mehrere Kinder

Betreuungsschlüssel für Kleinstkinder verbessert

23.03.2012 Kommentare (3)

Das zahlenmäßige Verhältnis zwischen pädagogisch tätigen Personen und betreuten Kindern in Kindertageseinrichtungen hat sich in Gruppen mit Kindern im Alter bis 2 Jahre weiter verbessert.

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, war zum Stichtag 1. März 2011 bundesweit in diesen Gruppen eine Betreuerin oder ein Betreuer für 4,7 Kinder verantwortlich. Ein Jahr zuvor lag das Betreuungsverhältnis bei 1 zu 5,0, im März 2007 hatte der Personalschlüssel noch 1 zu 5,7 betragen.

Im bundesweiten Vergleich – ohne Berlin – gab es im März 2011 das günstigste Betreuer-Kind-Verhältnis im Saarland (1 zu 3,2), in Bremen (1 zu 3,3) und in Rheinland-Pfalz (1 zu 3,4). Deutlich höher waren die entsprechenden Personalschlüssel in den ostdeutschen Bundesländern Sachsen (1 zu 6,0), Sachsen-Anhalt (1 zu 6,1) und Brandenburg (1 zu 6,2).

 Die mit Abstand günstigste Entwicklung beim Personalschlüssel zwischen 2007 und 2011 gab es in Thüringen. Die Betreuer-Kind-Relation verringerte sich hier in der Gruppe der unter 3-jährigen Kinder von 1 zu 6,2 auf 1 zu 4,9. In Westdeutschland war die größte Veränderung in Baden-Württemberg festzustellen, wo sich der Personalschlüssel im gleichen Zeitraum von 1 zu 4,2 auf 1 zu 3,5 verbesserte.

Auch in Gruppen, in denen neben Kleinkindern im Alter von bis zu bis 2 Jahren ältere Kinder bis 7 Jahre (ohne Schulkinder) betreut werden, hat sich das zahlenmäßige Betreuer-Kind-Verhältnis verbessert. Während es bundesweit im März 2007 noch bei 1 zu 6,1 lag, betrug es vier Jahre später 1 zu 5,1.

Bei Gruppen mit Kindern im Alter von 2 bis 7 Jahren (ohne Schulkinder) lag das Betreuungsverhältnis zum Stichtag 1. März 2011 bundesweit höher, und zwar bei 1 zu 8,4. Im März 2007 versorgte eine pädagogisch tätige Person noch 9,1 Kinder.

Methodischer Hinweis: Das Betreuer-Kind-Verhältnis, der sogenannte Personalschlüssel, ist eine standardisierte Größe, die das rechnerische Verhältnis von einer ganztags pädagogisch tätigen Person in einer Kindertageseinrichtung zu einem dort ganztags betreuten Kind zum Stichtag 1. März darstellt. Er ist ein wichtiges Kriterium zur Beurteilung der Qualität von Betreuungsangeboten in Kindertageseinrichtungen. Mit dem Personalschlüssel können Grundsatzaussagen über regionale Unterschiede und im Zeitverlauf gemacht werden. In der täglichen Betreuungssituation vor Ort können sich andere Bedingungen ergeben. Dies gilt insbesondere bei Ausfallzeiten des Personals oder in den sogenannten Randzeiten der Betreuung. Berechnet wurde der Personalschlüssel auf Basis der Daten zur Statistik über Kinder und pädagogisch tätige Personen in Kindertageseinrichtungen.

Quelle: https://www.destatis.de

 

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Kommentare (3)

Hilde von Balluseck 13 August 2014, 10:46

Hallo,

die hier dargestellten Zahlen beziehen sich auf das Jahr 2000 und wurden vor zweieinhalb Jahren veröffentlicht. Ich vermute, dass sich seitdem doch einiges getan hat - wenn auch sicher nicht überall.

Freundliche Grüße
Hilde von Balluseck

danidu 12 August 2014, 16:24

Bin eine Erzieherin in Sachsen. Bei uns werden ab September 2004 08 Kindergartenkinder von einer Erzieherin betreut. Mein Kind wird mit 2,5 Jahren schon ab September in eine Kindergartengruppe abgeschoben, weil neue Krippenkinder nachrücken sollen. Er wird dann in einer Gruppe von 08 unter drei bis dreijährigen von zwei Erzieherinnen betreut. Wenn er nach Hause kommt ist er jetzt mit 06 Kindern in einer Gruppe schon durch und ständig krank. Was soll nur dann werden. Armes Deutschland. Die Angaben oben im Text sowie auch in anderen Veröffentlichungen sind schlicht falsch. LG

Finjam 17 Oktober 2013, 20:20

In Sachsen ist der Betreuungsschlüssel für Kleinstkinder momentan 0 zu 8,0. Das ist doch eine tolle Verbesserung nachdem unsere Politik allen Kindern einen Kitaplatz zusichert. Leider geht das zu Lasten der Kinder ( im Qualitätsbereich) und auf die Knochen der Erzieher. Ich spreche hier als Erzieher einer Krippengruppe mit 06 Kleinkindern im Alter von 0- 0,5 Jahren und zwei Erziehern. Die Arbeitsbedingungen der Erzieher verschlechtern sich weiter und beim Gehalt fühlt man sich im Osten als Mensch zweiter Klasse.
Ein Erzieher aus Leipzig seit 00 Jahren im Beruf.

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