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Kind beim Lesen von Bilderbüchern

Blick in die Fachzeitschriften - September 2011

16.09.2011 Kommentare (0)

Der monatlich erscheinende Blick in die Fachzeitschriften gibt einen Überblick über aktuelle Themen und neue Ansätze in der Frühpädagogik. Er umfasst insgesamt 10 Zeitschriften mit monatlicher bis vierteljährlicher Erscheinungsweise, die für die Frühpädagogik relevant sind. Aus allen besprochenen Zeitschriften werden Artikel für www.ErzieherIn.de ausgewählt und hier veröffentlicht.

In unserem Bericht über die neuen Ausgaben der Zeitschriften gehen wir alphabetisch vor. Bei der Auswahl der veröffentlichten Artikel werden Themen ausgewählt, die noch nicht so häufig auf www.ErzieherIn.de vertreten sind. Auf diese Weise erhält das Portal immer wieder „Nachschub“ mit Beiträgen aus allen Bereichen, die dort vertreten sind: Pädagogische Praxis, Einrichtungsleitung, Ausbildung/Studium, Weiterbildung, Forschung, Medien, Berufs- und Kitapolitik.

Die Redaktion dankt allen Verlagen und Redaktionen, die sich zu dieser einmaligen Form der Kooperation und der Information für die monatlich über 30.000 NutzerInnen von ErzieherIn.de bereit erklärt haben und wünscht eine anregende Lektüre.

September 2011

Frühe Kindheit

„Abschied und Neubeginn – Übergänge in der frühen Kindheit“ sind das Thema des neuen Heftes. Übergänge von der Familie in die Krippe, von der Kindertagespflege in die Kita, von der Kita in die Schule werden reflektiert. Dabei werden auch die erforderlichen Kooperationen (zwischen Kita, Familie und Schule) dargestellt. Ein Interview mit Prof. Jörg Ramseger an der FU Berlin bringt die wissenschaftliche Perspektive auf den Übergang zwischen Kita und Schule. Wie mit Kindern in den Übergängen konkret umgegangen wird, beschreiben Heide Burg für den Gruppenwechsel in der Kita und Eveline Ergang-Mauser für den Übergang von der Tagespflege in den Kindergarten. In diesen beiden Beiträgen, die wir übernommen haben, werden Fachkräften hilfreiche  Anregungen gegeben. Dies erscheint umso wichtiger, als unsere Kleinsten ja nun doch besonders sensibel sind, was Abbrüche und Abschiede angeht. 

Kindergarten heute

Heft 9 befasst sich Regina Remsperger mit einer Videostudie, in der das einfühlsame Eingehen pädagogischer Fachkräfte auf die Bedürfnisse von Kindern untersucht wurde. Für die Praxis wird von Katja Knössel dargestellt, wie Kinder Fotos machen bzw. entwickeln. Die beruflichen Interessen werden vom Artikel von Petra Stamer-Brandt artikuliert: Wer macht sich stark für Sie als Fachkraft? Für die Ausbildung gibt ein Beitrag über die an der FH Freiburg entwickelte Dialogbox von Dörte Weltzien Anregungen. Zum Spielen im Freien werden juristisch Ratschläge gegeben, aber auch Anregungen für die Praxis (Was du im Außengelände alles machen kannst). Was sich Kleinstkinder in der Kita wünschen beschreiben Susanne Viernickel und Luise Zenker.

Klein & groß

Das neue Heft hat das Thema „Das haben wir doch so ausgemacht!? Es befasst sich mit Regeln, Grenzen und Konsequenzen. In mehreren Artikeln wird dieses wichtige Thema ausführlich von verschiedenen Seiten behandelt und sehr differenziert ausgeleuchtet. Wir haben den Artikel von Rita Greine über die positiven Funktionen von Regeln in der Kita übernommen. Über dieses Thema hinaus schreibt Julia Streit-Lehmann über Koordination und Geschicklichkeit von Kleinstkindern. Für die Praxis gibt es Anregungen für einen Besuch in der Großküche, Gesundheitsförderung nach Kneipp, für ein Baumhaus, für sportliche Bildung und anderes. Mit Blick über den deutschen Tellerrand werden Kindergärten und Schulen in Kambodscha beschrieben. Für den Umgang mit Besucherkindern werden juristische Hinweise gegeben.

Kleinstkinder in Kita und Tagespflege

Das Fachthema des neuen Heftes ist Selbstlernen und –bilden von Kleinstkindern. Zunächst beschreibt Gerhard Hüther die Sicht der Hirnforschung auf die frühe Bildung. Sibylle Fischer stellt detailliert, so dass man auch konkrete Hinweise erhält, die Möglichkeiten für frühpädagogische Fachkräfte dar, Kinder bei Bildungsprozessen zu unterstützen. Diesen Artikel haben wir übernommen. Ein Artikel informiert über den Lernprozess eines kleinen Jungen mit der Statik. Anregungen für die Praxis bringen Beiträge über die Kartoffel, den Herbst, speziell dann noch Kastanien. Spielideen mit Bechern, anderen Materialien und Bewegungsspiele vervollständigen die vielseitigen Anregungen.

TPS

Offene Arbeit – so lautet das Thema des neuen Heftes. Gerlinde Lill, die wir schon aus vielen Veröffentlichungen als Verfechterin der Offenen Arbeit kennen, schreibt über das Thema und stellt auch die Missverständnisse dar, die damit oft verbunden sind. Gabriele Haug-Schnabel geht auf den Bezug der Offenen Arbeit zur Gruppenarbeit ein und in einem weiteren Beitrag auf die Frage, wie Offene Arbeit mit Kindern unter drei gelingt. Ute Günther beschreibt den Weg zur Offenen Arbeit, wenn ein Team sich neu orientieren will. Diesen Artikel haben wir übernommen. Renate Dehlfing stellt dar, wie Offene Arbeit selbst bestimmtes Lernen fördert. Dieses Thema wird auch von Jörg Makalowski behandelt. Weitere Perspektiven auf die Offene Arbeit werden in anderen Artikeln entwickelt.

Welt des Kindes

Auch Welt des Kindes befasst sich intensiv mit der Offenen Arbeit. Rainer Dollase beschreibt das Konzept, Barbara Renz bezieht sich auf die Vorteile, Edeltraud Prokop berichtet über Erfahrungen in einer Münchner Kita. Wie Offene Arbeit in einer Kita eingeführt wird, beschreibt der Artikel von Sylvia Zöller, und schließlich reflektiert Frank Jansen die Stammgruppe in der Offenen Arbeit. Der Ratgeber Recht befasst sich mit dem Hygieneplan in der Kita. Zur Diskussion gestellt wird die Frage, ob Tiere in der Kita erlaubt sein sollten oder nicht. Diesen Diskurs haben wir übernommen.

Kritisch analysiert Ursula Wollasch das Bundesprogramm „Elternchance ist Kinderchance“, Sie stellt fest, dass dieses Programm, das sich auf Bildungsberatung konzentriert, zum einen die Anzahl geförderter, aber kurzlebiger Projekte erhöht, zum zweiten die Konkurrenz unter Trägern verschärft, anstatt Vernetzung anzustreben, und zum dritten die sozioökonomischen Lebenslagen der Familie ausblendet. Fürwahr ein Fehlgriff der Familienministerin, wie es scheint.

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