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Kind beim Lesen von Bilderbüchern

Blick in die Fachzeitschriften Januar 2013

Hilde von Balluseck/Kerstin Pack

15.01.2013 Kommentare (0)

Der Blick in die Fachzeitschriften gibt ein- bis zweimonatlich einen Überblick über aktuelle Themen und neue Ansätze in der Frühpädagogik. Er umfasst insgesamt 10 Zeitschriften mit monatlicher bis vierteljährlicher Erscheinungsweise, die für die Frühpädagogik relevant sind. Aus allen besprochenen Zeitschriften werden Artikel für www.ErzieherIn.de ausgewählt und hier veröffentlicht.

Die Redaktion dankt allen Verlagen und Redaktionen, die sich zu dieser einmaligen Form der Kooperation und der Information für die monatlich bis zu 60.000 NutzerInnen von ErzieherIn.de bereit erklärt haben und wünscht eine anregende Lektüre. Im folgenden Überblick wird über die neuen Ausgaben der Zeitschriften Diskurs Kindheits- und Jugendforschung, Impulse, Klein & groß, Welt des Kindes berichtet.

Diskurs Kindheits- und Jugendforschung

Das neue Heft hat den Titel „Lernen en passant“. Und ähnlich leicht wie dieser Titel kommen auch die Beiträge daher. Es ist ein Glück,  dass das inzidentelle, das informelle, das assoziative Lernen in den Mittelpunkt der wissenschaftlichen Aufmerksamkeit rückt. Die Ergebnisse sind faszinierend. Den Artikel von Rolf Oerter zum Stand der Forschung haben wir übernommen. Aber Oerter wie auch die anderen AutorInnen bedenken auch die pädagogischen Konsequenzen dieser neuen Sichtweise. Caterina Breitenstein nimmt den naturwissenschaftlichen Standpunkt ein, Jens Holze und Dan Verständig  analysieren die Bedeutung des Mobilen Web und Michael Brodowski stellt Überlegungen zum Zusammenhang formaler und informeller Lernprozesse an. Des Weiteren enthält das Heft einen Artikel zu Gemeinsamkeiten und Unterschieden von Kindergarten und Grundschule, wobei das Projekt Bildungshaus 3 bis 10 in Baden-Württemberg den Ausgangspunkt der Überlegungen bildet. Über die Bewertung von Kindermuseen durch Kinder  wird ebenfalls berichtet.

DJI Impulse

Wie stark die Bemühungen um eine Einbeziehung anderer Lernorte als der Schule sind lässt sich auch aus dem neuen Heft Impulse des DJI entnehmen. Thomas Rauschenbach versucht einen anderen Blick auf die Bildung zu entwickeln. Bernhard Kalicki referiert einige Ergebnisse der NUBBEK-Studie zur Bedeutung früher Bildung. Den Einfluss der Eltern thematisieren mehrere Beiträge.  Auch in diesem Heft (s.o.: Diskurs Kindheits- und Jugendforschung) wird das Internet als Bildungsraum zum Thema. Weitere Themen sind die Kinder- und Jugendarbeit, berufsvorbereitende Maßnahmen , die bildende Funktion von Ehrenämtern. Sie können das ganze Heft kostenlos herunterladen unter  http://www.dji.de/bulletin/d_bull_d/bull100_d/DJIB_100.pdf

Klein & groß

Das Thema des Heftes ist die Gesundheitsförderung in der Kita. Christine Krause gibt einen Überblick über die Möglichkeiten, Körper- und Bewegungserfahrung zu stärken. Die kulinarische Seite der Gesundheitsförderung beleuchtet Heike Heilmann. Mirjam Prüver nimmt Ernährung, Bewegung und Entspannung in den Blick. Drei Autorinnen zeigen sechs Schritte für gesunde Lebenswelten auf.  Aber auch die Gesundheit der Erziehenden wird thematisiert, diesen Beitrag haben wir übernommen. Das Thema wird in einem weiteren Artikel zum Burn-out nochmal unter dem Aspekt der Prävention behandelt.

Im Bereich Praxis gibt Gerd E. Schäfer ein Interview zu den 0-3Jährigen.  Wie man Klettern und Balancieren in die Krippe integrieren kann, beschreiben Stefan Köhler-Holle und Heike Weigelt. Dass der Morgenkreis auch von Kindern gestaltet werden kann, zeigt Rita Greine.

Der Blick über die Grenzen führt diesmal nach Albanien, wo Kinder keineswegs die gleichen Bildungschancen haben wie Kinder in Westeuropa.

Ein sehr interessanter Artikel befasst sich mit Adultismus, also der Herrschaft der Erwachsenen über die Kinder, deren Äußerungen und Interessen nicht das gleiche Gewicht eingeräumt wird. In eine ähnliche Kerbe geht der Artikel von Hedi Friedrich, in dem für ein Ernstnehmen der Gefühle von Kindern plädiert wird.

Welt des Kindes

Spielen macht schlau – genau! Die entwicklungsfördernde Wirkung des kindlichen Spiels kann nicht häufig genug thematisiert werden. Die fachlich fundierten Artikel dieses Heftes beschreiben die unterschiedlichen Wirkungsbereiche. Andrè  Frank Zimpel stellt Überlegungen zur Neurobiologie des Spiels an und beschreibt dazu Entwicklungszonen im Kontext  der einzelnen Entwicklungsphasen nach Piaget.

Die Antworten von Elke Heller auf die Frage nach den positiven Effekten des kindlichen Spiels sind absolut „elterntauglich“. Ihre Auflistung der Entwicklung einzelner Spielformen lädt zu einer fachlichen Beschäftigung  und inhaltlichen Schwerpunktsetzung ein. Auch die anderen Artikel von Sylvia Zöller, Donata Elschenbroich und Otto Schweitzer ebnen den Weg zu einer pädagogischen Aufwertung und eignen sich – ganz praxisnah – auch für den Einsatz in Elterngesprächen.

 Ganz nah am politischen Kita-Alltag bewegt sich Susanne Hartmann. Ihr engagierter Aufruf zu mehr Professionalität im Berufsfeld „Erzieher“, ist viel mehr als emotionales Dampfablassen gegen „Schlecker-Frauen“. Ihr Verweis auf das in 2011 festgelegte Kompetenzniveau für diesen Beruf im Deutschen Qualifikationsrahmen (vgl. dazu auch unseren Beitrag) ist ein Gütekriterium, dessen Wahrnehmung in der Öffentlichkeit noch fehlt.

 In der Werkstatt lädt uns der Künstler Klaus von Mirbach ein, Bilder zu betrachten. Einfach nur schauen und erzählen! Nicht interpretieren. So soll es sein. Im Spezial dieser Ausgabe wird die Planung und Durchführung einer ökumenischen Kinderbibelwoche beschrieben. Die aktive - am kindlichen Entwicklungsstand  orientierte - Auseinandersetzung der beiden christlichen Konfessionen mit gemeinsamen Grundlagen kann als beispielhaft und motivierend zugleich verstanden werden.  Sie ist auch informativ, denn selbst die Autorin  dieser Zeilen hatte keine Ahnung von diesen frühpädagogischen Benchmarking-Projekten in ihrer Region.

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