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Kind beim Lesen von Bilderbüchern

Blick in die Fachzeitschriften Juni 2013

Hilde von Balluseck, Kerstin Pack

21.06.2013 Kommentare (0)

Der Blick in die Fachzeitschriften gibt ein- bis zweimonatlich einen Überblick über aktuelle Themen und neue Ansätze in der Frühpädagogik. Er umfasst insgesamt 10 Zeitschriften mit monatlicher bis vierteljährlicher Erscheinungsweise, die für die Frühpädagogik relevant sind. Aus allen besprochenen Zeitschriften werden Artikel für www.ErzieherIn.de ausgewählt und hier veröffentlicht.

Die Redaktion dankt allen Verlagen und Redaktionen, die sich zu dieser einmaligen Form der Kooperation und der Information für die monatlich bis zu 60.000 NutzerInnen von ErzieherIn.de bereit erklärt haben und wünscht eine anregende Lektüre. Im folgenden Überblick wird über die neuen Ausgaben der Zeitschriften: Betrifft Kinder, klein&groß, Praxis der Psychomotorik,  TPS berichtet.

Betrifft Kinder

Heft 5 behandelt als Hauptsache Die ‚hundert Sprachen‘ der Kinder. Angelika von der Beek und Gerd E. Schäfer beschreiben in ihrem gleichnamigen Artikel eine Theorie, nach der „Handeln, Denken, Vorstellen, Empfinden undFühlen als Werkzeuge des Geistes gleichwertig behandelt werden“. Gleich im Anschluss wird die Konkretisierung geliefert in zwei Beiträgen über Gerüche. Im letzten Teil seiner Serie entwickelt Michael Kobbeloer Ideen für ein Zukunftskonzept für den Umgang mit den neuen Medien  Anregungen zum Schreiben gibt der Artikel von Claudia von Zglinicki. Assoziationen beim Besuch einer Oper, beim Blick in einen offenen Kindergarten, Ideen beim Arbeiten mit Steinsalz und Gips geben Hinweise zum Umgang mit Kindern in verschiedenen Kontexten. Ein schwieriges Thema packt die Redaktion im Gespräch mit Dorothee Gutknecht an: Was tun, wenn Kinder beißen?  Schließlich ein Beitrag zu persönlichen Erziehungszielen Studierender der Kindheitspädagogik in Potsdam.

Das Beiheft „Kinder in Europa“ befasst sich mit der Zusammenarbeit zwischen Eltern und pädagogischen Fachkräften. Es werden verschiedene Modelle der Zusammenarbeit in Frankreich, Italien, Belgien, Finnland, Dänemark, Griechenland, Spanien, Portugal und Rumänien vorgestellt.  Ein Überblick über Forschungen in 15 europäischen Ländern zum Thema rundet das Heft ab.(HvB)

Klein&groß

In dieser Ausgabe gehen die AutorInnen der Frage nach "Was bieten wir den Kindern, damit sie den Übergang gut bewältigen können?". Dazu werden die verschiedenen Transitionen der Lebensspanne von 0-6 Jahren unter drei Aspekten näher betrachtet. Stefanie Kuhlenkamp beschäftigt sich mit den Herausforderungen für Eltern und Kinder beim Übergang von der Familie in die Kita und von der Kita in die Schule. In einem Überblick führt sie die Möglichkeiten der vertrauensvollen Begleitung durch die ErzieherIn auf. Auch der Übergang von der Kinderkrippe in die Kita wird thematisiert.

Renate Niesel führt an Beispielen aus der Praxis auf, wie diese - mit starken Gefühlen einhergehende - Übergangsphase  von den Kindern gemeistert werden kann. Vor diesem Hintergrund fordert sie eine engere Kooperation von Pädagoginnen. Voraussetzung dafür sind detaillierte Kenntnisse des jeweils anderen Bildungsbereichs. Eine rigorose, altersbezogene Differenzierung der Bildungsinhalte hält sie nicht für sinnvoll, vielmehr sollten gemeinsame Bildungs-und Erziehungspläne der Länder  für Krippe und  Kita die Basis für die Frühpädagogik bilden.

Auch Brigitta Netta ist davon überzeugt Gemeinsam geht’s besser. Ihrer Auffassung nach ist der "positive kompetenzorientierte Blick" auf das Kind die Basis für eine gemeinsame Arbeit. Wie  die Übergangsphase in die Grundschule in der Praxis gestaltet werden kann, wird von ihr in einem Beispiel beschrieben.

Zu einer Gestaltung von individuellen Bildungsbiografien ohne Brüche,  ist die Sicherheit sich gesetzeskonform zu verhalten für die begleitenden PädagogInnen von großer Bedeutung. Die Schwierigkeiten, die sich aus den unterschiedlichen Rechtsgrundlagen der beiden Bildungsbereiche ergeben, lassen sich durch die Informationen von Judith Barth minimieren. Ein Muster für eine Einwilligungserklärung zum Datenaustausch mit der Schule rundet ihren Artikel ab.(kp)

Praxis der Psychomotorik

In der  aktuellen Ausgabe der Zeitschrift für Bewegungs- und Entwicklungsförderung zeigt sich die Vielfalt psychomotorischer Interventionsmöglichkeiten.

Linna Schüürmann  stellt in ihrem Artikel Aus dem Trauma bewegen ausführlich die Hintergründe einer psychomotorisch-motologischen Therapiemöglichkeit für traumatisierte Kinder vor. Sie geht davon aus, dass zukünftig in der professionellen Begleitung von Kindern die körperorientierten Verfahren an Bedeutung gewinnen. Für ein individuelles Handlungskonzept werden einzelne Praxisbausteine, wie z.B. „Trampolin“ oder „Tanz“ und ihre spezielle Wirkungsmöglichkeiten vorgestellt. 

Mit dem Thema Massage im Kindesalter beschäftigen sich Markus Müller und Norbert Fessler. Mit zahlreichen praktischen Übungen stellen sie ein Kurz-Massageprogramm vor, dass  für den Einsatz in Kindergarten und Schule entwickelt wurde.

 Eine altbekannte Raupe ist  nicht nur „Nimmersatt“ sondern auch „Nimmermüde“. Nicole Kwasnik zeigt die Einsatzmöglichkeiten der bekannten Bildergeschichte zum Thema psychomotorische Sprachförderung.  Theoretische Grundlagen und ein praktisches Bewegungsangebot laden zum Mitmachen und eigenen Interpretationen ein.  Eine prozessorientierte Strukturierungshilfe für die Umsetzung in einer U3-Gruppe zeigt auf, wie frühkindliches Lernen in einem ganzheitlichen  Bildungsprozess umgesetzt werden kann.

Der Artikel Le Parkour als Sturzprävention bei Kindern und Jugendlichen informiert über den neuen Trendsport und bietet mit einer Beispielstunde für Jugendliche erste praxisnahe Erfahrungen.

Anregungen - auch für eine inklusiven Sport-und Bewegungsförderung - kommen von Ulrike Kunze-Langenfeld. Möglichkeiten und Hintergründe zu einer Förderung von Kindern mit Bewegungsauffälligkeiten und Wahrnehmungsstörungen werden von Andrea Kisch und Sabine Pauli vorgestellt.(kp)

TPS

In Heft 4 wird das Thema Männer und Frauen in der Kita von allen Seiten beleuchtet. Zunächst stellen Michael Cremers und Jens Krabel das Bundesprogramm MEHR Männer in Kitas vor.  Holger Brandes, Petra Schneider-Andrich und Markus Andrä fragen und antworten auf die Frage, wozu Kinder (männliche) Rollenvorbilder brauchen. Warum Männer in der Kita auch für Mädchen wichtig sind, beschreibt Inés Brock. Ein Artikel vergleicht männliche und weibliche Fachkräfte. Die Geschlechterdynamik in gemischten Teams wird ebenso unter die Lupe genommen wie Innensichten aus geschlechtergemischten Teams  und die männliche und weibliche Leitung. Ein männlicher Erzieher beschreibt, wie es ihm Im Hoheitsgebiet der Frau geht, ein weiterer Beitrag geht auf die Befindlichkeit von männlichen Erziehern auf einer mehr theoretischen Ebene ein. Auch Kinder kommen zur Repräsentanz beider Geschlechter unter den Fachkräften  zu Worte. Was Arbeitskreise von männlichen Erziehern zur Personal- und Qualitätsentwicklung leisten können, thematisiert Tim Rohrmann, der auch einen Artikel zu männlichen Erziehern in Bilderbüchern präsentiert. Sehr interessant sind aber auch die nicht am Geschlechterthema ausgerichteten Beiträge zur Etablierung von Nachwuchsarbeit in der Kita, zur Kritik unter KollegInnen, zu älteren Mitrbeiterinnen, zur Bildungsverantwortung evangelischer Träger und zur Frühpädagogik als Führungsaufgabe im Kontext des Bachelorstudiums.(HvB)

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