mehrere Kinder

Bildungstag auf der Didacta

Gerhard Stranz

18.02.2012 Kommentare (0)

Mit Paukenschlägen begann der Bildungstag 2012, der gemeinsam durch den didacta-Verband und das Niedersächsische Kultusministerium im Rahmen der Bildungsmesse am heutigen Samstag eröffnet wurde. 600 Teilnehmende konnten die zentralen Anforderungen, die der Präsident des Didacta-Verbandes, Prof. Dr. mult. Fthenakis, formulierte und auf die der Niedersächsische Kultusminister, Dr. Althusmann, ergänzend einging, als Grundlage für die weiteren fachlichen Erörterungen mnitnehmen.

Zur Erfüllung des Rechtsanspruchs ab 1.8.2013 sind nicht ein Ausbau der Angebote notwendig, was alleine schon schwierig genug sei, sondern es müsste auch die "höchste Betreuungsqualität" sichergestellt, werden, forderte Prof. Fthenakis. Seine Aufforderung, bei allen Überlegungen das Kind in den Mittelpunkt zu stellen, griff Dr. Althusmann auf, in dem er erklärte, dass jedes Kind von Anfang an unabhängig von seiner Herkunft und anderen Beeinträchtigungen die bestmöglichen Rahmenbedingungen erhalten muss.

Konkret wies er auf die finanziellen Anstrengungen des Landes Niedersachsen hin, dass zur Erfüllung des Rechtsanspruchs weitere 40 Mio. Euro neben den bereits bereitsgestellten 500 Mio. zur Verfügung stellen will. So wolle das Land Niedersachsen, dem nach statistischen Angaben bescheinigt wird, an vor- oder drittletzter Stelle beim U3-Ausbau zu stehen, mehr tun. Er gehe davon aus, dass Niedersachsen zum 1.8.2013 den Rechtsanspruch erfüllt.

Er halte es für notwendig, dass "auch" der Elementarbereich mehr in den Blickpunkt der Bildungspolitik genommen wird und die derzeit bei 106 Mrd. Euro liegenden Gesamtaufwendungen für den Bildungsbereich steigen müssen.

Mit diesen Erklärungen ist die Aufgabenstellung deutlich, die die Politik zu leisten hat. Erkennbar ist, dass die vorgesehenen Investitionsmittel bei weitem nicht ausreichen werden und auch die Schwerpunktsetzung für den Elementarbereich nicht gesichert ist, zumal, so wie dies der Kultusminister anschließend erläuterte, selbst die Bildungsministerin Prioritäten im Hochschulbereich mit der Exelentinitiative setzt und diese nicht in Frage stellen will. Mit dem Hinweis auf die derzeitige Ausgabenhöhe von 106 Mrd. Euro wird deutlich, dass eine Steigerung auf 154 Mrd. Euro erfolgen müsste, wenn in der Bundesrepublik das Ziel verfolgt wird, tatsächlich 7 % des Bruttoinlandsproduktes (derzeit 4,8%) für Bildung bereit zustellen.

In der Tagung mit den 600 Teilnehmenden stehen Fragen zur Begleitung und Förderung von Kindern unter 3 Jahren im Mittelpunkt. Dabei war die Tochter des Kultusministerpräsidenten, die auch seine Verspätung "erzwungen" hatte, die jüngste Teilnehmerin, die ihn heute mit erstmals ausgesprochenen Wort "Papa" erfreut hatte.

Quelle: Bildungsklick.de

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