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Kind beim Lesen von Bilderbüchern

Blick in die Fachzeitschriften März 2013

Kerstin Pack

20.03.2013 Kommentare (0)

 

Der Blick in die Fachzeitschriften gibt monatlich einen Überblick über aktuelle Themen und neue Ansätze in der Frühpädagogik. Er umfasst insgesamt 10 Zeitschriften mit monatlicher bis vierteljährlicher Erscheinungsweise, die für die Frühpädagogik relevant sind. Aus allen besprochenen Zeitschriften werden Artikel für www.ErzieherIn.de ausgewählt und hier veröffentlicht. Die Redaktion dankt allen Verlagen und Redaktionen, die sich zu dieser einmaligen Form der Kooperation und der Information für die monatlich bis zu 60.000 NutzerInnen von ErzieherIn.de bereit erklärt haben und wünscht eine anregende Lektüre. Im folgenden Überblick wird über die neuen Ausgaben der Zeitschriften Welt des Kindes, kinderleicht !?;Betrifft Kinder und TPS berichtet. 

Betrifft Kinder

Angelika von der Beek stellt in einem Gespräch die Hintergründe, Motive und Bezüge des gemeinsam mit Gerd E. Schäfer geschriebenen Buches Von Reggio lernen und weiterdenken vor. Die aktuellen Argumentationen zu den Tarifverträgen von bundesweit 400.000 ErzieherInnen erläutert Barbara Leitner in ihrer Forderung „Erzieherinnen und Erzieher verdienen mehr!“. Sie kommt zu dem Schluss, dass diese Diskussion ganz eng verbunden ist mit der allgemeinen, gesellschaftlichen Anerkennung von Kindern in unserem Land.

Der Beitrag von Michael Kobbeloer erweitert in jedem Fall das fachliche Wissen der LeserInnen zum Thema Medien in der Frühpädagogik. Vielleicht verändert oder erweitert er auch die subjektive Wahrnehmung. Denn der Autor stellt einige der bislang allgegenwärtigen Meinungen zur kindlichen Mediennutzung in Frage. Diesen Artikel haben wir übernommen. In der anschließenden Werkstatt wird - ganz praxisnah - ein kreativer Umgang mit dem medialen Dauerbrenner „Star Wars“ vorgestellt. Weitere Anregungen für eine innovative Projektarbeit mit Kindern im Alter von 4 bis 10 Jahren werden von der Theaterpädagogin Sybille Denker und der in Linz arbeitenden Brigitte Rametsteiner vorgestellt.

In dem Beitrag „Kultursensitive Krippenpädagogik“ beschäftigt sich ein Autorenkollektiv mit  Erklärungsansätzen für den Umgang mit kulturellen Unterschieden.In den teilweise aufregenden und belastenden Situationen in der Kita, verbreiten sich nicht nur virale Infekte, zunehmend treten auch psychische Erkrankungen bei ErzieherInnen auf (vgl.http://www.welt.de/politik/deutschland/article108807315/Erzieher-haben-stressigsten-Job-in-Deutschland.html). Humor hilft! Auch – und ganz besonders in Krisenzeiten. Die Glosse von Michael Fink ist ohne Hinweis auf Nebenwirkung - oder Fragen an den Apotheker - ganz bestimmt ein heilendes Mittel.

Kinderleicht!?

Auch in dieser „Zeitschrift für engagierte Erzieherinnen und Erzieher“ zielt das Hauptthema eher in Richtung Trägervertreter von Kindertageseinrichtungen. Die notwendigen Voraussetzungen für eine gelungene Mitarbeitergewinnung beschreibt Rudolf Nottebaum, Empfehlungen für Bewerbungsgespräche kommen von Albert Horbach und der Tarifvertrag für den Sozial -und Erziehungsdienst wird von Bernhahrd Eibeck kritisch unter die Lupe genommen. In dem Artikel „Für ein besseres EGO“ stellt er klar: „Die Gehälter der Beschäftigen in Kindertageseinrichtungen entsprechen nicht den an sie gestellten Anforderungen.“ und zählt die strukturellen Probleme der Entgeltverordnung für Beschäftigte im Sozial-und Erziehungsdienst auf. Dieser Artikel enthält auch eine tabellarische Übersicht zur Vergütung für Beschäftigte in Kindertageseinrichtungen, wir haben ihn übernommen.

Zum Thema Bildungsprozesse in Familien beeinflussen verweist Martin R. Textor auf die Ergebnisse der NUBBEK-Studie. Demnach sind die Leistungsunterschiede von Grundschulkindern neben individuellen Merkmalen durch familiäre Faktoren beeinflussbar. Am Beispiel einer von Eltern erarbeiteten Charakteristik „bildungsstarker“ und „bildungschwacher“ Familien, verdeutlicht der Autor, wie diese Thematik in einem Elternkurs oder Elternabend in der Kita aufgegriffen und umfassend behandelt werden kann.

TPS

Altersmischung in der Kita – ein brisantes Thema. In der zweiten Ausgabe 2013 der Fachzeitschrift Theorie und Praxis der Sozialpädagogik sind Beiträge dazu von den Autoren-Tandems Gabriele Haug-Schnabel/Joachim Bensel und Renate Niesel/Monika Wertfein veröffentlicht. Ein Ansatz für einen adäquaten Umgang mit diesem Thema liegt nach Auffassung von Herbert Vogt in einer klaren Positionierung  „Zwischen Notlösung und pädagogischer Intention“. Er ist der Auffassung, dass eine erweiterte Altersmischung nur dann sinnvoll ist, wenn die Rahmenbedingungen stimmen und die Fachkräfte eine bewusst positive Entscheidung für diese pädagogische Intention getroffen haben.

Den Gangnam-Style kennen viele, doch wer kennt denn schon den „Toddler style“? Wiebke Wüstenberg erläutert diesen Begriff, den die norwegische Kleinkindforscherin LØkken geprägt hat. Ihre kritische Auseinandersetzung mit dem Begriff „soziale Geschwister“ basiert auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen und anschaulichen Beispielen aus der Praxis.Wertvolle Erfahrungen zum Thema „Altersmischung“ werden in dem Gespräch mit Kita-Leiterinnen und dem Artikel von Gerlind Ries-Schemainda weitergegeben. Der Dialog mit den Leitungskräften aus Hessen und Rheinland Pfalz wurde von Herbert Vogt initiiert. Diesen Beitrag haben wir übernommen.

 Die „Werkstatt“ dieser Ausgabe von TPS bietet darüber hinaus interessante und informative Statements bekannter Wissenschaftler und Politiker: Eine Reihe weiterführender, hilfreicher Gedanken bei einer häufig eher emotional geführten Debatte zur Altersmischung in der Kita. 

Welt des Kindes

Guter Rat ist teuer – vor allem dann, wenn es fünf vor zwölf ist! Eine treffende Aussage von Adelheid Müller-Lissner  zum Titelthema „Kita-Fachkräfte – Ohne sie läuft gar nix“. Die Fachkräftegewinnung startet spät, die geplanten Strategien und Maßnahmen sind äußerst kreativ, aber ohne eine Anhebung der Gehälter wahrscheinlich nicht ausreichend. Dazu setzt sich die Autorin mit Aktionen und Akteuren in der „Welt des Kindes“ auseinander.Weitere Artikel zum Titelthema von Mirja Wolf, Claudia Rewitz, Norbert Hocke und Frank Jansen beinhalten auch für Trägervertretungen und Fachberatungen zahlreiche weiterführende Informationen zur Personalgewinnung und Personalbindung. Frank Jansen vertritt als Geschäftsführer des Verbandes Katholischer Tageseinrichtungen für Kinder den Standpunkt, dass ein Umdenken der Träger erforderlich ist, um dem Fachkräftemangel zu begegnen: „Wir müssen uns bewerben – und nicht andersherum.“

Die Bedeutung der Leitung bei der Erweiterung des Teams analysiert Constance Sickel. Diesen Beitrag haben wir übernommen. Christa Preissing berichtet von den positiven Erfahrungen aller Beteiligten des Berliner Bildungsprogrammes. An diesem landesweiten Qualitätssicherungssystem beteiligten sich - bis auf fünf - alle Träger von Kindertageseinrichtungen. Die wertschätzende Anerkennung im Rahmen der externen Evaluation, wurde vor allem von den Kita-MitarbeiterInnen sehr positiv aufgenommen.

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