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Kind beim Lesen von Bilderbüchern

Blick in die Fachzeitschriften November 2013

Christiane Hartmann

26.11.2013 Kommentare (0)

Der Blick in die Fachzeitschriften gibt ein- bis zweimonatlich einen Überblick über aktuelle Themen und neue Ansätze in der Frühpädagogik. Er umfasst insgesamt 10 Zeitschriften mit monatlicher bis vierteljährlicher Erscheinungsweise, die für die Frühpädagogik relevant sind. Aus allen besprochenen Zeitschriften werden Artikel für www.ErzieherIn.de ausgewählt und hier veröffentlicht.

Die Redaktion dankt allen Verlagen und Redaktionen, die sich zu dieser einmaligen Form der Kooperation und der Information für die monatlich bis zu 60.000 NutzerInnen von ErzieherIn.de bereit erklärt haben und wünscht eine anregende Lektüre. Im folgenden Überblick wird berichtet über die neuen Ausgaben der Zeitschriften: frühe Kindheit, klein & groß, Praxis der Psychomotorik, TPS, Welt des Kindes und Weltwissen Sachunterricht.

Frühe Kindheit

Heft 5/13 beschäftigt sich mit Männern in der Erziehung. Vom Ernährer zum Miterzieher beschreibt Thomas Gersterkamp Väter auf der Suche nach einer Erweiterung ihrer Rolle. Ralf Ruhl stellt sich die Frage, was Väter eigentlich anders machen und was die Kinder davon haben. Ansgar Röhrbein legt dar, wie Väter heute ihre Rolle verstehen und verstehen können.

Matthias Stiehler behandelt den Mangel an Väterlichkeit und die Folgen für die Kinder. Robert Richter schreibt über Väter in Elternzeit. Allein unter Frauen sind die Männer in der Elementar- und Primarpädagogik, von denen Patricia Bartls Beitrag handelt. Männer in Kitas – Was machen sie anders und wie profitieren die Kinder von ihnen? Die Ergebnisse aus der Tandem-Studie zu professionellem Erziehungsverhalten werden von Holger Brandes und Team vorgestellt.

Bernhard Koch widmet sich der Frage, wie Männer für den Erzieherberuf gewonnen werden können. Eberhard Schäfer schlägt vor, sich vorzustellen, dass jeder Vater sich mindestens drei Monate Elternzeit nehmen müsste. Es wird informiert über das Internetportal www.väterzeit.de und über das Väternetz Niedersachsen. Dorothea Warnow schreibt über Gleichstellung und Geschlechtersensible Pädagogik. Das Hamburger Netzwerk „MEHR Männer in Kitas“ findet Antworten auf den Fachkräftemangel.

Florian Esser teilt seine Beobachtungen als Kita-Erzieher über Jungen mit, die ohne Vater aufwachsen. Marcell Mages inspiriert Männer, in die Kinderkrankenpflege zu gehen. Der Serviceteil enthält u.a. Veranstaltungshinweise und Rezensionen von Väter-Büchern.

Die nächste Ausgabe hat das Schwerpunktthema „Kinderrechte anerkennen und verwirklichen“.

klein & groß

Das 68-seitige November-Heft von klein & groß beschäftigt sich auf 18 gut lesbaren Seiten mit dem Themenkomplex „Das Team stärken. Gemeinsam den pädagogischen Alltag meistern“. Sibylle Münnich setzt Impulse für die Teamarbeit in der Kita. Sie hält den klaren Rollenzuschnitt – so wie beim Fußball – für wichtig, damit das Team sich eine gute Struktur erarbeiten kann. Ulrike Lindner lädt ein, dass jede Mitarbeiterin als eine „Botschafterin der Kita“ auftritt. Maria T. Kluge gibt im Interview Impulse zur Achtsamkeit im Team. Rita Greine stellt einen humorvollen Kompetenztest für Erzieherinnen-Teams vor. Susanne Weyerstall behandelt in „Teas Blog“ Herausforderungen im Krippenalltag.

Anne Thiel schreibt über „Die Eingewöhnungsphase – auch eine Belastung für die Gruppenkinder“. Inge Worthmann und Silke Ratzeburg widmen sich dem plastischen Gestalten mit Ton im Kindergarten. Die klein & groß enthält Basteltipps und Mitmachverse für den Herbst.

Über ihre Erfahrungen mit Theater für und mit Kindern schreibt Gudrun Mütze von der Lahr. In der Villa Konfetti in Roßbach stellen die Kinder in den letzten vier Monaten vor Schulbeginn ein Theaterstück auf die Beine.

Der internationale Beitrag behandelt die Frühpädagogik in Kap Verde.

Ulrich Frischenschlager-Rempe hält ein Plädoyer für eine Umorientierung in der Frühpädagogik. Susanne Weyerstall beschreibt den Weg einer Schulkindergarten-Gruppe für Kinder mit Behinderungen und einer regulären Kindergarten-Gruppe zu einer inklusiven Erziehung. Trudi Kühn zeigt, wie Erzieherinnen Schritt für Schritt ihre Handlungskompetenz für gelingende Beziehungsgestaltungen mit den Kindern erweitern können. Melanie Fehring gibt gute Tipps zum Feiern in der Kita. Rita Greine erläutert, wie man Informationen in der Kita kreativ präsentieren kann. Judith Barth behandelt rechtliche Aspekte von Teambesprechungen.

Zum Service gehören Literaturempfehlungen für Erzieherinnen.

Das Thema des Dezember-Hefts wird „Fantasie und Kreativität“ sein.

Praxis der Psychomotorik

Hans-Jürgen Beins präsentiert „Bewegung und Spiel für die Kleinsten – Psychomotorik für Kinder von 1-4 Jahren“. Ernst-Ulrich Huster und Michael Wendler schreiben über „soziale Inklusion und Bildungsgerechtigkeit im Kontext bewegungs- und körperorientierter Förderung“. Norbert Fessler und Alexia Weiler lehren Körpermeditationen für Kinder.

Annelie E. Adler setzt sich kritisch mit sensorischer Integration auseinander. Rudolf Lensing-Conrady zeigt, wie man spielerisch in die Balance kommt. Das Heft enthält eine Seite mit fantasievollen Bewegungslandschaften und Hinweisen für die Aufstellung einer Sechseckschaukel, bei der die spielenden Kinder (ab sechs Jahre und Heranwachsende) aufeinander zu schaukeln, sich ansehen und mit den Füßen berühren können.

Corinna Trockel stellt Sherborne Developmental Movement für die motopädische Arbeit mit Menschen mit geistiger und körperlicher Behinderung. Für das späte Kindesalter (Mädchen 10. - 12., Jungen 10. - 14. Lebensjahr) eignet sich das Projekt „Wir starten bei den Olympischen Winterspielen!“, bei dem Wintersportarten in die Halle verlegt werden. Heide und Gernot Tille nutzen für ihre Vorschläge die mediale Öffentlichkeit der Winterolympiade in Sotschi vom 7. - 23. Februar 2014. Sie animieren die Kinder, den Aktiven in der Turnhalle nachzueifern beim Skifliegen, Viererbob, Zonen-Curling, Skeleton, Eisschnelllauf, Rodeln, Snowboard, Biathlon, Skilanglauf und Eishockey.

Marianne Eisenburger schreibt über Bewegung und Lebensfreude – was motogeragogische Begleitung mit Anregung und Wohlbefinden zu tun hat. Computerspiele für Senioren und eine Aktivierungstherapie für Menschen mit Demenz werden vorgestellt.

Das Heft enthält drei Seiten Weiterbildungsangebote.

Heft 1/14 der „Praxis der Psychomotorik“ erscheint im Februar 2014. Behandelt werden unter anderem „Bewegung in der Kindheit – Entwicklung eines Qualifikationsprofils für pädagogische Fachkräfte“, ein Kindergartenprogramm zur Sucht- und Gewaltprävention sowie Körperwahrnehmungsübungen mit Eutonie.

TPS

Heft 9/2013 von Theorie und Praxis der Sozialpädagogik behandelt auf 37 passend illustrierten Seiten den Themenschwerpunkt „Vom Kind aus denken – Ästhetische Bildung“. Edeltraud Prokop stellt ein Musik- und Theaterprojekt für Kinder vor (2 ½ bis knapp 6 Jahre). Sabine Lippold schreibt über ästhetische Bildungsprozesse aus der Perspektive des Kindes betrachtet. „Jedes Kind ist begabt“, heißt Silja Breckwoldts Beitrag über ästhetische Bildung im Atelier für Kita-Kinder. Gerd E. Schäfer widmet sich der Bedeutung der Ästhetik für frühkindliche Bildungsprozesse.

Silja Breckwoldt hat Fortbildungen für pädagogische Fachkräfte darüber gegeben, was es heißt, den kreativen Weg von Kindern zu begleiten und zu unterstützen. „Wie sensibel oder unsensibel reagieren Erwachsene auf kreative Ideen und deren Umsetzung von Kindern? Wie wurde es in der eigenen Kindheit erlebt?“ waren die ersten Fragen.

Beate Daiber schreibt über Entschleunigung und Achtsamkeit in kreativen Prozessen und Melina Bünger behandelt das kreative Schöpfertum im Krippenatelier. Elisabeth Noske bringt dem Leser / der Leserin die Seelen-bildende Funktion der ästhetischen Bildung nahe.

Claudia Frey stellt das Gartenatelier der Kindertagesstätte Rieselfeld in Freiburg vor, das Raum bietet für kreative Schöpferkraft und Teilhabe.

Rüdiger Hansen und Raingard Knauer erklären, wie Kindertagesstätten Beschwerdeverfahren für Kinder umsetzen können.

Die Ergebnisse der NUBBEK-Studie, einer groß angelegten Untersuchung zur Betreuungsqualität in Kitas und Tagespflege, werden dargestellt. Der internationale Beitrag des TPS-Heftes beschäftigt sich mit Montessori-Pädagogik im Buschland von Malawi.

Die Freie Wohlfahrtspflege wirbt um Organisationstalente und Perspektiventwicklerinnen für den ErzieherInnenberuf.

Das Heft enthält mehrere Seiten Fachbuchempfehlungen und Ratgeber für die Frühförderung.

Dem TPS-Heft liegt ein Elternbrief „Mit Kindern trauern“ bei. Herausgeber ist die BETA, Bundesvereinigung Evangelischer Tageseinrichtungen für Kinder e.V.. Das Heft kostet 0,40 Euro pro Exemplar und kann bei mail@beta-diakonie.de bestellt werden.

Welt des Kindes

Schwerpunkt des November-/Dezember-Heftes ist „Was heißt denn hier Bildung? Mit Eltern im Dialog“. Ludwig Liegle formuliert Gedanken zu den Bedingungen einer Erziehungs- und Bildungspartnerschaft zwischen Familie und Kita.

Wie sich ihr Verhältnis zu den Eltern im Lauf ihres Berufslebens verändert hat, schildert die Erzieherin Silke Mende in ihrem Beitrag „Ich kann die Eltern verstehen“.

Was erwarten Kinder und Eltern von der Kita? Was ist ihnen wichtig? Sechs Kita-Kinder und deren Mutter oder Vater kommen zu Wort. Wie Erzieherinnen ihre Arbeit und die Bildungsprozesse der Kinder transparent, also auch für Eltern erfahrbar machen können, zeigt Sylvia Zöller. Auch Frank Jansen setzt sich in seinem Beitrag mit dem Elternwunsch nach mehr Förderprogrammen auseinander. Er erkennt in diesem Wunsch die Sorge, die Kinder könnten später dem schulischen Leistungsdruck nicht gewachsen sein. Jansen erklärt, dass das selbstbestimmte und selbstgestaltete Spiel der Kinder nachhaltigere Bildungserfolge verzeichnet: „Kita ist wie Schule, nur anders und besser.“ Silke Mende beschreibt die Perspektiven einer Erzieherin, die dann als Mutter die Kita anders erlebt.

Gisela Burger behandelt die Gefährdungseinschätzung bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdsung. In der Serie über Kita-Leitungen lesen wir in dieser Folge ein Interview mit Regina Schallenberg-Diekmann. Es behandelt die Erfahrungen mit jungen Hochschulabsolventinnen und eine interne Qualifizierung beim Träger. Johannes Heeg berichtet von einem Besuch in der Weiterqualifizierung „Elternbegleiter“. Margit Kiewel stellt einen von der Natur geprägten Adventsweg vor, der von Heiligen begleitet wird.

Fachbücher und Kindermedien werden besprochen.

Der Entwicklungspsychologe Axel Schölmerich stellt eine vom Familienministerium in Auftrag gegebene Studie vor, unter welchen Bedingungen es Kindern gut geht. Ein anregendes SPEZIAL zu Welt des Kindes enthält Tipps für die Praxis. „Kleine Meister“ im Alter von 1 bis 10 Jahren haben sich auf die Spuren von großen Meisterinnen und Meistern der Kunstgeschichte begeben. Die entstandenen Kunstwerke werden in den Schaufenstern der Stadt ausgestellt.

Die nächste Welt des Kindes erscheint im Januar 2014 und widmet sich den dem Thema Erzieherinnen zwischen Glücksmomenten und Alltagsstress.

Weltwissen Sachunterricht

Das Novemberheft hat als Schwerpunktthema „Ich bin ich“ und handelt vom perspektivübergreifenden Lernen zum Thema „Ich-Erleben“. Die Beiträge zeigen, wie man im Unterricht die Beschäftigung mit dem eigenen Ich zum Thema machen kann, denn der Aufbau einer gesunden Ich-Identität ist für jede/n eine Herausforderung, die im Kindesalter beginnt und lebenslang währt. Tilman Dreher hält das Ich-Erleben für die unabdingbare Voraussetzung jeglicher Persönlichkeitsentwicklung. Diese ist die Basis für Bildung und für die Entwicklung einer stabilen Lernmotivation.

Beate Blaseio stellt die Arbeit an einem „Ich-Buch“ vor: Meine Hand / Lauter Lieblingssachen, Lieblingsfarbe, Lieblingszahl, Lieblingsbuch, Lieblingsschulfach / Meine Freunde. Tilman Dreher zeigt in „Mein Spiegel-Ich“ einfache Experimente mit Spiegeln. Ina Krause macht „Ich-Orte“ zum Thema, nämlich Orte, an denen das Kind sich wohl und geborgen fühlt. Arbeitsbögen runden den Beitrag ab, z.B. „Wo ich mich aufhalte“ / „Mein Ich-Ort“ / „Eine eigene Zeitleiste“ für wichtige Ereignisse im Leben wie die Geburt, den ersten Zahn, Kindergarten, erstes Fahrrad / „So stelle ich mir meine Zukunft vor“.

Udo Klinger stellt Saya, eine japanische Roboterlehrerin, vor. Auch zu diesem Beitrag gibt es Arbeitsbögen wie: Wenn ich Roboter wäre / Vor- und Nachteile eines Roboters / Der Körper als Maschine / Ein Roboter als Lehrerin?

Tilman Dreher hat knifflige Fragen zum Thema „Ich“ zusammengetragen, die als offene Fragen im Sachunterricht gestellt werden können. Die Kinder müssen recherchieren sowie Eltern und Großeltern befragen, um Antworten finden zu können. Die Lehrkraft erhält Lösungsvorschläge für die Fragen auf einer dem Heft beiliegenden CD.

Kerstin Michalik leitet durch Fragen an, über die eigene Identität nachzudenken. Barbara Rütz teilt in „Wer ist ICH“ ihre Gedanken zum Ich-Bewusstsein mit.

Rezensionen von Kinderbüchern und eine Deutschlandkarte außerschulischer Lernorte runden das Heft ab. Zur Weltwissen-Sachunterricht-Ausgabe gehört eine anregende Beilage „2013 – das Jahr der Kometen“. In dieser Beilage können Grundschulkinder ihr Kometenwissen testen. Sie erfahren, was im Weltall noch so alles herumschwirrt.

 

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