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Beschäftigungsverhältnisse in der Kita stabiler als in anderen sozialen Berufen

Personal arbeitet im Schnitt seit 11,2 Jahren in der gleichen Einrichtung

11,2 Jahre waren Erwerbstätige in der Frühen Bildung im Jahr 2014 durch- schnittlich bereits im gleichen Betrieb tätig. Diese Dauer entspricht weitge- hend dem Gesamtdurchschnitt auf dem Arbeitsmarkt – trotz des enormen Personalausbaus der letzten Jahre. Das zeigen aktuelle Auswertungen des Fachkräftebarometers Frühe Bildung der Weiterbildungsinitiative Frühpä- dagogische Fachkräfte (WiFF).

Wachsender Arbeitsmarkt – mit stabilen Beschäftigungsverhältnissen

Im Vergleich zu anderen expandierenden Frauenarbeitsmärkten sind die Beschäftigungsverhältnisse in der Frühen Bildung damit stabil: In den übri- gen sozialen Berufen, etwa in den Bereichen der Sozialarbeit oder der Hei- lerziehungspflege, verbleiben die Beschäftigten im Durchschnitt nur 8,5 Jahre in der gleichen Einrichtung. In der Altenpflege sind es 7,2 Jahre.

Großer Stamm langjähriger Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Etwa ein Fünftel der Beschäftigten in der Frühen Bildung arbeiten weniger als zwei Jahre im gleichen Betrieb (21%). Noch höher ist der Anteil in der Altenpflege und in den übrigen sozialen Berufen: Etwa ein Viertel des Per- sonals hat dort eine genauso kurze Betriebszugehörigkeit – ein typisches Merkmal für wachsende Arbeitsmärkte. Im Gegensatz zu diesen Bereichen wird die hohe Zahl von Neueinstellungen in der Frühen Bildung durch einen Stamm langjähriger Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ausgeglichen: Ein knappes Viertel arbeitet 20 Jahre und länger in derselben Kita. Übertroffen wird dieser Anteil von den Lehrkräften in der Primarstufe, die zu fast einem Drittel bereits mehr als 20 Jahre im Schuldienst tätig sind. Im Durchschnitt sind sie bereits 14,4 Jahre dort beschäftigt.

Nur 1,5% auf der Suche nach einem anderen Job

Beschäftigte in der Frühen Bildung zeigen nur einen geringen Verände- rungswillen: Lediglich 1,5% von ihnen waren im Jahr 2014 in den letzten vier Wochen vor der Erhebung zum Mikrozensus, der die Grundlage der vorliegenden Auswertung bildet, auf der Suche nach einer anderen oder zusätzlichen Beschäftigung. Demgegenüber war dies bei 2,8% der Be- schäftigten auf dem Gesamtarbeitsmarkt der Fall. Gründe für den geringen Veränderungswillen der Kita-Fachkräfte können hohe Arbeitsplatzsicherheit und Arbeitszufriedenheit, aber auch fehlende Alternativen sein.

Fachkräftebarometer Frühe Bildung

Das Fachkräftebarometer Frühe Bildung liefert auf Basis der amtlichen Statistik ausführliche Informationen über Personal, Arbeitsmarkt, Erwerbs- situation sowie Qualifizierung in der Frühpädagogik. Die Publikation wurde im November 2014 erstmals veröffentlicht. Die zweite Ausgabe erscheint im Frühsommer 2017. Fachkraeftebarometer.de präsentiert einen Überblick über Bundestrends und Entwicklungen in den Ländern. Darüber hinaus wird jeden Monat eine aktuelle Zahl vorgestellt, die die Analysen des Fachkräftebarometers Frühe Bildung fortschreibt.

 

Über WiFF

Die Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte (WiFF) ist ein Projekt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), der Robert Bosch Stiftung und des Deutschen Jugendinstituts e.V. und wird aus Mitteln des BMBF gefördert.

Kontakt
Dr. Carola Gruber 089/62306-350 | cgruber@dji.de
Annemarie Schuldt 089/62306-249 | schuldt@dji.de
Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte
Deutsches Jugendinstitut e.V. | Nockherstraße 2 | 81541 München 

Quelle: Pressemitteilung WiFF

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