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Kind beim Lesen von Bilderbüchern

Blick in die Fachzeitschriften Oktober 2013

Christiane Hartmann

29.10.2013 Kommentare (0)

Der Blick in die Fachzeitschriften gibt ein- bis zweimonatlich einen Überblick über aktuelle Themen und neue Ansätze in der Frühpädagogik. Er umfasst insgesamt 10 Zeitschriften mit monatlicher bis vierteljährlicher Erscheinungsweise, die für die Frühpädagogik relevant sind. Aus allen besprochenen Zeitschriften werden Artikel für www.ErzieherIn.de ausgewählt und hier veröffentlicht.

Die Redaktion dankt allen Verlagen und Redaktionen, die sich zu dieser einmaligen Form der Kooperation und der Information für die monatlich bis zu 60.000 NutzerInnen von ErzieherIn.de bereit erklärt haben und wünscht eine anregende Lektüre. Im folgenden Überblick wird berichtet über die neuen Ausgaben der Zeitschriften: Betrifft Kinder, Frühe Bildung, klein & groß, TPS.

Betrifft Kinder

Betrifft Kinder, das Praxisjournal für ErzieherInnen, Eltern und Grundschullehrerinnen heute, berichtet über die Nationale Untersuchung zur Bildung, Betreuung und Erziehung in der frühen Kindheit (NUBBEK). Joachim Bensel und Gabriele Haug-Schnabel ordnen die erste bundesweite Studie ein und geben einen Überblick über die Ergebnisse zur Betreuungsqualität und zum kindlichen Entwicklungsstand im Vorschulalter.

Der Beitrag „Kinder unter drei – eine Herausforderung“ enthält Berichte mehrerer Krippenerzieherinnen über ihren Arbeitsalltag. Frauke Hildebrandt behandelt die Frage „Wie lernen Kinder?“ Sie stellt Erkenntnisse der amerikanischen Entwicklungspsychologin Alison Gopnik vor und erläutert deren Bedeutung für die frühpädagogische Praxis. Achim Kniefel ist mit einer Glosse über den Beobachtungsbogen dabei. Eine zweite Glosse nimmt Erziehungsratgeber aufs Korn.

Birgit Rametsteiner berichtet, welche Erfahrungen sie mit ihrer Linzer Kindergartengruppe bei der Begegnung mit Technik macht. Sie behandelt das Thema Magneten und ihre Anziehungskraft. Dagmar Arzenbacher hat das Krikel-Krakel ihrer Enkel mit der Kamera eingefangen und die Kommentare der Kinder dazu beschrieben. Herbert Österreicher lenkt das Augenmerk auf Gesteine, in dieser Ausgabe auf Marmor & Co. Schließlich besitzen Steine für Kinder eine besondere Anziehungskraft. Die Möglichkeiten, Steine in der Kindertageseinrichtung einzusetzen, werden oft unterschätzt.

Christian Fazekas schreibt über den Umgang von Kindern mit der Wahrheit. Claudia von Zglinicki erläutert, wie man eine gute Werbekampagne für eine Kita entwickelt. Das Heft enthält aktuelle Meldungen und Termine sowie eine Reportage über das Leben einer orthodoxen jüdischen Familie. Auf neun wunderbaren Seiten werden neue Bilderbücher vorgestellt.

Frühe Bildung

Eine Rezension des neuen Heftes finden Sie hier.

Klein & groß

Die neue klein & groß beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit dem Thema „Sehen, wahrnehmen, wertschätzen. Beobachtung und Dokumentation im Kita-Alltag“. Norbert Neuß beschreibt, wie Kinder sich im Spiel selbst bilden, wie sie selbst Lernsituationen arrangieren und wie pädagogische Fachkräfte diese Selbstbildungsprozesse kompetent beobachten und deuten können. Welche möglichen Verzerrungen und anderen Stolpersteine es bei der Beobachtung gibt, wird in einer Checkliste erläutert. Beobachten ist eine Teamaufgabe. Es ist sinnvoll, Leitlinien für Beobachtung und Dokumentation zu erarbeiten, meint Sibylle Münnich. Heike Heilmann behandelt Beobachten und Dokumentieren im Praxistest - zwischen Wunsch und Wirklichkeit. Sylvia Rathaj erläutert Bildungs- und Lerngeschichten als Dokumentationsmethode. „Beobachtung hat eine wichtige Basisfunktion in der Elementarpädagogik. Das einzelne Kind wird in seiner Persönlichkeit wahrgenommen und darüber hinaus bekommt die Erzieher-Kind-Beziehung ein Fundament, auf welches alles Weitere aufbauen kann“, schreibt Patricia Bartl in ihrem Beitrag „Persönlichkeiten wahrnehmen“. Tea erklärt in ihrem Blog „Die 0-3jährigen“ erste Schritte einer Bildungs- und Lerngeschichte. Bettina Janker-Urban stellt vor, wie in ihrer Krippe mit einem Portfolio-Ordner gearbeitet wird, einem „lebendigen Buch“, das niemals fertig wird und sich stets verändert und entwickelt. Das Portfolio ist auch eine wichtige Erinnerung für Eltern und Kinder. Es gliedert sich in fünf Rubriken: 1) Ich; 2) Geschafft/Gelernt; 3) Familie und Freunde; 4) Das machen wir; 5) Die Seite für mich.

Melanie Fehrig rät, individuelle Talente und Fähigkeiten in den Berufsalltag einzubringen. Katrin Alt zeigt, wie Sprachbildungsprozesse über Bilderbücher gefördert werden können. Im Praxis-Tipp geht es um das Basteln einer Eulen-Laterne. Peter Schreiber zeigt Wege zum Kinderyoga – aber mit geeigneten Lehrern. Das Heft gibt Einblicke in das kanadische Bildungssystem und in die dortige Frühpädagogik sowie in einen deutsch-ungarischen Kindergarten in Budapest. Ein Beitrag über „Knigge in der Kita“ behandelt Umgangsformen und -regeln in der Kita. Frauke Gau und Ulrich Braun haben mit einem Therapiebegleithund in der Kita gute Erfahrungen gemacht. Literaturtipps runden das Heft ab.

TPS

Die aktuelle Ausgabe von TPS Leben, Lernen und Arbeiten in der Kita widmet sich der Kita im Sozialraum. Meik Hauck beschreibt, wie Kinder die Mainzer Neustadt entdecken. Birgit Mülders stellt vor, wie ihre Kita mit Stift und Kamera im Stadtteil unterwegs ist und das Team eine Sozialraumanalyse macht. Sie stellt die Fragen vor, die das Team bei der Stadtteilbegehung leiten. Ulrich Deinet schreibt über „Sozialraumorientierung als Konzeptionsentwicklung“. Brigitte Hofmann-Röder stellt dar, wie man durch eine Elternbefragung die Qualität überprüfen und Erkenntnisse zu Bedarf und Zufriedenheit gewinnen kann. Vanessa Schlevogt präsentiert Methoden der Bedarfserhebung und Sozialraumanalyse. Die Kita Sonnenland in Bickenbach / Hessen hat erfolgreich eine Familien-Info-Börse in der Kita durchgeführt und dies als einen positiven Schritt auf dem Weg zum Familienzentrum erlebt.

Im Interview stellen zwei Kinderzentren aus dem Frankfurter Norden, eine Familienbildungsstätte und eine Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche ihren Kooperationsverbund im Stadtteil und seinen Nutzen für die Familien vor.

Familienzentren entwickeln sich meist aus einer Kita heraus. In Nürnberg wird dies systematisch in einem gestuften Verfahren und mit Qualitätsstandards betrieben. „Kindertagesstätten werden zu Familienzentren“ beschreibt Roswitha Sommer-Himmel diese Entwicklung.

Ute Günther erzählt die Lerngeschichte, wie sich ein Team auf den Weg in die Sozialraumorientierung macht. Katastrophale Ergebnisse aus Lernstandsuntersuchungen veranlassten die VertreterInnen aller Bildungseinrichtungen im Frankfurter Stadtteil Fechenheim, einen lokalen „Bildungsgipfel“ durchzuführen. Evelin Klein veröffentlicht die Erfahrungen von „Fechenheim kann mehr!“

Die Kita im evangelischen Familienzentrum Trinitatis in Bonn-Endenich ist integraler Bestandteil der Kirchengemeinde. Elke Kirschner schreibt über Win-win mitten in der Stadt.

Für mehr Chancengerechtigkeit und gegen strukturelle Benachteiligung infolge von tatsächlicher oder drohender Armut. - das ist ein Hauptanliegen von Mo.Ki – Monheim für Kinder und es zeigt sich auch in musikalischer Hinsicht. Susanne Skoruppa stellt die kulturelle Beteiligung in „Monheim für Kinder“ vor: Kita macht Musik.

Olaf Weiand hat bei einer Sozialraumanalyse Bedarf an Eltern-Kind-Gruppen im Familienzentrum festgestellt. Diese sind ein Angebot für alle jungen Familien in der Stadt geworden. Dass Hausbesuche eine beziehungsstiftende Möglichkeit der Kontaktaufnahme zu den Familien sind, zeigt Anja Lehmbach. Petra Konold und Rainer Zerfass behandeln das Thema „Mediation“ und stellen vor, wie diese Kunst der Vermittlung in Konflikten in der Kita angewendet werden kann. Um das Platz- und Personalangebot in der „U3“-Betreuung geht es im Beitrag von Christian Alt und Katrin Hüsken. Sie fragen „Genug Plätze, aber zu wenig Qualität?“

Was sich Vor- und Grundschulkinder von ihren Vätern wünschen, haben Julia Scholl und Johannes Jungbauer notiert. Renate Engler berichtet, wie Pforzheimer Kinder ihre Stadt erkunden und während eines Kindergartenjahres mindestens vier Museen erleben: Kitas auf Museumstour.

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