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Kind beim Lesen von Bilderbüchern

Blick in die Fachzeitschriften September 2014

Christiane Hartmann

29.09.2014 Kommentare (0)

Der Blick in die Fachzeitschriften gibt ein- bis zweimonatlich einen Überblick über aktuelle Themen und neue Ansätze in der Frühpädagogik. Er umfasst insgesamt 10 Zeitschriften mit monatlicher bis vierteljährlicher Erscheinungsweise, die für die Frühpädagogik relevant sind. Aus allen besprochenen Zeitschriften werden Artikel für www.ErzieherIn.de ausgewählt und hier veröffentlicht.

Die Redaktion dankt allen Verlagen und Redaktionen, die sich zu dieser einmaligen Form der Kooperation und der Information für die monatlich bis zu 60.000 NutzerInnen von ErzieherIn.de bereit erklärt haben und wünscht eine anregende Lektüre. Im folgenden Überblick wird berichtet über die neuen Ausgaben der Zeitschriften: Betrifft Kinder, Early Years, frühe Kindheit, kinderleicht!?, klein & groß, TPS und Welt des Kindes.

Betrifft KINDER

Frauke Hildebrandt deckt auf, wie im Zeichen von Inklusion Ausgrenzung praktiziert wird. Netz-Tipps für Inklusion sind:

Gerlinde Lill schreibt über Rituale, die Sinn machen. Sie rät aber auch, den Alltag bezüglich überflüssiger Rituale kritisch zu durchkämmen.

Über die Mittagsruhe sprach Barbara Leitner mit Christina Jasmund. Eine Dresdener Kita hat die Mittagspause neu gestaltet. Netz-Tipps sind:

Die Glosse enthält lustige Spruchweisheiten wie auch die Affirmation „Alle Kinder liegen still, weil ich jetzt pausieren will.“

Besondere Begabungen äußern sich manchmal schon im Vorschulalter. Astrid Gipp referiert, was die Wissenschaft dazu sagt. Die Praxis sieht unterschiedlich aus. In nordrhein-westfälischen Kitas erhalten hochbegabte Kinder einen Integrationsstatus (mit dem damit verbundenen günstigeren Personalschlüssel), in Mecklenburg-Vorpommern nicht.

Netz-Tipps:

Es geht um Johannisbeeren (Dagmar Arzenbacher) und in der Serie Kräutersteckbrief wird die Pfefferminze von Herbert Österreicher gewürdigt. Jürgen Zimmer erzählt Geschichten aus aller Welt in der Serie „Der Situationsansatz wird erwachsen“. Das Leben der Familie Winter mit zwei eigenen und vier Pflegekindern wird von Erika Berthold geschildert. Netz-Tipps:

Ein Betrifft KINDER-Gespräch über den Film Das Mädchen Wadjda wird dokumentiert. Wadjda ist ein saudi-arabisches Mädchen, das sich ein grünes Fahrrad wünscht.

Neue Bilderbücher machen Lust auf Lesen und Vorlesen. Das Archiv der Zukunft lädt nach Bregenz ein, um sich auszutauschen: Was wäre, wenn es keine Schulen gäbe und wir die Bildung neu erfinden müssten? Was wollen wir der nächsten Generation bieten? Was würden wir von ihr verlangen?

Das schöne Beiheft zu Betrifft KINDER ist dem Vorlesen gewidmet. Die Bibliothekarin Bettina Twrsnick schreibt über Vorlesen in Familien – ein sozialpräventives Projekt mit literaturtherapeutischen Ansatz. Das Neue ist, dass die VorleserInnen in die Familien gehen. Die Stadt Wetzlar, in der das Projekt läuft, hat derzeit mehr als 129 VorleserInnen. Die gut vorbereiteten und begleiteten Ehrenamtlichen kommen nicht nur in die Familie, sondern auch ins Frauenhaus, ins Nachbarschaftszentrum und das Asylbewerberheim. Gabriele Wenke skizziert die Austauschsituation: „Das Gastgeschenk als Vorleserin und Vorleser ist ihre Zeit, und sie bringen die Bücher mit. Die Familien revanchieren sich mit Gastfreundschaft.“ Von Maren Bonacker und Gabriele Wenke werden in diesem Beiheft mehr als 100 Bücher vorgestellt, die sich zum Vorlesen gut eignen.

Early Years

In der neuen Ausgabe der Zeitschrift Early Years werden wieder Forschungsergebnisse aus verschiedenen Ländern präsentiert, diesmal aus Island, Schweden, Australien, USA und England. Hilde von Balluseck fasst die Ergebnisse zusammen. 

frühe Kindheit

frühe Kindheit setzt sich mit Wünschen und Träumen der Kinder auseinander, was an den Märchenbuchanfang „Als das Wünschen noch geholfen hat...“ erinnert. Anton A. Bucher gibt einen Kurzbericht über zwei umfangreiche Kindersurveys: Was Kinder glücklich macht. Danach sind die meisten Kinder glücklich bis sehr glücklich. Aktivität und Wohlbefinden in der Familie sind wichtig; Haustiere, die als „Kinderglück mit Fell und Pfoten“ bezeichnet werden können, sind ein Glücksfaktor. Unglücklich macht gar kein oder viel zu wenig Geld.

Die Ergebnisse der 3. World Vision Kinderstudie (6-11jährige Kinder) werden von Katharina Gerats vorgestellt. Darin wird die Zufriedenheit der Kinder mit ihrem Leben abgefragt. Die Studie macht in Deutschland die Tendenz zu einer 4/5-Gesellschaft unter den Kindern aus. 1/5 muss in relativer Armut leben.

Jörg Maywald führte ein Interview mit Klaus Hurrelmann, der die World Vision Kinderstudie konzipiert und koordiniert hat. Er zieht u.a. aus der Studie: „Kinder sind Gleichheitstheoretiker. Sie empfinden es als ungerecht, wenn Kinder beispielsweise wegen ihrer sozialen Herkunft, ihres Geschlechts oder ihres Aussehens einen nur eingeschränkten Zugang oder eine schlechtere Behandlung haben. Kinder sind auch Ausgleichstheoretiker und vertreten die Meinung, dass in einer gerechten Familie, Schule und Gesellschaft eine Gleichverteilung der Dinge, die wichtig sind, um das Leben zu gestalten, entscheidend ist. So gesehen beziehen Kinder durchaus eine gesellschaftspolitische Position.“

Nicht hinnehmbar ist für Hurrelmann, dass eine große Minderheit in Deutschland, nach allen Studien etwa 15 – 18 %, in relativer Armut lebt. Die Kinder „wünschen sich berufstätige Eltern, die mit beiden Beinen in der Gesellschaft stehen, aber auch genug Zeit und Aufmerksamkeit für sie haben.“

Mit den nächtlichen Träumen der Mädchen und den Träumen der Jungen beschäftigt sich der Analytische Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut Hans Hopf.

Über Flüchtlingskinder und ihre Wünsche schreibt Melanie Polaschek. Die Flüchtlingskinder, mit denen sie arbeitet, wollen hier ankommen und Teil der Gesellschaft sein. Sie wollen von den anderen Kindern akzeptiert werden und Freunde finden.

Birgit Kaufhold greift die Wünsche von Kindern nach Trennung der Eltern auf:

  • Seid bitte immer für mich da.
  • Ich brauch euch beide.
  • Streitet euch bitte nicht in meiner Gegenwart.
  • Schützt mich vor dem Scheidungskonflikt!
  • Ich möchte nicht zwischen Papa und Mama wählen müssen.
  • Behandelt mich wie euer Kind und nicht wie euren Partner.... u.a.m.

Margitta Hunsmann, Dietmar Jäkel und Kathrin Müthing präsentieren die Ergebnisse einer Interviewstudie, die sie mit Kita-Kindern vor dem Übergang zur Grundschule in Herne gemacht haben. Sie schreiben: „Um Freundschaften und soziale Beziehungen im Übergang von der Kita zur Grundschule zu festigen, finden in den Kitas und Grundschulen in Herne viele Spielaktivitäten statt. Besonders gute Erfahrungen wurden mit kulturellen Projekten in den ersten Schulwochen gemacht. Diese halfen, den Klassenverband zu stärken und sie halfen auch den Eltern, sich durch Zirkus- und Theaterprojekte näher kennen zu lernen.“

Das Projekt WorldWeWant wird vorgestellt. Es ist eine Möglichkeit, die UNICEF Deutschland und das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit Mädchen und Jungen bieten, um auf höchster politischer Ebene gehört zu werden.

Uta Rinklebe aus dem MACHmit! Museum für Kinder in Berlin erzählt, was alles so in der Praxis passiert, wenn Kinder drei Wünsche frei haben. Sie fragt: „Welche Märchenfiguren brauchen Eltern, die sich besser um ihre Kinder kümmern? Welche Märchenfiguren sind ganz verschieden und doch ein tolles Team?“ Schon die Kindergartenkinder finden mit Hänsel und Gretel und mit den Bremer Stadtmusikanten die Lösung.

Eva von Schirach hat gemeinsam mit Uta Rinklebe für das Deutsche Kinderhilfswerk ein Kinderrechte-Arbeitsheft entwickelt.

Wie Kinder ihre Wünsche und Träume mittels Zukunftswerkstätten in die Stadtplanung einbringen können, beschreibt sehr konkret Dominik Bär. Diese Methode wird u.a. in den Weiterbildungen zur Moderatorin/zum Moderator für Kinder- und Jugendbeteiligung gelehrt. Informativ ist die Website www.kinderpolitik.de.

Der Verein Kinderträume e.V. kümmert sich um die Erfüllung von Kinderträumen schwerkranker Kinder.

Außerdem enthält die frühe Kindheit einen Nachruf auf Klaus G. Konrad, Ehrenpräsident der deutschen Liga für das Kind, Aktuelles über Kinderrechte und Verbandsinfos.

Kinderleicht!?

Der Schwerpunkt des Hefts ist das, was Kinder stärkt, auch „Resilienz“ genannt. Winfried Böhm widmet sich der Frage „Was brauchen Kinder wirklich?“ und antwortet: „Das Kind braucht Nahrung, es braucht Ruhe und es braucht menschliche Wärme; nur das und nichts anderes braucht es wirklich.“

Um Aufwachsen in Armut geht es im Beitrag von Corinna Weinert. Sie stellt pädagogische Maßnahmen vor, um Kinder, die arm sind, stark zu machen.

Die drei Tagesmütter Monika Kriecher, Melanie Garbereder und Christine Burghardt sprechen im Interview über ihre langjährigen Berufserfahrungen. Der Psychologe Albert Horbach stellt verschiedene Resilienztrainings vor und referiert Forschungsergebnisse über Resilienzförderung. Man kann einiges machen, um Kinder stark zu machen. Dazu gehört u.a. auch die Arbeit mit Märchen. Patricia Bartl beschreibt einige Faktoren für eine gezielte Resilienzförderung im Kindesalter.

Arbeits- und Gesundheitsschutz ist auch für ErzieherInnen ein wichtiges Thema. Rechtsanwältin Tanja von Langen erläutert die Rechtsgrundlagen. Die Träger dürfen den oft mit Mehrausgaben verbundenen Handlungsbedarf nicht verdrängen! Idealerweise wird u.a. eine Rückenschule vom Träger in die Kita eingeladen, die die ErzieherInnen über rückengerechtes Tragen und Heben unterweist.

Im Beitrag von Mathias Voelchert geht es um Aggressionen, die ein notwendiger Teil des Familienlebens und jeder menschlichen Beziehung sind. 

Berührend und wärmend, im Sinne dieser Ausgabe resilienzstärkend, ist ein Brief, den Eltern kurz vor Beginn eines Auslandsjahres an ihr Kind schreiben.

klein & groß

Thema des neuen Heftes von klein & groß ist „Wie geht Miteinander? Erziehungspartnerschaft zum Wohl des Kindes“.

Hinter dem alten Begriff „Elternarbeit“ steckte nach Malte Mienert die Vorstellung, dass die Erzieherin nicht nur für das Kind zuständig ist, sondern auch einen „Erziehungsauftrag“ den Eltern gegenüber wahrnahm. Dagegen geht Erziehungspartnerschaft davon aus, dass sich Eltern und Erzieherin auf Augenhöhe begegnen und um die bestmögliche Erziehung des Kindes kümmern.

Die Initiative zur Erziehungspartnerschaft sollte von den pädagogischen Fachkräften ausgehen. Die Bindungssicherheit des Kindes wird erhöht, wenn es spürt, dass Eltern und Erzieherin einander vertrauen.

Die Redaktion hat mehrere Downloadbeiträge zur Erziehungspartnerschaft bereit gestellt.

Andreas Schulz erklärt die Grundlagen einer professionellen Gesprächsführung; Bernd Stauss lehrt einen guten Umgang mit Beschwerden. Er fasst sie auf als normalen Teil der Arbeit und als Chance, Unzufriedenheit der Eltern abzubauen und die Qualität der Kita zu verbessern.

Damit die Zusammenarbeit mit den Eltern gelingen kann, gibt es viele kleine Tricks, die von Elke Schösser verraten werden. Der Rundgang durch das Haus gehört in der Anfangsphase unbedingt dazu, ein Anamnesebogen, ein Besuch der Erzieherin beim Kind zuhause, halbjährliche bis jährliche Entwicklungsgespräche, wertschätzend formulierte Mitteilungen an die Eltern, Tür- und Angel-Gespräche, Elternabende sowie gemeinsame Eltern-Kind-Projekte.

Die Krippenerzieherin Tea schildert in ihrem Blog die Eingewöhnung des kleinen Hannes – eine Phase, die besonders viel Empathie erfordert.

Auszeiten für Krippenkinder sind erforderlich; dabei gilt der Satz „Kinder dürfen schlafen, Kinder müssen nicht schlafen“. Barbara Vagedes gibt viele Tipps rund um das Ausruhen, Schlafen und Entspannen.

Eine Tierpantomime mit Krippenkindern und eine naturwissenschaftliche Lernwerkstatt für Vor- und Grundschulkinder werden vorgestellt. Das Heft zeigt Spielideen rund um den Luftballon. Außerdem gibt es Tanzimprovisationen, bei denen sich die Kinder im Streichholzmännchenraum, dem Wackelpuddingmännchenraum, dem Raum der Pinguine und Katzen usw. bewegen können.

Die Ideenkiste für einen naturverbundenen September enthält ein Salzteigrezept, um neues Zubehör für den Kaufmannsladen herzustellen, ein Muschelsudoku, ein Experiment mit Hart- und Weichholz sowie einen Gestaltungsvorschlag für die Elternpost.

Horst Küppers schreibt über Frühpädagogik in Portugal. Wie man das Kita-Außengelände als Erfahrungsfeld gestalten kann, erzählt Gudrun Mütze von der Lahr.

Die Rolle der Praktikantenanleitung wird von Irmgard Schroll-Decker und Bettina Hofer reflektiert; auch Studierende selbst kommen zu Wort mit ihren Gedanken zur pädagogischen Grundhaltung (Tim Bürger, Pia Klotz, Nadine Kretz und Diane Watz).

Wichtig ist auch eine gute Selbstfürsorge im Team und von jeder einzelnen Erzieherin. Wie wäre es, den KollegInnen, so oft es geht, ein Kompliment zu schenken und jeden Tag mit den Kindern zu lachen?

Die Kitarechtler äußern sich zum Problem von fiebernden Kindern in der Kita: Sie empfehlen, schon in den Betreuungsvertrag die Passage aufzunehmen, dass die Betreuung eines kranken Kindes nicht erfolgt und dass ein erkranktes Kind so schnell wie möglich abgeholt werden muss.

TPS

Lothar Klein schreibt über die Pädagogik von Celestin Freinet, die auf Vertrauen gegenüber den Potentialen des Kindes beruht. Es gibt ein Interview mit dem Bildungsforscher Gerd E. Schäfer, dem es darum geht, das Interesse am Erfahrungslernen wach zu halten: „Vom Kind her gesehen ist Erfahrungslernen die Basis, und dann können irgendwann einmal Physik oder Chemie dazukommen.“

Rosy Henneberg ist eine Erzieherin, die sich viel unverplante Zeit in der Kita nimmt. Sie schreibt darüber, wie sich der Alltag einer im Ideal „immerzeithabenden“ Erzieherin gestaltet.

„Gute Pädagogik ist die beste Sprachförderung“, ist die These von Anna Winner. Sie versteht Sprache vor allem als Werkzeug zur Verständigung. Gelingende Verständigung ist der Schlüssel für Sprachförderung.

Elke Thormählen berichtet von ihren Erfahrungen, wenn sich Ü3 und U3 Kinder in der Werkstatt mischen. Die kleinen Kinder greifen zuerst zum großen Werkzeug. Die couragierte Erzieherin lässt sie ausprobieren und bietet dann gelegentlich das kleine handliche Werkzeug an. Sie lässt zu, dass die Kinder ihren Mut auf die Probe stellen und hat damit gute Erfahrungen gemacht.

Von der Förderwucht perfekter Eltern handelt Margit Stamms Beitrag. Die Erzieherin sollte das Kind so akzeptieren, wie es ist und ihm auch ein Recht zu scheitern zugestehen. Dies sollte kontinuierlich, aber zurückhaltend konfrontativ auch in die Elternarbeit mit ehrgeizigen Eltern einfließen.

Die programmatischen Angebote in der Kita fallen bei den befragten vier Experten eher durch. Bernhard Kalicki vertritt das Konzept des beiläufigen Lernens in alltäglichen Handlungssituationen. Ludger Pesch ist für lebensweltliches Lernen und spricht sich nicht für die Anwendung, sondern für die Interpretation von Programmen aus. Erika Kazemi-Veisari hält programmatische Angebote für eine Mogelpackung, denn Angebote sind offen und ermöglichen, dass Kinder ihr eigenes Programm entwickeln. Daniela Kobelt Neuhaus meint: „Kinder sollten erfahren, dass Lernen viele Formen haben kann“.

Wie die Gestaltung der Lernumgebung bei inklusivem Lernen beschaffen sein sollte, darüber hat Anneliese Spreckels-Hülle nachgedacht. Hierbei ist das richtige Verhältnis von Neuem und Bekanntem wichtig. Zuviel Neues überfordert. Die Autorin beschreibt, wie man z.B. in einer Turnhalle Komplexität reduzieren kann, indem man jedem Kind mehr Platz für sich gibt.

Mit einem Werkstattwagen (Bollerwagen) fährt Eva Hoffmann regelmäßig auf Entdeckungstour durch die Kita. Darauf befinden sich Muscheln, Flaschenverschlüsse, Eisstiele, Wäscheklammern, Knöpfe und Schrauben. Das Angebot wird gut angenommen und die Ordnung nach dem Spiel problemlos wiederhergestellt.

Das bayerische Staatsinstitut für Frühpädagogik hat ein Positionspapier „Projektarbeit im Fokus“ erstellt, von dem Eva Reichert-Garschhammer berichtet. Die Bundesfassung berücksichtigt die Bildungspläne aller Länder.

Stella Valentin geht es um Herzensbildung für alle, um emotionales Lernen in der Kita.

Die mathematische Frühförderung durch das Programm „Komm mit ins Zahlenland“ ist von Matthias Leder untersucht worden. Aus seiner Sicht ist sie nett aufgemacht, aber mathematisch eine Enttäuschung.

Joachim Bensel und Gabriele Haug-Schnaber sind bereits seit den 1990er Jahren in den Bereichen Frühe Kindheit und Säuglingsforschung tätig. Sie heben hervor, was sich seitdem auf dem Gebiet getan hat: das U3-Bundesnetzwerk und die Studiengänge zur Pädagogik der frühen Kindheit. Nach ihren Erfahrungen geht es den Zweijährigen in den altersgemischten Gruppen von zwei bis fünf besser als den Kindern in den reinen Krippengruppen.

Lothar Klein hat sich eine problematische Gesprächssituation mit einer Mutter genau angeschaut und erläutert, wie die Erzieherin in der schwierigen Tür-und-Angel-Situation ihre Grenzen wahren kann. Dabei ist „Grenzen wahren“ nichts Schlimmes, sondern ein Beziehungsangebot, denn niemand kann die Grenzen anderer einhalten und achten, wenn er sie nicht kennt. Lothar Klein gibt Tipps, wie man Grenzen wertschätzend setzen kann.

Kinderbeteiligung im Hort hat Bettina Dargel initiiert. Ein Wunschbaum ist eine gute Möglichkeit zur Partizipation für die Kinder. Wenn sie anonym bleiben dürfen, lassen sich auch Eltern gut auf einen Wunschbaum ein.

Horst Küppers schreibt über Kindheit in der spanischen Enklave Ceuta.

Beim Evangelischen Literaturportal kann ein Newsletter mit Bilderbuchtipps bestellt werden. Zum Kinderschutz informieren die IzKK-Nachrichten.

Der Bertelsmann-Ländermonitor berichtet, dass Qualität in der Kita oft auf der Strecke bleibt. Eine Erzieherin sollte höchstens für drei unter Dreijährige verantwortlich sein. Der Bertelsmann-Ländermonitor hält ein Bundes-Kita-Gesetz mit Qualitätsstandards für wichtig.

Es gibt bei der Koordinierungsstelle „Männer in Kitas" ein bundesweites Beratungstelefon für QuereinsteigerInnen.

Die Bezeichnung „staatlich anerkannte Kindheitspädagogin/staatlich anerkannter Kindheitspädagoge“ für akademisch ausgebildete Fachkräfte setzt sich durch; nähere Informationen unter www.fbts.de und www.bag-bek.de.

Welt des Kindes

Die Welt des Kindes hat das Thema „Grenzenlos kreativ. Der Fantasie Raum geben“. Der Zeichenlehrer und Kunstpädagoge Klaus von Mirbach macht sich Gedanken über Kreativität, Kunst und die Freude, ein Loch zu graben.

Auch Rainer Strätz zeigt, wie es gelingt, der pädagogischen Fantasie Raum zu geben. Er beschäftigt sich mit der Elementardidaktik und kommt dabei ohne Experimente, zum Beispiel aus dem „Haus der kleinen Forscher“, aus. Fakten zur Kreativität und insbesondere zur Kreativität in der Reggio-Pädagogik werden geliefert, z.B.:

Von Gerlinde Ries-Schemainda wird geschildert, wie in ihrer Einrichtung kreative Lösungen für (vermeintlich) unrealistische Kinderwünsche gefunden werden.

Der Geschäftsführer des Verbandes Katholischer Tageseinrichtungen für Kinder (KTK) Frank Jansen schreibt: „Ausdruck grenzenloser Kreativität ist es, wie die Kolleginnen und Kollegen es unter den gegebenen Rahmenbedingungen schaffen, verlässliche und kindgemäße Angebote bereitzuhalten.“ Er berichtet, dass es Anfang November einen Kita-Gipfel bei Ministerin Schwesig geben wird. Der Kita-Gipfel wird sich mit der Strukturqualität der Kindertagesbetreuung beschäftigen. Der KTK setzt sich für ein Bundesqualitätsgesetz in Kitas ein.

Der Ratgeber Recht behandelt die Betriebserlaubnis für eine Eltern-Kind-Gruppe (keine Betriebserlaubnis erforderlich), Medikamentenabgabe in Kitas (müssen mit Namensetiketten versehen sicher verschlossen aufbewahrt werden. Jede Verabreichung ist zu dokumentieren) sowie Rundfunkbeitrag für Kitas (muss man zahlen; die Höhe des Beitrags ist nach der Zahl der sozialversicherungspflichtigen Mitarbeiter gestaffelt). Fragen an den Rechtsexperten Simon Hundmeyer kann man unter wdk@caritas.de stellen.

Welt des Kindes beschäftigt sich in einer Serie mit der Rolle, den Aufgaben, Herausforderungen und Schwierigkeiten von Leitungskräften. In dieser Ausgabe geht es Martina Bentenrieder um die Bedeutung von Netzwerken. Sie helfen, um etwas durchzusetzen, aber auch, um die Arbeitsfreude zu erhalten oder wiederzufinden.

Tanzen, Singen und Rhythmus tun gut! Maren Bonacker beschäftigt sich mit musikalischen Bilder- und Vorlesebüchern und stellt einige Bücher und CDs vor.

Elke Löhr spricht sich dafür aus, das Wort „Vorschulkinder“ als Unwort aus dem Wortschatz der Elementarpädagogik zu streichen. Sie argumentiert, dass damit ein überaus wichtiges Jahr im Leben eines Kindes ausschließlich aus der Perspektive der folgenden Lebensphase definiert wird.

Der Soziologe Michael Meuser spricht im Interview darüber, warum so viele Männer und Frauen in alte Rollen zurückfallen, wenn das erste Kind geboren ist und warum engagierte Väter als weniger männlich gelten. Tenor: der gesellschaftliche Wandel kommt, aber er braucht Zeit.

Tiere scheinen die idealen Lernbegleiter für Kinder zu sein. Die Begegnungen mit einer Golden-Retriever-Hündin hatten positive Auswirkungen auf die Sprache und Motorik der Kinder mit Handicap. Viola M. Fromme hat die Erfahrung gemacht, dass durch ein Hundebesuchsprojekt die Kompetenzen von Kita-Kindern gestärkt werden. Internet-Tipps:

Das Heft enthält Nachrichten aus den Diözesen und zum Schmunzeln eine Glosse über den Datenschutz.

Der neuen Ausgabe von Welt des Kindes liegt ein Spezial bei: Liebensbriefe. Die Kunstpädagogin und Werklehrerin Marielle Seitz hat mit rund 1000 Kindern sehr erfolgreich eine Ausstellung zum Thema Tod auf einem Friedhof durchgeführt und erklärt, wie das geht.

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