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Kind beim Lesen von Bilderbüchern

Blick in die Fachzeitschriften - November 2011

Hilde von Balluseck

16.11.2011 Kommentare (0)

Der monatlich erscheinende Blick in die Fachzeitschriften gibt einen Überblick über aktuelle Themen und neue Ansätze in der Frühpädagogik. Er umfasst mittlerweile insgesamt 13 Zeitschriften mit monatlicher bis vierteljährlicher Erscheinungsweise, die für die Frühpädagogik relevant sind. Aus allen besprochenen Zeitschriften werden Artikel für www.ErzieherIn.de ausgewählt und hier veröffentlicht. Redaktionen einiger wissenschaftlicher Zeitschriften kommen wir insofern besonders entgegen, als wir auf die Abstracts wichtiger Artikel verlinken.

In unserem Bericht über die neuen Ausgaben der Zeitschriften gehen wir alphabetisch vor. Bei der Auswahl der veröffentlichten Artikel werden Themen ausgewählt, die noch nicht so häufig auf www.ErzieherIn.de vertreten sind. Auf diese Weise erhält das Portal immer wieder „Nachschub“ mit Beiträgen aus allen Bereichen, die dort vertreten sind: Pädagogische Praxis, Einrichtungsleitung, Ausbildung/Studium, Weiterbildung, Forschung, Medien, Berufs- und Kitapolitik.

Die Redaktion dankt allen Verlagen und Redaktionen, die sich zu dieser einmaligen Form der Kooperation und der Information für die monatlich über 40.000 NutzerInnen von ErzieherIn.de bereit erklärt haben und wünscht eine anregende Lektüre.

November 2011

Frühe Kindheit

Das Thema von Heft 5 sind Kinder und Armut. Der bekannte Sozialwissenschaftler Christoph Butterwegge erläutert zum Eingang, was Kinderarmut in einem reichen Land wie der Bundesrepublik bedeutet, Uta Meier-Gräwe beschreibt Kinderarmut als Familienarmut, diesen Beitrag haben wir übernommen. Beide Artikel enthalten eine Vielzahl von Daten und Fakten, die in einer Diskussion hilfreich sind. Sie enthalten aber auch Forderungen, wie das Konzept von UNICEF zur Lebensqualität von Kindern und Jugendlichen, mit dem sich Hans-Peter Heekerens befasst. In den darauf folgenden Beiträgen kommt die Praxis zu Wort. Sabine Skutta beschreibt, was ein Fahrrad mit der Würde des Kindes zu tun hat (jedenfalls in Deutschland, möchte man hinzufügen). Hier werden auch viele Anregungen für den Umgang mit der Armut in der Pädagogik gegeben, ebenso wie im kritischen Artikel von Joachim Rock „Vernachlässigte Fürsorge“. In einem Interview stellt Ministerin Ursula von der Leyen dar, wie sehr Bildung von ausreichenden finanziellen Mitteln abhängig ist. Nun ja - die Bemerkung sei mir erlaubt - vielleicht hätte die Ministerin sich doch ein intelligenteres Konzept als das bürokratiefördernde Bildungspaket einfallen lassen können, um hier Abhilfe für Kinder in Armut zu schaffen, Vier gute Beiträge befassen sich mit Projekten, in denen das Augenmerk besonders bedürften Kindern gilt. Schließlich wird die Forderung des Bündnisses „7 % für Kinder“ ausführlich dargestellt, das den reduzierten Mehrwertsteuersatz von 7 Prozent auf Produkte und Dienstleistungen für Kinder fordert. Wäre das nicht eine feine Sache, Frau von der Leyen?

Kindergarten heute 

Heft 11/12 enthält ein Interview mit Gerd Schäfer über Sinne und Sinneserfahrungen. Schäfer betont die Bedeutung des Raums und einer guten Beziehung, damit Kinder die Eindrücke ihrer Umwelt wahrnehmen und ordnen können, wobei auch Ruhe und Alleinsein eine wichtige Rolle spielen. Dazu passt der Artikel von Jutta Walgern über eine Entspannungsreihe für Kinder. Monika Schaarschmidt beschreibt ein Projekt mit einem Tageslichtprojektor, mit dem die Kinder experimentieren konnten. Über die Formen der Kindeswohlgefährdung schreibt Matthias Bergediek. Netzwerkarbeit steht im Mittelpunkt eines Praxisbeispiels aus Lohbrügge. Für die Spracharbeit mit Kindern schlagen zwei Autorinnen Spiele mit Lautmalerei vor.

klein & groß

Das Thema von Heft 11 ist der Umgang mit Abschied, Tod und Trauer. Dabei geht es um die kindlichen Vorstellungen vom Tod (Diana Schmidt:Wohnt Opa jetzt im Himmel), um Gespräche mit Kindern über den Tod (Claudia Franz) und die Trauerbegleitung von Kindern. Auch die Trauer von Kindern nach einer Scheidung der Eltern wird einbezogen (Helga Kernstock-Redl: Scheidungen tun weh). Für den Umgang mit den unter Dreijährigen wird die Eingewöhnungszeit und die beziehungsvolle Pflege dargestellt. Den Artikel „Hier fühle ich mich wohl“ von Inga Bodenburg und Gunhild Grimm haben wir übernommen. Für die Praxis gibt es aber noch weitre Anregungen, so den spielerischen Umgang mit Abfällen, die Erfahrungen einer Mutter mit einem Waldtag und die Vorstellung von unkonventionellem Spielzeug für die Kita. Was man in einem Familienzentrum alles machen kann, beschreibt Rita Greine. Horst Küppers wendet den Blick wieder über die nationalen Grenzen und schreibt über Straßenkinder in Istanbul. Schließlich dürfte für LeiterInnen der Ratgeber Recht interessant sein, der sich mit der Rechtsposition von Großeltern und Patchwork-Eltern im Kita-Alltag befasst.

Kleinstkinder in Kita und Tagespflege

Heft 06/11 hat als Fachthema Emmi Pikler und ihre Pädagogik. Zur Einführung wird das Konzept der Pikler-Pädagogik dargestellt, als zweites werden Beobachtungen im Pikler-Institut in Budapest beschrieben, und schließlich wird ausgeführt, wie die Pikler-Pädagogik in der Praxis die beziehungsvolle Pflege von Kleinstkindern gestaltet. Darüber hinaus werden die Lernschritte eines kleinen Jungen beim Trinken dargestellt, dessen Entwicklung schon in mehreren Heften thematisiert wurde. Ideen fürs szenische Spiel mit Kindern unter drei stellt Claudia Fröhlich dar und Svenja Ernsten gibt Hinweise für die kleinen Geschenke in einem selbst gebastelten Adventskalender. Für den Umgang mit der Musik in der Adventszeit gibt Nicole Müller Anregungen. Auch für die naturwissenschaftliche Bildung gibt es zwei Artikel.

TPS – Theorie und Praxis der Sozialpädagogik

Das Thema von Heft 9 sind Väter in Kitas. Dazu werden zunächst mal Kinder gehört, wobei ein Kind seinem Vater das große Kompliment ausspricht: „Ich kann mir vorstellen, dass er gut als Erzieher arbeiten könnte.“ Auch die Väter kommen zu Wort in Zitaten aus einer Umfrage der Zeitschrift. Grundlegend wird das Thema behandelt von Holger Brandes (Väter: Mehr als Ersatzmütter) und Johannes Huber (Die Bedeutung des Vaters für die Kindesentwicklung). Die praktischen Auswirkungen der Mitarbeit von Vätern beschreiben Artikel über Vater-Kind-Übernachtungen in der Kita (Ludger Bär), Die Väter-freundliche Kindertageseinrichtung (Ulrike Wehinger), Erlebnis-Wochenenden mit Vätern (Rainer Goldbach, Jutta Nauerz) und den Alltag mit Vätern (Martin Verlinden). Wir haben aus diesem Heft den Artikel übernommen, der das Thema einmal aus männlicher, dann aus weiblicher Sicht behandelt (Patrick Wüst und Margit Reichelt).

Welt des Kindes

Auch dieses Heft befasst sich mit dem männlichen Geschlecht, allerdings mit den Jungen. Klaus Hurrelmann hält, wie schon häufiger, ein Plädoyer für eine gezielte Jungenförderung, ein Interview mit zwei Erzieherinnen befasst sich mit der Frage, was Jungs brauchen, und Frank Jansen befasst sich mit den Klischees über Jungen. Wir haben zu diesem Thema den Artikel „Ringen, rangeln, Kräfte messen“ von Wolfgang Beudels übernommen, der die Mädchen bei dieser Thematik glücklicherweise einbezieht. Über Männer als Erzieher berichtet Daniela Steffes, während ein Interview mit einem Kita-Leiter dessen persönliche Sicht auf dieses Thema darstellt. Außerdem zeigt Roland Fehrenbacher auf, welche Neuerungen das neue Bundeskinderschutzgesetz mit sich bringt

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