ich selber bin Erzieherin und Heilpädagogin und arbeite oder versuche es zumindest genau nach dieser Vorstellung zu arbeiten! Großartige Aussagen, die jeder „verinnerlichen/leben“ sollte!
Erschreckend ist es doch, wieviele Kitas nach dem offenen Konzept arbeiten, aber absolut unwissend und orientierungslos sind! Und diese Unwissenheit spiegelt sich bei den Kindern!
Dieser Beitrag ermutigt mich und versichert mir, dass ich verstärkt weiter kämpfe und mir nochmal einige Aussagen aus diesem Artikel mit in meine Arbeit nehme und diese weiter vermittle!
Danke! Eure Monique Rolfes

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