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Kind beim Lesen von Bilderbüchern

Blick in die Fachzeitschriften Juli 2013

Christiane Hartmann, Kerstin Pack, Hilde von Balluseck

23.07.2013 Kommentare (0)

Der Blick in die Fachzeitschriften gibt ein- bis zweimonatlich einen Überblick über aktuelle Themen und neue Ansätze in der Frühpädagogik. Er umfasst insgesamt 10 Zeitschriften mit monatlicher bis vierteljährlicher Erscheinungsweise, die für die Frühpädagogik relevant sind. Aus allen besprochenen Zeitschriften werden Artikel für www.ErzieherIn.de ausgewählt und hier veröffentlicht.

Die Redaktion dankt allen Verlagen und Redaktionen, die sich zu dieser einmaligen Form der Kooperation und der Information für die monatlich bis zu 60.000 NutzerInnen von ErzieherIn.de bereit erklärt haben und wünscht eine anregende Lektüre. Im folgenden Überblick wird über die neuen Ausgaben der Zeitschriften: Betrifft Kinder, Diskurs Kindheits- und Jugendforschung,  Early Years,  Frühe Bildung,  Frühe  Kindheit,  Impulse, kinderleicht!?,  klein&groß,  TPS, Welt des Kindes berichtet.

Betrifft Kinder

In einem Gespräch mit Frauke Hildebrandt wird über die Erfahrungen mit dem „ Gemeinsamen Orientierungsrahmen für die Bildung in Kindertagesbetreuung und Grundschule“ in Brandenburg berichtet. Anna Winner präsentiert eine kritische Bestandsaufnahme der Bindungsforschung. Das Ulmer Modell für die Qualifizierung für die Arbeit mit den Kleinsten stellt Barbara Leitner vor. Über Experimente und Begegnungen mit der Technik informieren drei Artikel, auch der Beitrag von Christian Fazekas. Mehrere Beiträge berichten aus der Praxis von Kitas. Tipps zum Schreiben von Briefen und Pressemitteilungen gibt Claudia von Zglinicki (HvB)

Diskurs Kindheits- und Jugendforschung

Im neuen Heft wird die Konstruktion von Kindheit durch die Sozialpädagogik in mehreren Beiträgen dargestellt. Sie finden eine kritische Rezension  der Beiträge unter http://www.erzieherin.de/bilder-vom-kind.php

Early Years

Thema des neuen Heftes ist die Weiterbildung der frühpädagogischen Fachkräfte in verschiedenen Ländern unter verschiedenen Gesichtspunkten, zu denen auch Supervision und Mentoring gehören.  Die Artikel geben Einblicke in die Formen und Methoden der Weiterbildung in England, USA, Italien, Australien, Neuseeland und Kanada. Die Abstracts können aufgerufen werden unter http://www.tandfonline.com/toc/ceye20/current#.UdmBmqwdFWc.

Es handelt sich hier um die Zeitschrift eines angesehenen britischen Verlagshauses. Daher kann man nicht nachvollziehen, wieso in dem mir zugegangenen Heft die Seiten 163 bis 178 fehlen (HvB).

Frühe Bildung

Schwerpunkt des neuen Heftes ist das Thema Migration und Bildung in der frühen Kindheit. In einigen Beiträge n werden Forschungsergebnisse zur Wirkung von Förderprogrammen vorgestellt. Des Weiteren enthält das Heft Ergebnisse einer Studie zu den Unterschieden bei der Einschätzung kindlicher Entwicklung durch Beobachter. Und einen Kommentar von Thomas Rauschenbach zum Stand des U3-Ausbaus. Eine kritische Rezension des Hefts finden Sie unter http://www.erzieherin.de/wichtige-themen-migration-und-bildung-in-der-fruehen-kindheit.php.

Frühe Kindheit

Die Sommerausgabe steht unter dem Motto "Reisen mit Kindern". Karin Germer schreibt über die "gemeinnützige Familienerholung: damit alle Kinder mit ihren Familien verreisen können". Der Kinder- und Jugendarzt Hermann Josef Kahl beschäftigt sich mit Reisen von jungen Kindern. Längere Fahrten mit Babys beurteilt er eher skeptisch. Wenn doch, dann mit häufigen Pausen. Sybille Kallas streift mit Kindern unterwegs in der Natur. Dabei ist sie für die Kinder Er-Lebens-Raum und Spiel-Platz. Wie Kinder von Eltern im Auswärtigen Dienst die internationale Mobilität ihrer Familie verkraften, wird in "Weltweit mit im Einsatz" dargestellt. Neben dem Reisethema informiert ein sehr informativer Artikel über die Gefahren des ständigen Sitzens von Kindern  (C.H.).

Impulse

50 Jahre gibt es das Deutsche Jugendinstitut, daher widmet sich das neue Heft diesem Anlass. In fünf Kapiteln werden die unterschiedlichen Epochen, gekennzeichnet durch die jeweiligen Direktoren, mit ihren Schwerpunkten dargestellt.  Das ganze Heft kann man downloaden unter http://dji.de/bulletin/d_bull_d/DJI_2_13_Web.pdf.

Kinderleicht!?

Viktoria Herber schreibt über "die drei wichtigsten Dinge, die Kinder von Erwachsenen lernen". Das Wichtigste ist , das Leben zu lieben, das Zweitwichtigste ist, sich selbst zu lieben und das Drittwichtigste ist die Liebe zu den anderen. Dr. Stefanie Zysk beschäftigt sich mit dem "2-jährigen Kind in der Kita: Bereicherung und Herausforderung zugleich". Prof. Dr. Armin Krenz postuliert "Kinder brauchen eine beziehungsorientierte, aktive und zuverlässige Entwicklungsbegleitung". In "Kinderräume - KinderTräume" wird von Silke Schönrade die sinnvolle Raumgestaltung im Kindergarten behandelt. Dabei legt sie Wert auf übersichtliche und reizarme Gestaltung (C.H.).

Klein&groß

Das neue Heft behandelt in sechs Beiträgen das Schwerpunktthema "Sinnvolles für die Sinne - Ganzheitliche Erfahrungen für Kinder und Erwachsene", u.a. "Mit allen Sinnen die Welt entdecken" von Corine Knaus. Susanne Weyerstall erklärt, wie man den Abschied von der Kinderkrippe einfühlsam und professionell begleiten kann.  Der Beitrag von Inke Ruhe liefert hilfreiche Tipps für "Mehr Sicherheit für die Kleinsten".  Melanie Fehring empfiehlt, "Kunstwerke des Monats" in der Kita einzuführen, z.B. im Schaukasten oder an einem zentralen Platz im Flur. Wie man mit Musik vielseitig durch den Kita-Alltag kommt, erläutert Christian Hüser. Stefan Köhler-Holle gibt Anleitung zum Ballspielen, für Klassiker und Neues. Im Ratgeber Recht wird erklärt, wie man sich im Fall von Mobbing im Team richtig wehrt (C.H.).

Welt des Kindes

Im „Blickpunkt“ dieser Ausgab steht das ab August dieses Jahres geltende „staatliche Versprechen“ auf einen Betreuungsplatz für unter dreijährige Kinder. Das Heft enthält verständlich aufgearbeitete juristische Details zu dem Rechtsanspruch, die den Kita-MitarbeiterInnenn und Trägervertretern  aktuelle Informationen bieten. Demnach gehen Rechtsexperten davon aus, dass es trotz des Mangels an zur Verfügung stehenden Plätzen - in Frankfurt a. Main kommen auf 1000 frei werdende Plätze 3000 Antragsteller, die einen Anspruch erheben - es dennoch nicht zu der befürchteten Klagewelle kommen wird.

Das Hauptthema  „Kitas inklusiv gestalten“ wird von den AutorInnen aus unterschiedlichen Perspektiven bearbeitet. Der erfolgreiche Paralympics-Sieger und Pfarrer Rainer Schmidt teilt den Lesern seine persönlichen Erfahrungen mit. In einem Interview erläutert er Anita Rüffer den Grund für eine „überaus glückliche Kindheit“ trotz seiner körperlichen Beeinträchtigung. Der Titel des Artikels „Inklusion ist doch eigentlich der Normalfall“ spiegelt schon seine theologisch geprägte Vorstellung wider. Der Begriff „Inklusion“, oder vielmehr eine entsprechende professionelle Haltung, wird im Vorfeld dieses Interviews von Volker Pudzich und Martin Stahlmann ausführlich diskutiert und erläutert.

PIA –  die praxisintegrierte  Ausbildungsform für ErzieherInnen steht nach wie vor  in der Diskussion. Tatsache ist, dass mit diesem Format in „…einem hohen Maße andere Zielgruppen für den Beruf gewonnen“ werden konnten. Roland Durst und Kurt Brust schildern ihre Erfahrungen in der Umsetzung aus der Sicht der verantwortlichen Gestalter an dem Institut für soziale Berufe in Ravensburg. Ihr Fazit, als eine der drei Modellschulen in Baden-Württemberg: Nicht besser, nicht schlechter – anders.  Die beiden Autoren sprechen beiden Formen eine ganz eigene Attraktivität zu.  Für die, von den Gegner als  „Schmalspurausbildung“ abgewertete und von den Befürwortern als „Zukunftsmodell schlechthin“ hoch gelobte PIA, finden sie gute Argumente, ebenso wie für die klassische Form der Erzieherausbildung. 

In der Serie für Leitungskräfte geht es dieses Mal um den demokratischen Führungsstil (kp).

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