mehrere Kinder

Berliner Schuleingangsstufe vor dem Scheitern?

20.03.2010 Kommentare (0)

"Jahrgangsübergreifendes Lernen" (JÜL) war das Zauberwort, mit dem in Berlin die Schulanfangsphase (SAPH) 2004 so konzipiert wurde, dass die Kinder drei Jahre lang in ihr verbleiben konnten. Die Vorschule wurde abgeschafft, das Schuleintrittsalter auf fünfeinhalb Jahre gesenkt und die Zurückstellung als nicht schulreif diagnostizierter Kinder von der Einschulung abgeschafft. Ein Sitzenbleiben sollte es nicht mehr geben. Nun sind aber die Ergebnisse der Schuleingangsstufe erschreckend: Weit mehr Kinder als bisher sitzengeblieben sind, verbleiben länger als drei Jahre in dieser Schuleingangsstufe, bleiben also faktisch sitzen. Mit dieser traurigen Bilanz wurden KritikerInnen bestätigt, die von Anfang an darauf hingewiesen haben, dass diese Regelungen ohne zusätzliche Einstellung von Lehrkräften bzw. pädagogischen MitarbeiterInnen nicht funktionieren können. Von daher fordert auch jetzt die Vorsitzende des Berliner Grundschulverbandes, Inge Hirschmann, mehr personelle Reesourcen für das neue Modell. Quelle: taz vom 20./21. März 2010, S. 37.

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