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Kind beim Lesen von Bilderbüchern

Blick in die Fachzeitschriften - Dezember 2011

Hilde von Balluseck

15.12.2011 Kommentare (0)

Der monatlich erscheinende Blick in die Fachzeitschriften gibt einen Überblick über aktuelle Themen und neue Ansätze in der Frühpädagogik. Er umfasst mittlerweile insgesamt 12 Zeitschriften mit monatlicher bis vierteljährlicher Erscheinungsweise, die für die Frühpädagogik relevant sind. Aus allen besprochenen Zeitschriften werden Artikel für www.ErzieherIn.de ausgewählt und hier veröffentlicht. Redaktionen einiger wissenschaftlicher Zeitschriften kommen wir insofern besonders entgegen, als wir auf die Abstracts wichtiger Artikel verlinken.

In unserem Bericht über die neuen Ausgaben der Zeitschriften gehen wir alphabetisch vor. Bei der Auswahl der veröffentlichten Artikel werden Themen ausgewählt, die noch nicht so häufig auf www.ErzieherIn.de vertreten sind. Auf diese Weise erhält das Portal immer wieder „Nachschub“ mit Beiträgen aus allen Bereichen, die dort vertreten sind: Pädagogische Praxis, Einrichtungsleitung, Ausbildung/Studium, Weiterbildung, Forschung, Medien, Berufs- und Kitapolitik.

Die Redaktion dankt allen Verlagen und Redaktionen, die sich zu dieser einmaligen Form der Kooperation und der Information für die monatlich über 48.000 NutzerInnen (Stand: November 2011) von ErzieherIn.de bereit erklärt haben und wünscht eine anregende Lektüre.

Dezember 2011

 

Die vierte Ausgabe dieser Zeitschrift in 2011 befasst sich mit der sprachlichen Bildung. Mehrere Beiträge thematisieren die sprachliche Förderung in der Kita. Darüber hinaus werden neue Perspektiven für die Kindertagespflege entwickelt und die Herausforderungen der Jugendhilfe durch straffällige Jungs mit Migrationshintergrund dargestellt. Sie können das ganze Heft kostenlos unter http://dji.de/bulletin/d_bull_d/bull96_d/DJIB_96.pdf herunterladen.

Frühe Bildung

Die 0-Nummer der neuen wissenschaftlichen Zeitschrift aus dem Hogrefe-Verlag ist im November erschienen. Es handelt sich um eine „Interdisziplinäre Zeitschrift für Forschung, Ausbildung und Praxis“. Die HerausgeberInnen sind namhafte ProtagonistInnen der frühpädagogischen Forschung in Deutschland. Schwerpunkt des ersten Heftes ist die Professionalisierung frühpädagogischen Personals. Die Herausgeber, Christoph Mischo und Klaus Fröhlich-Gildhoff, machen in ihrem Eingangsartikel Vorschläge zur Professionsentwicklung im Bereich der frühen Kindheit. Drei Autorinnen befassen sich mit Fördereinstellungen von ErzieherInnen bei der frühen Entwicklung numerischer Kompetenzen und stützen sich auf eine empirische Untersuchung, so auch ein Artikel zur Sprachförderkompetenz (Abstract unter http://psycontent.metapress.com/content/r8j81h1415477608/?p=c93d7b0c0d0c48ddb21421340cde4df2&pi=1). Ein Artikel zur Kompetenzentwicklung von FrühpädagogInnen in Aus- und Weiterbildung bringt eine ganze Reihe von praktischen Beispielen. Neben den Beiträgen zum Schwerpunkt enthält Frühe Bildung immer auch zumindest einen Freien Beitrag, diesmal zum akademischen Selbstkonzept bei Schulanfängern. Dieser Artikel ist interessant, weil er das Selbstkonzept unter Migrations- und Geschlechtsaspekten analysiert. Weitere Artikel greifen aktuelle Diskussionen auf bzw. stellen ein Modellprojekt zur Förderung des Singens im Kindergarten vor. Die Zusammenfassungen der Schwerpunktbeiträge finden Sie bei uns unter http://www.erzieherin.de/abstracts-aus-fruehe-bildung.php,

klein & groß

Das Thema des neuen Hefts hat den Titel „Immer das Gleiche oder Mut zu neuen Wegen?“ und behandelt „Die Balance zwischen Bewährtem und Neuem in der Kita“ (Untertitel). Kerstin Hielscher und Sibylle Münnich haben den Leitartikel verfasst. Birgit Eder zeigt neue Wege auf, wie der Alltag in der Kita abwechslungsreicher gestaltet werden kann. In Projektwochen kann diese Abwechslung mit neuen Inhalten gefüllt werden, dies zeigen Carola Kammerlander und Elke Ostendorf-Servissoglou in ihrem Beitrag, den wir übernommen haben. Aber Rituale im Kita-Alltag sind wichtig, das zeigt der Beitrag von Katharina Bäcker-Braun. Für den Umgang mit den 0-3Jährigen geben zwei Beiträge Anregungen, ebenfalls unter dem Aspekt der Balance zwischen Ritualen und Aktionen. Über Projekte mit Wasser, mit klassischer Musik, mit Theaterspiel und sogar über die Feuerwehr berichten weitere Artikel. Wie Ernährung und Bewegung gegen Frustessen eingesetzt werden können, beschreiben Angelika Strauß und Berthold Koletzko. Das Förderprogramm für belastete Familien „Opstapje“ wird von Kerstin Hielscher vorgestellt. Horst Küppers zeigt auf, wie innovativ die Frühpädagogik in Island ist und schließlich gibt Judith Barth rechtliche Ratschläge für die Sicherheitsanforderungen bei der Betreuung von U3-Kindern.

TPS

Das Thema des letzten Heftes in diesem Jahr sind Kinder in Armut. Die Lage in Deutschland stellt Gerda Holz dar. Dass auch ErzieherInnen mit geringem Einkommen zu den Armen gehören können, zeigen Bernhard Eibeck und Jennifer Kronz auf. Im TPS-Kommentar zieht Stefan Sell eine vernichtende Bilanz der Sozialpolitik im Hinblick auf das „Bildungs- und Teilhabepaket“ (vgl. dazu auch meinen Kommentar zum Bildungspaket unter http://www.erzieherin.de/das-bildungspaket-ist-ein-flop-jedenfalls-in-berlin.php). Mehrere Beiträge widmen sich dem Umgang mit armen Kindern. So Inge Nowak im Gespräch mit Herbert Vogt über Armutsprävention in Familienzentren und Kirstin Heitmann, die über Armutsprävention in der Kita schreibt. „Prävention“ können Kita und Familienzentren insofern leisten, als sie helfen, dass Kinder der Armutsfalle ihres Elternhauses durch Bildung entkommen. Den Beitrag von Kirstin Heitmann haben wir übernommen. Die Handlungsprogramme der EKD und Diakonie (Beitrag von Ulrike Gebelein) und von Kommunen (Beitrag von Beate Hock) sowie einer Kita, die einen Samariterfonds eingerichtet hat, zeigen ebenfalls Möglichkeiten auf, wie arme Kinder unterstützt werden können. Wie die seelischen Auswirkungen von Armut bewältigt werden können, zeigen Religionspädagogik (Beitrag von Frieder Harz) und Resilienzförderung (Klaus Fröhlich-Gildhoff).

Weltwissen Sachunterricht

Heft 4 widmet sich dem historischen Lernen, es geht also darum, wie Kindern Geschichte nahe gebracht wird. Der Fokus liegt auf dem Mittelalter. Das Heft ist herausgegeben von Kerstin Michalik, die auch den Einführungsartikel gestaltet hat. Für die Frühpädagogik sind vor allem die Artikel für den Kindergarten und die ersten Grundschuljahre relevant. Wie Geschichte praktisch im Kindergarten vermittelt werden kann, beschreibt Mila Ruempler-Wenk, diesen Artikel haben wir übernommen. Danach befasst sich Kerstin Michalik mit den Ritterturnieren. Für die ersten Grundschuklassen sind zwei Artikel hilfreich, die über das Leben von Bauernkindern bzw. über Ernährung und Esskultur im Mittelalter berichten. Weitere Artikel befassen sich mit Hildegard von Bingen und mit Redewendungen aus dem Mittelalter, die auch heute noch gebräuchlich sind. Bemerkenswert die vielen Hilfen für die pädagogische Arbeit im Kindergarten oder den Unterricht in der Grundschule. Damit können sowohl ErzieherInnen wie auch Lehrkräfte gut arbeiten. Und selbst lernt man auch noch etwas dabei.

 

 

 

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