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Berlin: Mehr Kinder brauchen auch mehr Kita! Doppelhaushalt ist ein Schritt, aber ein zu kleiner

18.07.2015 Kommentare (0)

Berlin ist Schlusslicht bei der U3-Betreuung. Das heißt: In keinem Bundesland muss eine Fachkraft so viel Kinder begleiten, fördern und beobachten wie in Berlin. Auf dem Papier sind es 6,6 Kinder. Aber in der Realität blicken jeden Morgen 8, 9, 10 Kleinkinder in die Augen einer einzigen Fachkraft.

"Wenn der eingebrachte Doppelhaushalt eine Verbesserung der Fachkraft-Kind-Relation im U3-Bereich zumindest bei Kindern nicht deutscher Herkunftssprache vorsieht, dann ist das nur ein sehr kleiner Schritt in die richtige Richtung.", so Norman Heise vom Landeselternausschuss Berliner Kindertagesstätten (LEAK).

Das Fachkraft-Kind-Verhältnis ist für das Aufwachsen von Kindern sehr wichtig. Die Wissenschaft empfiehlt ein Verhältnis von 1:3 für Unter-Dreijährige. Das ist eine Ableitung, die die optimale Förderung und das Kindeswohl im Blick hat und nicht das Steueraufkommen. Wenn Kitas Bildungseinrichtungen sein wollen und Bildungspläne umsetzen sollen, dann müssen die Fachkräfte auch endlich dazu kommen dürfen. Dazu muss die Gruppengröße verkleinert werden, damit eine Fachkraft die an sie gestellten Anforderungen auch erfüllen kann. Andernfalls bleibt Berlin ein Papiertiger bei der Qualität der frühkindlichen Bildung. Fehlende Ressourcen können aber nicht länger durch mehr Engagement der Fachkräfte ersetzt werden.

Dass der Doppelhaushalt ein Anwachsen der bereit gestellten Plätze vorsieht, begrüßt der LEAK. Aber auch hier, bleibt der Haushalt hinter unseren Erwartungen zurück. Berlin ist attraktiver, als die Zahlen des Kita-Bedarfsatlas zugeben wollen. Mit 10.000 neuen Plätzen, werden wir den Bedarf nicht abdecken können.

Schon heute finden nicht alle Familien einen Kitaplatz, die einen benötigen. So werden in vielen Bezirken zwar Nicht-Kita-Kinder auf ihre Deutsch-Kenntnisse geprüft und vielen davon auch ein Nachholbedarf attestiert. Aber den dafür notwendigen Kitaplatz kann dann doch nicht allen angeboten werden. Auch viele Familien in sozialen Brennpunkten warten ein, zwei Jahre lang auf den erreichbaren Kita-Platz. "Natürlich drückt sich dies nicht in Klagen aus. Aber fehlende Plätze sind auch dies – heute schon." so Norman Heise.

Quelle: bildungsklick

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