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Kind beim Lesen von Bilderbüchern

Blick in die Fachzeitschriften November 2012

Hilde von Balluseck

09.11.2012 Kommentare (0)

Der Blick in die Fachzeitschriften gibt ein- bis zweimonatlich einen Überblick über aktuelle Themen und neue Ansätze in der Frühpädagogik. Er umfasst insgesamt 10 Zeitschriften mit monatlicher bis vierteljährlicher Erscheinungsweise, die für die Frühpädagogik relevant sind. Aus allen besprochenen Zeitschriften werden Artikel für www.ErzieherIn.de ausgewählt und hier veröffentlicht.

Die Redaktion dankt allen Verlagen und Redaktionen, die sich zu dieser einmaligen Form der Kooperation und der Information für die monatlich bis zu 60.000 NutzerInnen von ErzieherIn.de bereit erklärt haben und wünscht eine anregende Lektüre. Im folgenden Überblick wird über die Zeitschriften Betrifft Kinder, Frühe Bildung, klein & groß, tps berichtet.

Betrifft Kinder

Als „Hauptsache“ bringt das neue Heft einen Artikel von Sigrid Ebert zum Thema Professionalisierung im Kontext des Qualifikationsrahmens befasst. Die Autorin geht im Gegensatz zu unserem Beitrag davon aus, dass der Vorschlag, Fachschul- und Hochschulausbildung auf eine Stufe zu stellen, vernünftig ist und realisiert wird. In einem Artikel wird auf das kommende Buch von Jürgen Zimmer hingewiesen, in dem seine Erfahrungen dokumentiert werden. Ein Bericht von Erika Berthold informiert über Ausstellungen für Kinder in Hamburg.  Kindern die Natur nahe zu bringen ist das Thema von drei Beiträgen: Das Projekt „Steine, Sand und Erde“, dann die Ausführungen von Herbert Österreicher über Steine, die Teil einer Serie sind, und wie Kinder einen Bach erforschen.  Eine liebevolle Skizze darüber, wie kleine Kinder Haushaltsgeräte erforschen hat Dagmar Arzenbacher verfasst. Die Glosse von AchimKniefel befasst sich diesmal mit dem Thema Elternabende.

Frühe Bildung

Das neue Heft hat den Schwerpunkt Kompensatorische Sprachförderungung und ist von Hans Günther Roßbach und Marcus Hasselhorn herausgegeben.  Im ersten Beitrag geht es um die Frage, inwieweit US-amerikanische Untersuchungen zur kompensatorischen (Sprach-) Förderung auf deutsche Verhältnisse übertragbar sind. Die Antwort geht in Richtung „Nein“, aus den verschiedensten Gründen. Interessant an diesem Artikel ist allerdings die Forderung, „Benachteiligung“ zu differenzieren und nicht nur die sozio-ökonomischen Bedingungen, sondern auch das „Anregungsniveau“ in den Blick zu nehmen. Dies ist - was der Artikel nicht sagt - ein Hinweis auf die Bedeutung des „kulturellen Kapitals“ in Familien, das sich auch in einer hohen Fähigkeit zur Zuwendung und Empathie zeigen kann.

Der Beitrag zur Evaluation einer Sprachfördermaßnahme für Vorschulkinder in Hessen zeigt auf, dass die Sprachförderkurse für mehrsprachige Kinder im letzten Jahr vor der Einschulung keine besseren Ergebnisse brachten als die „normale“ Förderung in der Kita. Die Autorinnen fordern den Beginn der Förderung zu einem früheren Zeitpunkt.  Man könnte allerdings auch folgern, dass gut trainierte ErzieherInnen bessere Leistungen bei der Förderung erbringen könnten.  Ein weiterer Artikel stellt die positiven Wirkungen eines vorschulischen Trainings der phonologischen Bewusstheit dar.  Dieser Artikel wird durch zwei weitere Beiträge zur phonologischen Bewusstheit ergänzt. Ein Freier Beitrag weist darauf hin, dass eher Eltern mit einem hohen Bildungsstand externe Betreuungsangebote durch die Kita und andere Freizeitangebote nutzen.

Soweit die Abstracts im Netz verfügbar sind, können Sie sie unter http://psycontent.metapress.com/content/t316892v7887/?p=254d6af0bae24dc0b5b84eb9ad4147ea&pi=0 herunterladen.

Klein & groß

Das Thema Sprachentwicklung ist zur Zeit en vogue. Auch klein & groß befasst sich damit. Das neue Heft hat den Themenschwerpunkt Mehrsprachigkeit in Kitas. Ein Artikel führt ein in die Sprachentwicklung und bilinguales Erziehen.  Elke Schlösser schreibt dann über die Einstellungen zur kooperativen Spracharbeit von Eltern und Erzieherinnen.  Ein Interview mit der Begründerin des KIKUS-Sprachprogramms befasst sich mit der Frage, wie Mehrsprachigkeit in der Kita gelingen kann. Sonja Areba beschreibt die interkulturelle Öffnung eines Kindergartens. Ein weiterer Artikel analysiert die Bedingungen für eine erfolgreiche Eingewöhnung bei unterschiedlichen Kulturen von Erzieherinnen und Eltern. Wieder gibt es viele Ideen für die Kleinsten, diesmal für den Herbst.  Zwei Beiträge thematisieren ungewöhnliche Aspekte für die Kita: Ein Bericht über einen philosophischen Kunstworkshop und einer über Meditation mit Kindern.  Sehr beeindruckend wieder ein Bericht aus einer ganz anderen Welt: Kindheit in Ruanda, dem vom Genozid gezeichneten Land. Schließlich ein Bericht über ein Beobachtungsverfahren (KOMPIK) und eine Reflexion über die Ausdrucksformen von Kindern.  Den juristischen Ratgeber  zum Umgang mit Medikamenten in der Kita haben wir übernommen.

TPS – Leben, Lernen und Arbeiten in der Kita

Der Schwerpunkt des Heftes lautet: Rollenspiel, Puppenspiel, Theater.  Einen Grundsatzartikel haben Lena Sophie Kaiser und Norbert Neuß verfasst, den wir übernommen haben. Auch Claudia Fröhlich befasst sich mit den psychologischen Implikationen des Theaterspielens („Ich und ein Anderer zugleich sein“). Halka Bryhan gibt einen Abriss über Theaterformen, die für die Kita geeignet sind, Carola Kammerlander und Eike Ostendorf-Servissogulou beschreiben, wie in einer Kita ein Theaterstück entsteht, bei dem die Kinder dann auch die Regie übernehmen.  Auch die Allerkleinsten können Freude am Theaterspielen haben, das beschreibt Claudia Fröhlich.  Ein Artikel informiert über die Persona Dolls, mit denen Kinder zu Gesprächen eingeladen werden. Ein Beitrag beschreibt, wie Erwachsene im Kinderspiel Rollen übernehmen können. Dieser und noch weitere Beiträge machen deutlich, welche großen Möglichkeiten die verschiedenen Formen des Theaters auch im Kleinkindalter für die kindliche Entwicklung bieten.

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