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Kind beim Lesen von Bilderbüchern

Blick in die Fachzeitschriften Mai 2009

01.06.2009 Kommentare (0)

In unserer Umschau präsentieren wir Ihnen Einblicke in die Fachpresse. Heute berichten wir über Inhalte aus vier führenden Fachzeitschriften, von denen jeweils auch ein Artikel in unserem Portal zu finden ist. Wir bitten die Verlage und die LeserInnen um Verständnis, dass wir nicht jeden Artikel zitieren können.

frühe Kindheit

Die Zeitschrift frühe Kindheit (die ersten sechs Jahre) hat ihr erstes Heft in diesem Jahr dem Thema Väter gewidmet. Das Thema hat Konjunktur. Darin kommt einerseits der Protest verantwortungsvoller Väter zum Ausdruck, die ihre Rolle in der Familie nicht ausreichend gewürdigt sehen. Zum anderen sind es Wissenschaftler, die im Zuge einer Veränderung der Männerbilder einer gebildeten Mittelschicht versuchen, die Bedeutung von Vätern zu begründen.

Im Heft „Die Rolle des Vaters in der frühen Kindheit“ hält Dieter Thomä ein unprätentiöses „Plädoyer für aktive Vaterschaft“. Während manche Väterverbände zu einem neuen Geschlechterkampf aufrufen, wird hier das Bild des freundlichen, jedoch auch selbstbewussten Vaters gezeichnet, der das Aufwachsen seiner Kinder mit Freude und Bereitschaft zum Miteinander begleitet.
Isabelle Krok berichtet über die Kinderwünsche junger Männer.
Wie schwer es ist, die schönen Vorstellungen von Vaterschaft in der Arbeitswelt durchzuhalten, beschreibt Claudia Zerle in ihrem Artikel zu Vaterschaftskonzepten. Bernd Neumann und Volker Baisch begründen, als wenn man dies noch müsste, wozu „Väter überhaupt gut“ sind, ebenso wie Kristina Heindel in ihrem Beitrag zum „Vater als Teil der Familien-Triade“. Angesichts der Zunahme von Ein-Eltern-Haushalten und Patchwork-Familien verdient der Artikel von Ingeborg Rakete-Dombek zum gemeinsamen Sorgerecht nicht miteinander verheirateter Eltern besondere Aufmerksamkeit.
Wenn dann allerdings der stets und überall präsente W.F. Fthenakis im ersten Satz eines Interviews behauptet, „Kinder benötigten für ihre Entwicklung Mutter und Vater“ und sich dann auf die Evolution beruft , dann ist noch lange nicht geklärt, welche Rolle beide Geschlechter spielen. Es folgen sehr aufschlussreiche Praxisberichte, auch von Väterorganisationen, die deutlich machen, wie ernst viele Männer ihre Vaterschaft heute nehmen - eine sehr erfreuliche Entwicklung.

Betrifft Kinder

Im Heft 3/09 der Zeitschrift Betrifft Kinder (ebenfalls wieder mit einem Artikel von Fthenakis, in dem er seine Thesen zur Ko-Konstruktion wiederholt) wird ein bunter Fächer der Frühpädagogik aufgespannt.
Der Artikel „Briefe aus Reggio“ reflektiert die Anwendbarkeit der Reggio-Pädagogik auf den eigenen Kita-Alltag. Zwei Artikel befassen sich mit geschlechtssensibler Pädagogik, wobei der Blick nach Schweden besonders interessant ist. Philosophische Gespräche mit Kindern sind ein Beleg für die Reflexionsfähigkeit von Kindern zu grundsätzlichen Fragen. Auch wie ErzieherInnen das Thema Sterben und Tod behandeln können, wird von der Redaktion aufgegriffen, indem Kirsten Winderlich Bilderbücher vorstellt.
In den Artikeln im Bereich Werkstatt werden Anregungen für die tägliche Praxis gegeben, u.a. wird über eine Kinderkunstwerkstatt in der Krippe berichtet, und über das Welt-Projekt von Brigitte Rametsteiner.

klein & groß

Die Fachzeitschrift klein & groß widmet sich in Heft 6 dem Thema der Kinderrechte und behandelt auch sehr ausführlich das Thema Kinderschutz.
Yvonne Wagner schreibt über das Selbstverständnis einer demokratischen Erziehung. In dem Artikel „Uns ist aufgefallen, dass ...“ von Sibylle Münnich erhalten ErzieherInnen praktische Hinweise zum Umgang mit Eltern, deren Kinder gefährdet erscheinen. LINK
Auch das Thema der kindlichen Widerstandsfähigkeit wird erörtert (siehe auch den Beitrag von Fröhlich-Gildhoff). Wie Kitas mit anderen Institutionen zusammenarbeiten können, zeigt der Artikel über Netzwerke. Für die Praxis gibt es Artikel über die Umsetzung der Bildungspläne, über Werteerziehung im Kindergarten und wie Kinder die Natur im Sommer erleben können. Schließlich ist der Artikel zur Persönlichkeit der Erzieherin zu nennen, die immer wieder Anlass zu Überlegungen für die Qualifikation gibt.

TPS

Das neue Heft von TPS hat den Schwerpunkt Schulkinder.
Die frühpädagogischen Orte für Schulkinder - Hort, Schülerhilfen, Familiengruppen und Ganztagsschulen - werden in unterschiedlichen Beiträgen diskutiert. Die Perspektive der Kinder zum Hort wie auch die besonderen Herausforderungen an die Zusammenarbeit werden ebenfalls in Artikeln dargestellt. Den potentiellen Konflikt zwischen Hort und Ganztagsschule stellt Rainer Strätz dar, dessen Beitrag gleichzeitig ein Überblick über die Ganztagsangebote für (Grund-) Schulkinder ist. Schließlich bringt das Heft auch Anregungen für die Praxis wie z.B. den Artikel über Kinder-Sprache.

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Ullrich Böttinger, Klaus Fröhlich-Gildhoff (Hrsg.): Teilhabe aller Kinder ermöglichen. FEL Verlag Forschung Entwicklung Lehre (Freiburg) 2017. 91 Seiten. ISBN 978-3-932650-84-0.
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Christiane Arens-Wiebel: Autismus. Verlag W. Kohlhammer (Stuttgart) 2019. 220 Seiten. ISBN 978-3-17-034781-6.
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