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Kind beim Lesen von Bilderbüchern

Blick in die Fachzeitschriften April/Mai 2014

Christiane Hartmann

22.05.2014 Kommentare (0)

Der Blick in die Fachzeitschriften gibt ein- bis zweimonatlich einen Überblick über aktuelle Themen und neue Ansätze in der Frühpädagogik. Er umfasst insgesamt 12 Zeitschriften mit monatlicher bis vierteljährlicher Erscheinungsweise, die für die Frühpädagogik relevant sind. Aus allen besprochenen Zeitschriften werden Artikel für www.ErzieherIn.de ausgewählt und hier veröffentlicht.

Die Redaktion dankt allen Verlagen und Redaktionen, die sich zu dieser einmaligen Form der Kooperation und der Information für die monatlich bis zu 60.000 NutzerInnen von ErzieherIn.de bereit erklärt haben und wünscht eine anregende Lektüre. Im folgenden Überblick wird berichtet über die neuen Ausgaben der Zeitschriften: Betrifft Kinder, Diskurs Kindheits- und Jugendforschung, Frühe Bildung, Impulse, klein & groß, TPS, Welt des Kindes, Weltwissen Sachunterricht.

Betrifft Kinder 4/14

In der Hauptsache geht es um Sammeln, Entdecken und Gestalten. Kinder sind leidenschaftliche Sammler, haben darin viel mit KünstlerInnen gemeinsam. Stefan Brée möchte, dass die Kinder keine fertigen Antworten erhalten, sondern unterstützt werden, selbst Antworten zu finden. Er lehrt dies für Kindheitspädagogische Bildungsbereiche an der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim. 

Acht Wochen lang haben sich 38 Kita-Kinder (5-6 Jahre) mit dem Künstler Marc Chagall auseinander gesetzt. Sie haben Geschichten über Marc und seine Frau Bella gehört, seine Bilder kennen gelernt und ähnlich wie Marc Chagall gemalt. 

Michael Kobbeloer beleuchtet unser Bildungssystem. Herbert Österreicher stellt Kräutersteckbriefe vor, diesmal den Sauerampfer. 

Frauke Hildebrandt leitet an, mit Kindern gemeinsam nachzudenken, zum Beispiel während des Zähneputzens: "Wie schmeckt eigentlich Zahnpasta? Wer hat sich eigentlich das Zähneputzen ausgedacht? Was machen die Tiere, wenn sie Zahnschmerzen haben?"

Jürgen Zimmer startet eine Serie zum Situationsansatz mit Thesen, Erläuterungen und Geschichten aus aller Welt.

Bilderbücher gegen kindliche und universelle Ängste werden präsentiert.

Betrifft Kinder 5/14

In "Essen, Schlafen, Spielen" schreibt Gerlinde Lill über Bildungsprogramme von Kindern in den ersten drei Lebensjahren. Ihr liegt am Herzen, dass auf die unterschiedlichen Ess- und Trinkbedürfnisse flexibel reagiert wird: mit einem gleitenden Frühstück, mit einer Eßecke, in der jederzeit Zwieback und Obst bereit stehen, mit einem Wasserspeicher oder Zapfhahn, an dem die Kinder sich selbst bedienen können und sie stellt sich Obstsalate in Gemeinschaftsproduktion am Nachmittag vor. 

Gerlinde Lill wehrt sich gegen das zu frühe selbständige Essen von Kleinstkindern. Sie verweist auf Emmi Pikler, die im Füttern eine Zeit der Zuwendung und alleinigen Verfügbarkeit sah. 

Beim Schlafen Kategorisiert Lill zwölf Schläfertypen. Sie ist dafür, auf die sehr unterschiedlichen Schlafbedürfnisse Rücksicht zu nehmen. Dabei erübrigen sich "Schlafwachen". 

Neben Spielzeug sammelt Lill "Zeug zum Spielen". Es kommen Großmutters Knopfkiste, Töpfe, Pfannen, Muscheln und Steine zum Einsatz. Alle Lieblingsspielzeuge der Kinder sollen in einer Schatztruhe gesammelt werden. Auch eine Verkleidungskiste ist eine gute Idee. Von dem gesparten Geld können Kita-Einbauten usw. finanziert werden.

Frauke Hildebrandt beschreibt im Interview "Wer erfindet eine neue Lernkultur?", wie es ihr mit ihren Studierenden an der Universität geht. Sie sollen eines Tages in der Praxis für eine neue Lernkultur sorgen, sind aber selbst in ihrer Schulzeit nicht in den Genuß einer das Lernen begünstigenden Lernkultur gekommen. 

Frauke Hildebrandt und Annette Dreier haben Hosentaschen-Dialoge entwickelt, über die sie mit Kindern ins Gespräch kommen. Z.B.: Was wäre, wenn Wasser schwarz wäre? Was denkst du, warum macht die Seife eigentlich Schaum?

Jürgen Zimmer setzt die Serie zum Situationsansatz fort und beschreibt den Weg vom Kindergarten zur Hochschuldidaktik.

Im dänischen Film "Die Jagd" steht ein 42jähriger Erzieher unter Generalverdacht. Die 5jährige Klara schenkt ihm ein Herz aus Pappe und einen Kuss. Als der Erzieher Lucas zu ihr sagte "Küsse auf den Mund gibst du bitte nur deiner Mama und deinem Papa",  fühlt sich Klara zurückgewiesen und erfindet eine Geschichte, in der Lukas ihr gegenüber sexuell übergriffig wurde. Die Zeitschrift Betrifft Kinder hat zu diesem Film ein Gespräch mit zwei Erziehern und einer Erzieherin geführt. 

Koch-Kunst von Kindern wird gezeigt; Herbert Österreicher stellt im Kräutersteckbrief den Spitzwegerich vor. 

Michael Kobbeloer schreibt über emotionales Lernen. Er bezieht sich besonders auf die Lehrerausbildung, denn emotionales Lernen und emotionale Gesundheit sind darin leider kein Thema. 

Diskurs Kindheits- und Jugendforschung

Das Thema des Heftes ist Cyberbullying. Eine ausführliche Besprechung finden Sie hier: http://www.erzieherin.de/cyberbullying-cybermobbing.php

Frühe Bildung

Die wichtigsten Inhalte der Zeitschrift werden unter http://www.erzieherin.de/die-kita-qualitaet-entscheidet.php besprochen

Impulse

Schon 2003 erschien das Buch "Minderjährige Flüchtlinge", herausgegeben von Hilde von Balluseck. Es präsentierte Forschungsergebnisse zu Sozialisations- und Lebensbedingungen von begleiteten Flüchtlingen. Inzwischen ist das Thema auch im Mainstream der Fachzeitschriften angekommen. Die Zeitschrift Impulse widmet jungen Flüchtlingen - begleitet und unbegleitet - ein ganzes Heft. Sie können es herunterladen unter http://www.dji.de/fileadmin/user_upload/bulletin/d_bull_d/bull105_d/DJI_1_14_WEB.pdf

kinderleicht!? 2/14

Albert Horbach schreibt darüber, dass Kinder limbische Wesen sind und berichtet von Ergebnissen der Hirnforschung.

Ein Kind ist eine Person und sollte nicht als eine Sache angesehen oder behandelt werden. Winfried Böhm stellt das Menschenbild vor, das hinter unserem Verständnis des Menschen als Person (Persönlichkeit) steht.

Hartmut Kasten beschreibt die Entwicklung der Wahrnehmung in der frühen Kindheit.

Aktuell und kritisch widmet sich Karin Cremer dem Älter werden im Erzieher/-innenberuf. Als Erleichterungen bietet der Arbeitgeber lärmdämmende Textilien für den Raum, einen Erzieherstuhl, Möglichkeit der Rückenschule, Kontakt mit einem Psychologen, Grippeschutzimpfung und Fortbildungen. "Wechsel aus dem Gruppendienst? Leider nein, es stehen keine entsprechenden Stellen zur Verfügung. Krankheitsvertretung? Leider nein, da keine Fachkräfte auf dem Markt sind. Mehr Personal? Leider nein, da keine Refinanzierung möglich ist. Weniger Kinder? Leider nein, da ein Rechtsanspruch umgesetzt werden muss. Größere Räume? Leider nein, da die kommende U2-Gruppe mehr Platz benötigt und der absehbare demographische Wandel den Bau weiterer Einrichtungen nicht sinnvoll erscheinen lässt." So wird es laut Karin Cremer nötig sein, dass die Erzieherinnen auf ihre Situation aufmerksam machen müssen, wenn sie das reguläre Rentenalter erreichen wollen.

Ein Phantasiespiel "Der magnetische Wald" für Kinder ab 5 Jahre ist abgedruckt.

Rechtsanwältin Tanja von Langen beschäftigt sich mit der Elternteilzeit - wann, wie und wie lange?

Die Umwelterziehung im Kindergarten wird thematisiert. Durch die Versorgung von Pflanzen und Tieren wird das Verantwortungsgefühl der Kinder für Lebendiges gestärkt.

Wie das Eingewöhnungskonzept mithilfe der Marte-Meo-Methode Eltern und Kindern einen guten Start in den Kita-Alltag ermöglicht, erläutert Gudrun Koldewey.

Um angstmachende "starke" Gefühle geht es in einem Beitrag von Andrea Steinmann. Davonlaufen ist keine Lösung. Manchmal kann es helfen, die Stimmung durch Malen, durch Farbe und evtl. Form, zum Ausdruck zu bringen. Auch Bewegung und Tanz sind Ausdrucksmöglichkeiten für starke Gefühle.

klein & groß 4/14

klein & groß 4/14 hat das Thema "Wir unterstützen uns! -Die Zusammenarbeit in altersgemischten Teams". Im Eingangsartikel werden verallgemeinernde Zuschreibungen älteren und jüngeren Mitarbeiterinnen gegenüber benannt. Für altersgemischte Teams ist die Bereitschaft erforderlich, sich aufeinander einzulassen. Die Geschichte einer erfolgreichen Zusammenarbeit wird von Michaela Lambrecht erzählt. Es ist damit zu rechnen, dass die Vielfalt in den Teams in den nächsten Jahren noch zunehmen wird: Quereinsteigerinnen und Fachkräfte unterschiedlicher Disziplinen werden hinzukommen. Die "alten Hasen" und die "jungen Hühner" werden über die Altersmischung im Team befragt und geben Auskunft. 

Krippenerzieherin Thea schreibt in ihrem Blog über Achtsamkeit und förderliche Pflege am Wickeltisch. Bei den 0-3jährigen geht es um Beißen, Hauen und Wutanfälle - aggressives Verhalten im Kleinstkindalter. 

Silke Bicker widmet sich der Naturerlebnispädagogik und beschreibt, wieviel Kinder dadurch lernen können.

Wie das Faschingsthema von den Kindern gemeinsam entwickelt wurde und daraus ein "Unterwasser-Fische-Fest" entstand, zeigt mit vielen Fotos Christiane Hatzl. 

Bekanntlich unterstützen Stecksteine die mathematische Bildung. Das Heft enthält Anregungen für die Erzieherin, wie sie damit das mathematische Interesse fördern kann. Die Bauwerke wurden fotografiert und in das Portfolio der Kinder geklebt. 

Die Ideenkiste schlägt Osterhasen aus Gips vor. 

Horst Küppers berichtet von der heutigen Kibbuzpädagogik in Israel. Er stellt in jeder Ausgabe von klein & groß die Frühpädagogik eines anderen Landes vor. Von seinen Einblicken zieht er ein Resümee. 

Wie dokumentiert man am besten im ganzen Team? Eine Dokumentation kann auch mal durch Lyrik erfolgen. 

Im Ratgeber Recht geht es um die Lage der täglichen Arbeitszeit einer Erzieherin, um Rauchen in der Kita und um das Vorgehen gegen unwahre Behauptungen von Eltern. 

klein & groß 5/14

Die neue Ausgabe von klein & groß hat das Thema "Beziehung wertvoll gestalten. Über Bindung & Bildung im pädagogischen Alltag". Armin Krenz schreibt darüber, warum sichere Bindungserfahrungen so unersetzlich für die kindliche Persönlichkeitsentwicklung sind. Hedi Friedrich steuert Bausteine bei, wie Beziehungen mit Kindern gestaltet werden können. Sie legt nahe, sich vom schnellen Bewerten und Urteilen im Alltag zu trennen. Sie lehrt positive innere Selbstgespräche - zunächst die Erzieherin, dann handlungsbegleitende Selbstgespräche in der Kindergruppe. 

Simone Greisberger unterstützt die Beziehungskompetenz der Erzieherinnen, indem sie sie zur regelmäßigen Reflektion anregt, z.B. "Wie geht es mir in der Beziehung zu dem Kind?" / "Welche Qualitäten machen unsere Beziehung aus?"

Von Simone Ehnle werden die verschiedenen Bindungsmuster im Kindesalter vorgestellt: Das sichere Bindungsmuster (Typ B), das unsicher-vermeidende Bindungsmuster (Typ A), das unsicher-ambivalente Bindungsmuster (Typ C) und das desorganisierte / desorientierte Bindungsmuster (Typ D). 

Einige Aspekte der ErzieherIn-Kind-Bindung und ihrer Qualität werden von Chrisitina Krause vorgestellt. 

Die Krippenerzieherin Thea schreibt in ihrem Blog darüber, wie sich die Abholsituation gestaltet. Sie empfiehlt gleichbleibende Rituale für die Kinder. 

Sandra Schieler behandelt das Thema "Ko-Konstruktion in der Krippe". Beispiele für Partizipation in der Kinderkrippe werden gegeben: wenn kindgerechte Schöpflöffel und Schüsseln zur Verfügung stehen, können sich auch kleinere Kinder ihr Essen selbst anrichten. Aber auch Partizipation im Morgen- oder Stuhlkreis ist möglich. Warum sollten nicht die Kinder das nächste Ausflugsziel mitbestimmen? 

Das Heft enthält eine Menge rhythmische Verse für die Kita. Von Regina Mayer wird die Kita-Powergruppe vorgestellt, in der Kinder Auffälligkeiten in ihrem Sozialverhalten abbauen und neue Kompetenzen erwerben. 

Die klein & groß Ideenkiste enthält Tipps für ein Mobile zum Muttertag und für ein Muttertagsfrühstück. Horst Küppers schreibt über Kinder in Montenegro und Bärbel Freitag plädiert für regelmäßige Besuche der Kitakinder im Wald. 

Es geht auch um Konfliktfelder in der Kita und um deren Management. 

Wie Kinderkonferenzen in der Praxis funktionieren, wird vorgestellt. 

Der Ratgeber Recht behandelt die Themen Beginn der Aufsichtspflicht, zu spätes Abholen und Kinder, die alleine nach Hause gehen.

Praxis der Psychomotorik

Rudolf Lensing-Conrady weist darauf hin, dass mathematisches Denken auf Grundlagen einer allgemeinen Kindheitsentwicklung beruht, die leider oft nicht umfänglich genug stattfindet. Daher hat er eine Mathematik begründende Förderung beschrieben und mit Bespielen belegt.

Was tun, wenn im Unterricht die Konzentration nachlässt und die Kinder nicht mehr arbeitsfähig sind? Horst Hofmann setzt für die persönliche Fitness von Schülerinnen und Lehrperson das Qigong ein und hat dabei sehr gute Erfahrungen gemacht.

Das Heft enthält Spielideen mit dem Gymnastikreifen für die Koordination und die aerobe Ausdauer. Die Reihe "Eutonie für Kinder" wurde in dieser Ausgabe fortgesetzt. Für die Körperachtsamkeitsübungen sind in dem Beitrag einige szenische Geschichten enthalten.

Um Körperachtsamkeit geht es auch bei der Circusarbeit. Marcus Kohne schreibt über den Selbstwert in der gestaltorientierten Circusarbeit.

Rahel Jünger erläutert das soziale Lernen in Grundschule und Kindergarten mit dem Programm PFADE (Programm zur Förderung Alternativer Denkstrategien). Damit werden bis zur 6. Klasse soziale, kognitive und sprachliche Kompetenzen von Kindern gefördert und ihre Lernbereitschaft und Schulleistungen verbessert.

Das Heft enthält auch Psychomotorik-Ansätze für die Arbeit in Wohn- und Pflegeeinrichhtungen sowie für Demenzkranke.

TPS

 TPS widmet sich dem Schwerpunktthema "Beste Aussichten? Älter werden im Beruf". Gegen die Belastung durch Lärm schlägt Attiya Khan bautechnische Maßnahmen wie den Einbau von schallreduzierenden Elementen vor; auch ist an Filzgleiter an Stühlen, Filzeinlagen in Spielzeugkisten oder die Nutzung von Körben zur Aufbewahrung zu denken. Ein Stimmtraining kann für die Erzieherin hilfreich sein. Wegen der körperlichen Belastungen sind die Anschaffung erwachsenengerechter Stühle und Tische und Aufstiegshilfen beim Wickeltisch sinnvoll. Die Eigeninitiative für einen starken Rücken ist wichtig. Arbeitgeber können zur Entlastung ihrer Fachkräfte beitragen, indem sie für die Mittagszeit eine Kraft einstellen, die für die Sauberkeit der Räume sorgt.

Ein ausreichender Impfschutz ist für Erzieherinnen, die alle mit vielen Infektionen in Berührung kommen, sehr wichtig. Der Arbeitsmedizinische Dienst und die Unfallversicherungen beraten hierzu.

Auch auf die Arbeitszufriedenheit ist zu achten. Kritisch wird es, wenn man die magischen Momente nicht mehr spürt. Gesundheitsfördernde Konzepte sollten gemeinsam entwickelt werden. Das Thema wurd von verschieden AutorInnen auf 35 Seiten facettenreich beleuchtet.

Mehrgenerationenteams werden vorgestellt; Zukunftspläne angehender Erzieherinnen. Supervision im Kitateam ist eine Investition in die Gesundheit.

Der Lernforscher Christian Heinrich zeigt, dass auch im Alter Lernen möglich ist. Lernen im Alter? Yes, we can! Lesenswertes zum Thema wird präsentiert.

Ehrenamtliche können das Leben in der Kita sehr bereichern, sie bringen frischen Wind in ein Team. Hierüber schreibt Annette Dünger.

Der Direktor des Deutschen Jugendintituts, Thomas Rauschenbach, erläutert den Deutschen Qualifikationsrahmen. Er hält es für wichtig, dass das Arbeitsfeld Kita dringend höher bewertet werden muss. Ausführlich hierzu das von ihm mit herausgegebene Buch: Gleich und doch nicht gleich.

Über "Qualität in der Ausbildung" schreibt Christoph Kiefer einen Beitrag aus der Perspektive der Arbeitspädagogik.

Beschrieben wird, was Fachkräfte bei Konflikten unter Kindern tun können.

Über die Kampagne "Profis in Kitas" wird ein positives Resümee gezogen. Sie hat einen Beitrag zur Anerkennung und gesellschaftlichen Neubewertung des Berufsstandes geleistet.

Welt des Kindes

Welt des Kindes widmet sich auf 15 Seiten dem Schwerpunkt "Mahlzeit! Esskultur mit Kindern gestalten".

Ernährungsgewohnheiten werden früh gelernt. Christel Beck plädiert für eine natürliche, vollwertige Ernährung und möchte dafür die Eltern mit ins Boot holen. Ergänzende Fakten finden sich unter www.biofuerkinder.de, unter www.tigerkids.de (Kindergarten aktiv mit den drei Säulen Ernährung, Bewegung und Entspannung) und bei der Landesinitiative Bewusste Kinderernährung (Beki) unter www.beki-bw.de.

Mahlzeiten lassen sich in Krippe und Kita als Lernorte gestalten. Bei den Mahlzeiten werden viele Kompetenzen erworben. 

Die Münchner Kita Regenbogen hat eine Gesundheitsberaterin als Leiterin. Es gibt eine große und vollständige Kinderküche, in der einmal in der Woche Brot gebacken wird. Auch Brotaufstriche und Kekse werden hergestellt. Die Kita verarbeitet auch die Früchte des kitaeigenen Gartens. 

Mahl halten spielt bereits im Neuen Testament eine große Rolle. Wie Jesus dabei Tabus gebrochen hat, darüber schreibt Diana Güntner.

Der Geschäftsführer des Verbandes Katholischer Tageseinrichtungen, Frank Jansen, protestiert vehement dagegen, dass Hortkinder seit dem 1.1.2014 keinen Anspruch mehr haben, einen Zuschuss für ihr Mittagessen zu erhalten. Er findet diese Ungerechtigkeit geschmacklos. 

Welt des Kindes bringt eine Serie zur Kita-Leitung, ihrer Rolle, ihren Aufgaben, Herausforderungen und Schwierigkeiten. In dieser Ausgabe richtet Claudia Rewitz-Wehrle einen Appell an Kita-Träger: Führen ist kein Nebenjob!

Die Kitas sind zunehmend multikulturell. Von daher ist es sinnvoll, dass auch die Kinder, die zuhause nicht deutsch sprechen, ihre Sprache in der Kita wiederfinden. Hierfür werden zwei- und mehrsprachige Bilderbücher vorgestellt. Informationen rund um das Thema Mehrsprachigkeit sind zu finden unter www.netzwerk-mehrsprachigkeit.de.

Das Thema "Dokumentation" spielt in den Fachzeitschriften eine große Rolle, auch Welt des Kindes beschäftigt sich damit. Beschrieben wird, wie Krippen-, Kindergarten- und Hortkinder ihre Erlebnisse in der Kita selbst dokumentieren. 

Frank Jansen erläutert, was es mit dem KTK-Qualitätsbrief auf sich hat. Fachbücher und Kindermedien werden vorgestellt. Es gibt ein Interview mit denm Kinderbuchillustrator Axel Scheffler, der unter anderem den "Grüffelo" erfunden hat.

Im Blickpunkt steht das Projekt STEGE, in dem Bildungsforscherinnen der Alice Salomon Hochschule Berlin die Strukturqualität und Erzieherinnengesundheit in Kindertageseinrichtungen untersuchen: "Die häufigsten Erkrankungen von Erzieherinnen sind danach Muskel-Skelett-Erkrankungen, Erkrankungen der Atemwege, neurologische Erkrankungen sowie psychische Beeinträchtigungen. " Als Schutzfaktoren gelten u.a. gutes Teamklima, großer Handlungsspielraum, viel Bewegung bei der Arbeit und große Unterstützung von Weiterbildung durch die Einrichtung. 

Das Spezial zur Welt des Kindes behandelt religionspädagogische Fragen: "Gott entdecken mit den Jüngsten". 

Weltwissen Sachunterricht

Die neue Ausgabe stellt die Geographie in den Mittelpunkt und widmet sich dem Thema Deutschland. Zunächst geht es um die Orientierung im Rahmen einer Landkarte, dazu schreibt Tilman Dreher. Moritz Harder und Andreea Szabadi stellen vor, wie Google Earth für den Unterricht nutzbar gemacht werden kann. Wie man über Kartenarbeit einen Zugang zu Deutschland erhält, beschreibt Beate Blaseo. Auch ein Artikel von Torben Tesse und Oliver Britz befasst sich mit Kartenarbeit. Historisch geht Kerstin Michalik in ihrem Beitrag "Wer waren die ersten Deutschen?" an das Thema heran. Die Bedeutung der Nationalität wird in einem Artikel der gleichen Autorin behandelt. 

 

 

 

 

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