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mehrere Kinder

Datenschutz im Kindergarten

Dürfen Fotos von Kindern gemacht werden? Welche Daten darf der Elternbeirat bekommen? Bei solchen und ähnlichen datenschutzrechtlichen Fragen in Kindertageseinrichtungen bestehen häufig Unsicherheiten bei den pädagogischen Fachkräften wie auch bei den Eltern. Das Kultusministerium Baden-Württemberg hat deshalb in Zusammenarbeit mit den freien Trägerverbänden, den kirchlichen Datenschützern und dem Landesbeauftragten für Datenschutz eine Broschüre zum Thema Datenschutz in Kindertageseinrichtungen erarbeitet.

"Mit der Broschüre soll für den Datenschutz sensibilisierr werden, gleichzeitig sollen die pädagogischen Fachkräften sowie die Eltern bei Fragen rund um den Datenschutz Sicherheit bekommen. Denn Datenschutz ist Grundrechtsschutz und Kinderschutz", erläuterte Staatssekretär Dr. Frank Mentrup MdL das Ziel der Publikation. Die grün-rote Landesregierung verstehe Datenschutz als wichtige Bildungsaufgabe, die deshalb auch als Auftrag im Koalitionsvertrag verankert sei.

"Kindertageseinrichtungen verarbeiten zahlreiche, zum Teil sehr sensible Daten über die ihnen anvertrauten Kinder, deren Eltern oder andere Bezugspersonen. Die gemeinsam erarbeitete Broschüre wird hoffentlich dazu beitragen, dass auch juristisch weniger geschulte Personen mit diesen Daten rechtskonform umgehen. Insgesamt verspreche ich mir davon eine Steigerung des Datenschutzbewusstseins in Kindertageseinrichtungen", sagte der Landesbeauftragte für den Datenschutz in Baden-Württemberg, Jörg Klingbeil.

"Die Verunsicherung ist insbesondere bei der Frage, unter welchen Bedingungen Information oder Bilder aus der Arbeit in der Kindertagesstätte ins Internet gestellt werden dürfen, noch groß", erklärte – stellvertretend für die Kirchen – Dr. Siegfried Fachet, Datenschutzbeauftragter der Diözese Rottenburg Stuttgart und der Erzdiözese Freiburg. Er begrüße die neue Broschüre daher ausdrücklich.

Für eine kompetente Arbeit in Kindertageseinrichtungen ist es fast täglich notwendig, mit personenbezogenen Daten umzugehen. Die Pädagogen und Pädagoginnen müssen damit vertraut sein und den Eltern muss verständlich erklärt werden, warum dies so ist und wie das konkret geschieht. Die Broschüre hilft allen Beteiligten dabei, verantwortungsvoll und gut informiert mit dem Thema umzugehen. Sie bietet umfangreiche Informationen zu den verschiedenen datenschutzrechtlich relevanten Aspekten in Kindertageseinrichtungen und erläutert anhand praktischer Fallbeispiele, welche Daten unter welchen Umständen erhoben und gespeichert werden dürfen. Darüber hinaus enthält sie im Serviceteil Merkblätter und verschiedene Kopiervorlagen für Einwilligungserklärungen.

Die Broschüre wird im Herbst vom Kultusministerium an alle Kindertages-einrichtungen und an deren Träger versandt.

Grundlage und Ausgangspunkt der neuen Broschüre war das gemeinsame Informationspapier "Datenschutz in der kirchlichen Kindertagesstätte" der Diözese Rottenburg-Stuttgart, der Erzdiözese Freiburg und der Evangelischen Landeskirchen. Dieses Papier liegt seit 2009 allen kirchlichen Kindertageseinrichtungen in Baden-Württemberg vor

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Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg

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Kommentare (86)

  • Neuwirth:
    19.06.2013 um 08:47 Uhr

    Einige Eltern haben sich über meinen Sohn beschwert (spricht über Alien, Monster, etc)-ich habe jedoch die Namen dieser Eltern nicht erfahren, jedoch hat die Kiga-leiterin diese Beschwerden an den Elternbeirat weitergeleitet-darf sie das und darf sie dabei den Namen meines Sohnes nennen ? Wenn über meinen Sohn -hinter meinem Rücken gesprochen wird-warum darf ich dann nicht die Namen der Eltern, die sich beschwert haben, erfahren ?Ist der Datenschutz in der Kig-artenordnung, z.B. geregelt , oder gilt der allgemeine Datenschutz? Vielen Dank für Ihre Antwort, MFG, B. Neuwir´th

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  • Hilde von Balluseck:
    19.06.2013 um 09:07 Uhr

    Guten Morgen Frau oder Herr Neuwirth, die allgemeinen Datenschutzregeln gelten auch für die Träger und Leitungen von Kindertageseinrichtungen. Ob diese nun das Vorgehen der Kiga-Leitung verbieten, müssten Sie durch Nachfrage bei einem Datenschutzexperten erfragen. Nach meinem Rechtsgefühl würde ich die lage folgendermaßen einschätzen: Die Leitung hat nicht das Recht, die Angelegenheiten, die Sie betreffen, an andere weiterzugeben. Wenn es Eltern gibt, die sich über Ihren Sohn beschweren, dann kann die Leitung das Problem an den Elternbeirat weitergeben. Selbst bei deutschen Gerichten hat man das Recht, seine Meinung zu äußern, dieses Recht muss in der Kita auch gelten. Sie müssten an der Besprechung des Elternbeirates - ggf. mit einer Begleitung (Zeuge!!!) teilnehmen. Ich hoffe, Sie können die Leitung davon überzeugen, dass sie mehr vermittelnd als polarisierend handeln sollte. Mit freundlichen Grüßen und guten Wünschen für Ihren Sohn Hilde von Balluseck

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  • Kalenberg:
    04.07.2014 um 15:56 Uhr

    Schönen Guten Tag, ich habe folgende Frage. Jeden Monat bekommen wir unsere Abrechnung für Kitagebühr+Essengeld. Dieses A4 Blatt liegt in dem Fach meines Sohnes, wo jeder scih des Zettels bedienen könnte und unsere Adresse abschreiben sowie die Daten meines Sohnes mit Geburtsdatum. Muss dieser Zettel nicht wenigstens in einen Briefumschlag oder ähnliches???

    Antworten

  • Hilde von Balluseck:
    04.07.2014 um 16:48 Uhr

    Hallo, vom datenschutzrechtlichen Standpunkt aus haben Sie Recht. Ich vermute, dass die Kita-Leitung von einem vertrauensverhältnis zwischen den Eltern ausgeht, zu dem auch die Kenntnis von Namen und Geburtsdaten des Kindes gehört. Wenn Sie dies stört, würde ich die Kita-Leitung bitten, den Zettel in einen Umschlag zu stecken. Freundliche Grüße Hilde von Balluseck

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  • Fr.Simon:
    16.07.2014 um 08:14 Uhr

    Hallo, in der KITA werden alle Fotos und Videos des gesamten KITA-Jahres auf mitgebrachte Datenschutzträger von Eltern an die Eltern weitergegeben. Nun habe ich hierbei meine bedenken, da ich nicht weiß, wer die Aufnahmen meiner Kinder erhält und weiter damit verfährt. Welche Richtlinien/Bestimmungen gibt es hierfür? Vielen Dank für Ihre Antwort. Mit freundlichem Gruß Simon E.

    Antworten

  • Hilde von Balluseck:
    16.07.2014 um 09:29 Uhr

    Hallo Frau Simon, die Kita-Leitung müsste vor oder nach Erstellen der Fotos Ihr Einverständnis erbitten, damit sie die Fotos weitersenden kann. Darauf können Sie die Leitung freundlich ansprechen - die sich sicher nichts Böses dabei gedacht hat. Freundliche Grüße Hilde von Balluseck

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  • Alex:
    17.09.2014 um 12:02 Uhr

    Bei uns in der KiTa gibt es ein Elternpaar, dass durchgesetzt hat, dass ihr Kind nicht fotographiert werden darf...soweit OK und für mich irrelevant. Nun ist es mittlerweile so, dass in der GESAMTEN Einrichtung keine Fotos mehr gemacht werden dürfen, d.h. auch nicht bei besonderen Anlässen wie Fasching, Veranstaltungen oder im Freien. Darf dieses Elternpaar mir verbieten, wenn ich mal kurz da bin, ein Foto von meinem Kind (z.B. auf der Rutsche) zu machen? Also, nur mal überschlagsweise: Betroffen sind also ca. 70 andere Elternpaare und grob geschätzt 040 Großelternpaare, die nun gezwungen werden, auf Bilder vom KiTa-Leben ihrer Kinder, zu verzichten. Will gar nicht daran denken, dass auch Kinder fragen: „warum habt ihr von den Geschwistern Bilder und von mir nicht?“ Bei der Frage von Fr. Simon (Weitergabe von Datenträgern) gehe ich allerdings auch mit. Danke für eine Rückinfo.

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  • Hilde von Balluseck:
    17.09.2014 um 19:02 Uhr

    Hallo Alex, wenn Sie allein von Ihrer Tochter ein Foto machen, kann niemand etwas einwenden. Leider schon, wenn andere Kinder auf dem Foto sind. Wäre es nicht möglich, mit der Leitung zu sprechen? Sie könnte auf einem Elternabend das Thema ansprechen und die Eltern überzeugen, dass im privaten Raum die Fotos ihrer Kinder geschützt sind. Letztlich geht es hier in hohem Maße um das Vertrauen der Eltern untereinander, und da kann eine Leitung einiges bewirken. Freundliche Grüße Hilde von Balluseck

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  • KitaEltern:
    28.10.2014 um 20:37 Uhr

    Ich frage mich, ob ich als Elternteil eigentlich ein Recht darauf habe die Unterlagen, die eine Kita z.B. an die Schule weitergibt, einzusehen und ggf. sogar die Wiedergabe zu verhindern. In unserer Kita werden diese Unterlagen als „Staatsgeheimnis“ angesehen und sollen nur direkt an die Schulen weitergegeben werden. Mit den Eltern wir ggf. darüber gesprochen, aber terminlich erst nachdem die Daten an Schulen übermittelt wurden. Ich finde das seltsam, denn eigentlich dachte ich immer, dass es ein Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung gibt und das nicht einfach jeder (freie) Träger Daten über mich und mein Kind sammeln und in Eigenregie weiter verteilen kann. Irre ich da so sehr in meiner Rechtsauffassung?

    Antworten

  • Hilde von Balluseck:
    29.10.2014 um 08:12 Uhr

    Hallo, ich denke, Sie sind im Recht. Die Kita muss die Eltern fragen, ob sie einverstanden sind, dass die Dokumente an die Schule weitergeleitet werden. Sie könnten das Thema bei der Leitung, oder schon beim Träger ansprechen. Beliebt macht man sich mit Kritik nie.... Viel Erfolg und freundliche Grüße Hilde von Balluseck

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  • Rebeka:
    16.02.2015 um 13:30 Uhr

    Guten Tag,
    was müssen wir als Elternbeirat beachten, wenn Fotos an die Eltern weitergegeben werden sollen bzw. wie muss die Einverständiserklärung dafür aussehen?
    In der Kita werden Fotos gemacht, diese möchten die Eltern gerne erhalten. Auf den Fotos sind sowohl das eigene Kind als auch andere Kinder zu sehen. Wie können wir das Einverständniss der Eltern einholen und wie oft muss es erneuert werden etc.?
    Können die Fotos dann "nur" auf Papier oder als Datei weitergegeben werden? Wenn Papier dürfen sich die Eltern alle Bilder vorher z.B. in der Kirppe anschauen und aussuchen, welche sie möchten? Kann der Elternbeirat sie dann drucken und an die Eltern verteilen?
    Ist das ganze auch möglich, wenn ein Elternpaar ablehnt und die Krippe oder der Eltenbereitat die entsprechenden Bilder auf dem das Kind bzw. die Kinder (deren Eltern nicht einverstanden sind) zusehen sind, raussucht und nicht in den Prozess einbinden.

    Antworten

    1. Hilde von Balluseck:
      16.02.2015 um 18:55 Uhr

      Hallo Rebeka,

      Sie brauchen für die Weitergabe der Fotos das Einverständnis der Eltern. Um allen juristischen Schwierigkeiten aus dem Weg zu gehen, sollten Sie ein Formular vorbereiten, in dem die Eltern sich für die Dauer des Kitabesuchs ihres Kindes einverstanden erklären, dass Fotos ihres Kindes in Papierform oder digital an andere Elternweitergegeben werden. Sie sollten darauf auch noch vermerken, dass damit nicht das Recht verbunden ist, die Fotos außerhalb der privaten Sphäre zu nutzen.
      Wenn ein Elternteil oder -paar sich dagegen ausspricht, dass Fotos des eigenen Kindes anderen Eltern zugänglich gemacht werden, haben Sie in der Tat ein Problem. Denn dann empfiehlt es sich ja, das Kind nicht mit zu fotografieren. Deswegen macht es Sinn, nochmal ein Gespräch mit diesen Eltern zu führen. Denn wenn ihr Kind bei Fotos ausgeschlossen ist, tut ihm das auch nicht gut.
      Wenn aber Eltern - aus welchen Gründen auch immer - bei ihrer Ablehnung bleiben, müssen sie ihr Kind aus den Fotos, auf denen es zu sehen ist, entfernen.

      Mit freundlichen Grüßen
      Hilde von Balluseck

      Antworten

  • Verena:
    17.06.2015 um 07:53 Uhr

    Hallo,

    ich habe ein großes, aktuelles Problem im Kiga. Mein Sohn hat sich während eines Ausflug nach Haus verabschiedet. Der Umgang mit diesem Problem ist aber ausschließlich emotional und nicht professionell. Irrelevant ist bisher wie man ihm hilft sein Fehlverhalten zu erkennen. U.a. wurden die Eltern der teilnehmenden Kinder informiert. Das Resultat ist, dass mein Sohn inzwischen im Kiga isoliert ist.
    Ist das zulässig?

    Sie helfen mir sehr die Debatten zu versachlichen.

    Danke Verena

    Antworten

    1. Hilde von Balluseck:
      17.06.2015 um 09:26 Uhr

      Hallo Verena,

      zunächst mal möchte ich Sie zu Ihrem Sohn beglückwünschen. Er war offenbar in der Lage, einen eigenen Willen zu haben und außerdem hat er auch den Weg nach Hause gefunden.
      Und sein Verhalten zeigt, dass es ihm zu Hause gut geht - ein Kompliment für Sie!.

      Man kann natürlich auch fragen, ob er sich in der Kita nicht wohl fühlt und warum das so ist. Wenn es Anzeichen dafür gibt, dass es ihm dort auch sonst nicht gut geht, sollten Sie einen Wechsel in Erwägung ziehen. Aber der Reihe nach.

      Von Fehlverhalten zu sprechen, halte ich für verfehlt. Dass die Fachkräfte das Verhalten Ihres Sohnes - anstatt ihre eigene Unaufmerksamkeit - anprangern, ist schlimm. Noch schlimmer und überhaupt nicht zu akzeptieren ist die Information anderer Eltern. Das geht die nämlich nichts an.

      Nein, das ist nicht zulässig. Ob es durch die Datenschutzbestimmungen gedeckt ist, weiß ich nicht. Aber pädagogisch ist dies ein grobes Fehlverhalten der Fachkräfte.

      Leider ist es ja so, dass, wenn Fachkräfte einmal eine falsche Entscheidung treffen, sie davon nicht so ohne Weiteres abzubringen sind. Oder macht es Sinn, nochmal mit der verantwortlichen Erzieherin zu sprechen?


      Was können Sie darüber hinaus tun?

      Zunächst würde ich nochmal ein Gespräch mit der Leitung erwägen. Nehmen Sie sich eine/n Unterstützer/in und Zeugen/in mit für dieses Gespräch.

      Wenn das nichts bringt, würde ich sehr schnell - denn Ihr Sohn ist gefährdet durch die Strategie der Kita - mit dem Träger der Kita Kontakt aufnehmen und mich beschweren.

      Und wenn das nichts hilft, haben Sie noch zwei Möglichkeiten: Sie gehen an die Presse - auch ich bin bereit, Namen und Träger zu nennen.
      Als Letztes oder auch schon davor könnten Sie die Kita wechseln.

      Ich wünsche Ihnen und vor allem Ihrem kleinen Sohn alles Gute!
      Hilde von Balluseck

      Antworten

      1. Verena:
        17.06.2015 um 12:53 Uhr

        Liebe Frau Balluseck,

        vielen Dank für Ihre beruhigenden Worte. Ich bin keine Übermutter und zweifle selbst an meiner Einschätzung. Da tut es gut zu hören, dass sie das Vorgehen ebenfalls falsch finden.

        Dennoch stehe ich zu unserer Kita. Die Kolleginnen arbeiten mit viel Herz. Hier hätte ich mir nur etwas weiniger Herz und mehr Professionalität gewünscht. So dass ein Kitawechsel nicht im Raum steht.

        Vielen Dank, ich bin jetzt bestärkt, richtig zu handeln.

        Verena

        Antworten

  • sandra:
    02.09.2015 um 16:26 Uhr

    Liebe Frau von Balluseck!
    Als Mitarbeiterin in einem Kindergarten habe ich ein kleines Büchlein erstellt, das kleine, über das Jahr gesammelte, Anekdoten und Bilder der Kinder enthält.
    Alle Eltern haben eine Erklärung abgegeben, in der sie der Benutzung von Bildern für interne Zwecke, aber auch in Abstufungen für Tagespresse, Homepage und Facebook zustimmen.
    Dieses Büchlein ist ausschließlich als "Schmankerl" für die Eltern und Kinder gedacht, zum Schmunzeln und Erinnern. Nun gab es eine Stimme, aus der Geschäftsführung, die anmerkte, dass unter Umständen die Persönlichkeits-rechte der Kinder bzw. der Eltern dadurch verletzt werden.
    A: Ist dem so, denn die Vornamen der Kinder sind genannt, macht auch
    sonst wenig Sinn, weil die "Komik" ja erst durch die Verbindung mit dem jeweiligen Kind entsteht, also weil es persönlich ist?
    B: Wäre es sinnvoll im nächsten Büchlein einen Vermerk, im Sinne von "nur für private Zwecke" oder "nicht zur Veröffentlichung oder Weitergabe freigegeben", zu machen, um sich als Einrichtung abzusichern?
    Ich habe mich bei Erstellung natürlich mit dem Thema, welche Informationen gebe ich in unsere Elternschaft, auseinandergesetzt und habe die delikaten Anekdoten, Aussprüche bewusst übergangen, doch bin ich irritiert. Denn ein familiärer, um Austausch bemühter Umgang mit den Eltern ist uns wichtig...hieße das, wo kein Kläger, da auch kein Angeklagter? Ebenso habe ich darauf achtgegeben, dass es nicht darum geht, über die Kinder zu lachen sondern mit ihnen. Das Büchlein fand übrigens, sowohl bei Eltern als auch Kindern, ausschließlich breiten Zuspruch.
    C. Wie verhält es sich, wenn wir Bilder veröffentlichen wollen, die auf einer Kindergartenfeier entstehen und wir keine Einverständniserklärung der Gäste haben. Gibt es hier eine Grauzone, werden die Gäste plötzlich zu öffentlichem Interesse und dürfen, ohne ihre Zustimmung, abgelichtet werden?

    Vielen Dank für Ihr Bemühen
    Sandra

    Antworten

    1. Hilde von Balluseck:
      02.09.2015 um 17:22 Uhr

      Liebe Sandra,

      Sie sind gut beraten, wenn Sie die Vorsicht Ihrer Geschäftsführung einbeziehen. Die Eltern müssen für die jeweilige Nutzung ihre Zustimmung geben. Dies trifft in ganz besonderem Maße auf Medien wie facebook zu, denen man die Bilder zur weiteren Veröffentlichung überlässt. Hier würde ich auch den Eltern abraten, sich zu einer solchen Veröffentlichung bereit zu erklären (wobei ja bedauerlicherweise die meisten Leute gar nicht wissen, was sie tun, wenn sie sich auf facebook darstellen).
      Was die anderen Medien angeht, so müsste eine Einverständniserklärung aller Eltern zu dem jeweils spezifischen Medium reichen.
      Ein Vermerk wie von Ihnen geplant, ist sehr sinnvoll. Dann sind die Eltern in der Verantwortung, die Bilder/Texte nicht weiter zu geben.
      Eine Kindergartenfeier entspricht nicht einem öffentlichen Interesse, so jedenfalls meine Rechtsauffassung. Da ich aber keine Juristin bin, könnten Sie dies noch an anderer Stelle erfragen.

      Mit freundlichen Grüßen
      Hilde von Balluseck

      Antworten

  • Brini:
    19.09.2015 um 10:14 Uhr

    Hallo, ich habe eine Frage. Darf der Elternbeirat Vertrauliche Emails an die Kindergarten Leitung weiter leiten ohne mich zu Fragen. Oder bei einer Teamsitzung dabei sein wo über meine Sohn geredet wird ohne uns zu unterrichten ?

    Antworten

    1. Hilde von Balluseck:
      19.09.2015 um 14:20 Uhr

      Hallo,

      das klingt nicht gut. Die Kita-Leitung wie auch der Elternbeirat haben unbedingt IHRE Interessen und die Ihres Kindes zu wahren. Auch datenschutzrrechtlich muss der Elternbeirat Ihre Zustimmung haben, wenn er Ihre Mails an die Leitung weitergibt.
      Die Erzieherinnen können in einer Teamsitzung über Ihren Sohn sprechen. Aber wenn der Elternbeirat dabei ist, müsste der Sie zumindest davon unterrichten. Der Elternbeirat ist die Vertretung der Eltern, also auch Ihre - und nicht ein Hilfsorgan der Leitung.
      Ihre Vertreter haben da wohl etwas falsch verstanden.

      Alles Gute und freundliche Grüße
      Hilde von Balluseck

      Antworten

      1. Brini:
        19.09.2015 um 17:09 Uhr

        Was können wir machen ich habe kein Vertrauen mehr, es geht bei dem Fall um Aufsichtspflichtverletzung und nicht die Wahrheit sagen die Kita weis jetzt was wir vorhaben und das ist sehr schlecht! ir wollten uns mit der Leitung treffen mit dem Elternrat ,aber der Elternrat will kein Protokoll oder "Zeuge" sein.Deswegen ist es sehr schwierig.

        Antworten

        1. Hilde von Balluseck:
          20.09.2015 um 21:10 Uhr

          Scheint eine sehr schwierige Situation zu sein. Wollen Sie mich mal anrufen?
          Ich rufe dann zurück.
          Tel. 03023629990

          Freundlichen Gruß
          Hilde von Balluseck

          Antworten

  • KaRo:
    26.10.2015 um 10:36 Uhr

    Hallo,
    wie ist es mit digitalen Fotos, die in der Kita von Erzieherinnen gemacht werden? Dürfen diese (digital UND analog) an die Eltern der jeweiligen Gruppe weitergegeben werden, wenn ALLE Eltern der Gruppe der Weitergabe zugestimmt haben?
    Ich habe diese Einwilligung ca. 10 mal unterschrieben im letzten Jahr, jedoch kein einziges Bild von meinem Kind erhalten: weder analog noch digital. Mir ist es wichtig auch von diesem Lebensbereich meines Kindes Erinnerungen zu haben.

    Mir wäre es besonders wichtig die digitalen Foto-Daten zu haben, da der Schnell-Ausdruck auf billigem Foto-Papier (wie in vielen Drogerien/ Fotolaboren üblich) in zwanzig Jahren wohl eher nicht mehr gut sichtbar sein wird.
    vielen DANK!

    Antworten

    1. Hilde von Balluseck:
      29.10.2015 um 14:35 Uhr

      Hallo,

      warum geben die ErzieherInnen Ihnen die Fotos nicht?

      Freundliche Grüße
      Hilde von Balluseck

      Antworten

  • Frau Kraft:
    26.11.2015 um 10:13 Uhr

    Liebe Frau Balluseck,

    Wenn die Erziehrin die private Nummer den Eltern für den Notfall gibt und nicht darauf hinweist, dass diese Nummer nicht an die anderen Eltern weitergegeben darf, verstößt die Weitergabe an die anderen Eltern, die eine Notfallsituation haben, gegen den Datenschutz?

    Herzliche Grüße,
    O. Kraft

    Antworten

    1. Hilde von Balluseck:
      26.11.2015 um 19:02 Uhr

      Liebe Frau Kraft,

      wenn eine Erzieherin ihre Nummer für einen Notfall weitergibt und NICHT darauf hinweist, dass diese Hilfe sich nur auf ein bestimmtes Kind bezieht, dann kann die Weitergabe an andere Eltern kein Datenschutzverstoß sein.

      Mit freundlichen Grüßen
      Hilde von Balluseck

      Antworten

      1. Frau Kraft:
        26.11.2015 um 19:21 Uhr

        Vielen Dank

        Antworten

  • Isabel:
    07.12.2015 um 10:31 Uhr

    Hallo,
    in unserer Einrichtung (Kinderkrippe) wurde ein Kind von einem anderen gebissen. Die Eltern beider Kinder wurden benachrichtigt und über den Vorfall informiert. Bisher wurden von uns keine Namen von Kindern bei solchen od. ähnlichen Vorfällen genannt. Die Eltern des "Opfers" möchten jetzt den Namen des Kinder, das gebissen hat erfahren. Darf ich diesen ohne weiteres nennen? Verletze ich irgendwelche Vorschriften, Gesetze?
    In meiner bisherigen Berufslaufbahn galt immer "keine Namen nennen". Die Information, wo das steht und warum nicht, hab ich allerdings nicht bekommen.
    Ich hoffe, Sie können mir helfen.
    Vielen Dank,
    Isabel

    Antworten

    1. Hilde von Balluseck:
      09.12.2015 um 19:26 Uhr

      Hallo Isabel,

      auch ich meine, der Name des Kindes sollte nicht von der Erzieherin genannt werden. Aber ich bin keine Juristin, daher ist meine Auskunft nicht bindend.

      Die Erzieherin könnte aber darauf hinwirken, dass die Eltern des Kindes, das gebissen hat, sich mit den Eltern des gebissenen Kindes zusammensetzen. Es ist nicht gut, wenn hier gleich nach Tätern und Opfern unterschieden wird.

      Mit freundlichen Grüßen
      Hilde von Balluseck

      Antworten

  • Jasmin:
    23.02.2016 um 10:20 Uhr

    Guten Tag Frau Balluseck,

    In unserem Kiga kommt es vor, dass die Erzieherinnen Spielsituationen von Kindern unter sich im Nebenraum Filmen. Diese Videos werden dann von der Erzieherin ausgewertet und für das Entwicklungsgespräch herangezogen. Es geht also um die Beobachtung des Verhaltens eines bestimmten Kindes in dieser Kleinspielgruppe.

    Ist es zulässig - ohne vorherige Einverständniserklärung der Eltern - einzelne Kinder zu diesem Zweck zu filmen und "diagnostisch" auszuwerten?

    Vielen Dank für Ihre Einschätzung

    Jasmin

    Antworten

  • Lisa Jares:
    23.02.2016 um 14:27 Uhr

    Hallo Jasmin,
    grundsätzlich sollten Sie sich für jegliche Art von Fotos, Videos oder auch zur Erstellung der Bildungsdokumentation die Einverständniserklärung der Eltern einholen. Viele Tageseinrichtungen lassen sich ebensolche Einverständniserklärungen bereits mit der Anmeldung unterzeichnen.
    Mit besten Grüßen
    Lisa Jares

    Antworten

    1. Jasmin:
      23.02.2016 um 16:23 Uhr

      Vielen Dank Frau Jares,
      Die Frage war aus Sicht der Eltern gestellt. Ich bin Mutter und im Elternbeirat aktiv. Die Beobachtung der Kinder via Video finde ich sehr fragwürdig.
      Ich denke wir werden dieses Vorgehen in der Elternbeirat-Sitzung besprechen.

      Antworten

  • Judith:
    04.03.2016 um 08:03 Uhr

    Guten Morgen, ich bin seit neustem im Elternbeirat. Da unser Kindergarten neu gegründet ist, kann ich nicht an Erfahrungen des vorhergehenden Elternbeirats anknüpfen. Meine Frage ist: Wie bekomme ich die Adressen der Eltern, um mit Ihnen in Kontakt zu treten? Unsere Kindergartenleiterin ist der Meinung, dass die Eltern mir einzeln ihre Daten zukommen lassen müssen. Ich vermute aber, dass die Kindergartenleitung mir (ohne einen datenschutzrechtlichen Fehler zu machen) die Daten weitergeben darf, da für die Arbeit des EB die Kontaktaufnahmemöglichkeit zu den anderen Eltern ja essentiell ist. Wie sieht es tatsächlich rechtlich aus? Herzlichen Dank für Ihre Hilfe, Ihre Judith

    Antworten

  • Lisa Jares:
    04.03.2016 um 13:56 Uhr

    Hallo Judith,
    es ist tatsächlich so, dass die Daten von Eltern strenggenommen datenschutzrechtlich nicht herausgegeben werden dürfen. Andere Elternräte handhaben das so, dass sie Aushänge in der Kita machen, mit der Bitte die Daten bei dem Elternrat einzureichen. Dies ist aber für Eltern nicht verpflichtend.
    Beste Grüße und viel Erfolg in ihrem neuen Amt
    L. Jares

    Antworten

  • Susanne:
    07.03.2016 um 19:57 Uhr

    Hallo.

    Bei uns im Kindergarten machen die Erzieher regelmäßig Bilder der Kinder. Dabei handelt es sich um Einzel- und Gruppenfotos. Wir haben bei der Aufnahme in die Kita den Fotos zugestimmt. Bisher haben wir die Bilder auf Papier erhalten. Jetzt wollen die Erzieher den Aufwand nicht mehr und haben eine digitale Version angeboten. Ein Vorschlag ist alle Bilder der Gruppe oder die Bilder des eigenen Kindes + Gruppenbilder. Gegen diesen Vorschlag sind einige Eltern, weil man mit den Fotos später mal jemanden bloßstellen könnte. Ich persönlich sehe da keinen Unterschied zu den Papierbildern.

    Jetzt stellt sich für mich die Frage,was datenschutzrechtlich zu beachten ist, wenn man auf digitale Daten umstellt. Gibt es einen Unterschied zwischen Papier und digital?

    Was wäre zu beachten, wenn aus dem Elternaktiv jemand die Aufbereitung und Bestellung oder Verteilung der Fotos vornimmt?

    Sollten wir keine Einigung finden, wird es keine Fotos mehr geben. Das fände ich sehr schade.

    Vielen Dank für Ihre Hilfe.

    Viele Grüße
    Susanne

    Antworten

  • Lisa Jares:
    08.03.2016 um 16:21 Uhr

    Hallo Susanne,
    das ist in erster Linie ganz davon abhängig was Sie (meist mit der Aufnahmeerklärung) als Eltern unterschrieben haben. Hier holen die Tageseinrichtung sich die Zustimmung der Eltern zur Aufnahme von Fotos, z.B. auch für die zu erstellende Bildungsdokumentation.
    Wenn Sie als Eltern, bzw. der Elternrat dies übernehmen möchte, müssten Sie sich gesonderte Einverständniserklärungen einholen und hier den genauen Umgang von Fotos regeln. Grundsätzlich haben Eltern immer das Recht ihre Einwilligung zur Erstellung von Fotos wieder zurück zu ziehen.
    Beste Grüße
    Lisa Jares

    Antworten

    1. Susanne:
      11.03.2016 um 04:25 Uhr

      Vielen Dank für die schnelle Rückmeldung.

      Antworten

  • Mimilith:
    12.03.2016 um 10:30 Uhr

    Guten Tag!
    Meine Kollegin und ich fragen uns, ob wir dem /Elternbeirat mitteilen düfen/sollen, dass wir unzufrieden in der Einrichtung sind und uns deshalb "nach außen orientieren" Unseres Erachtens nach, haben die Eltern ein Recht auf diese Information, da ihre Kinder und sie selbst von unsrem beovrstehenden Ausscheiden unmittelbar betroffen sind Sehen wir die Dinge richtig?

    LG

    Mimilith.

    Antworten

  • Lisa Jares:
    12.03.2016 um 13:24 Uhr

    Hallo,
    grundsätzlich sollten Sie bei Unzufriedenheiten mit dem Arbeitgeber zunächst an die Leitung und in zweiter Instanz an Ihren Träger wenden. Die Eltern sollten Sie erst bei einem lenzendlichen Ausscheiden aus der Kita informieren, wobei auch diese Kommunikation nach außen mit der Leitung abgesprochen werden sollte.
    Mit freundlichen Grüßen
    L. Jares

    Antworten

    1. Mimilith:
      13.03.2016 um 12:28 Uhr

      Hallo Lisa!

      Die Instanzen wurden eingehalten, wir sind inzwischen beim Träger und dem Betriebsrat gelandet. Die Frage ist, wann sollten die Eltern über die Situation und mögliche Folgen informiert werden. Immerhin geht es um ihre Kinder und es ist angebracht, den Eltern eine Meinung und deren Äußerung zuzugestehen !? Wir sind uns sicher, dass die Eltern etwas dagegen haben, wenn die Bezugspersonen ihrer Kinder gehen(wollen). Vielleicht können wir ja Unterstützung aus dieser Richtung erwarten ....

      Freundliche Grüße

      Mimilith

      Antworten

  • Lisa Jares:
    14.03.2016 um 08:16 Uhr

    Hallo Mimilith,
    es klingt so, als suchen Sie in den Eltern einen "Verbündeten" im "Kampf" gegen eine Situation/eine Person.
    Je nach Beweggrund kann natürlich (von der Leitung/dem Träger) der Elternrat über die Situation informiert und eingebunden werden.
    Die Entscheidung, wann die Eltern über den Zeitpunkt des Weggangs von Personal informiert werden liegt ebenfalls bei der Leitung (bzw. dem Träger). Diese muss dann sicherstellen, dass die Kinder/Familien eine neue Bezugsperson in der Tageseinrichtung bekommen.
    Mit freundlichen Grüßen
    L. Jares

    Antworten

  • manuela:
    16.03.2016 um 12:47 Uhr

    Guten Tag!

    Mein Kind ist set sechs Jahren aus der Kita. Damals wurde die Internet Seite neu eingerichtet, dafür gab ich die Erlaubnis ein Foto von ihm zu verwenden. Nun ist es so das eine Broschüre erstellt wurde und dieses alte foto verwendet wurde. Dürfen die das?

    Antworten

  • Lisa Jares:
    22.03.2016 um 08:10 Uhr

    Hallo Manuela,
    das hängt ganz davon ab, was damals in der Einverständniserklärung zur Nutzung von Fotos formuliert wurde.
    Mit besten Grüßen
    L. Jares

    Antworten

  • Julia:
    06.04.2016 um 13:17 Uhr

    Hallo!
    Ich habe eine Frage:
    Ich bin Lehrerin und unterrichte u.a. Erzieherschüler und habe den Schülern für ihr Praktikum Aufgaben erteilt. Unter anderem sollen sie einen Fall beschreiben, wo Erzieher im Elterngespräch beratend tätig wurden.Z.B. Im Falle einer Scheidung Tipps gegeben haben, wie dem Kind geholfen werden kann, mit der Situation besser umgehen zu können. Evtl. findet auch eine Empfehlung an entsprechende Institutionen statt. Das Ganze soll ohne Namen der Einrichtung bzw. natürlich ohne Namen des Kindes passieren, anonym!

    Kann es hier zu Problemen kommen zwecks Datenschutz, wenn die Schüler solch einen Fall schriftlich fixieren?

    Vielen Dank im Voraus
    LG

    Antworten

  • Lisa Jares:
    06.04.2016 um 13:20 Uhr

    Hallo Julia,
    grundsätzlich sollte das kein Problem darstellen, wesentlich ist natürlich, dass die Eltern darüber informiert sind und ihre Zustimmung geben.
    Beste Grüße
    L. Jares

    Antworten

    1. Julia:
      06.04.2016 um 19:09 Uhr

      Vielen Dank für die schnelle Antwort!
      Liebe Grüße

      Antworten

  • Renata:
    10.04.2016 um 17:10 Uhr

    Hallo,

    meine Frage bezieht sich auf die E-Mails. Ich bin Erzieherin und in unserem Team die Verantwortliche für die Bearbeitung, also lesen und antworten auf die E-Mails von den Eltern. Dies tue ich in meiner Verfügungszeit in der Einrichtung auf dem Laptop von unserer Gruppe. Da, wir einen Monat lang Verbindungsprobleme bzgl. Internet hatten, habe ich mal von zu Hause aus auf meinem Laptop die Mails gecheckt. Darauf hin war die pädagogische Leitung sehr sauer geworden, weil es wohl datenschutztechnisch nicht ginge.
    Andererseits erwartet sie, dass die Mails regelmäßig gelesen und bearbeitet werden. Es war eine Ausnahme, wegen Internet- Problemen, für die ich natürlich nichts kann.
    Ich lade nichts herunter auf meinem Laptop bzw. leite selbstverständlich nichts weiter, sondern behandele die Daten sehr vertraulich. Hat meine Leitung überreagiert?Oder sollte ich beim nächsten Internet-Ausfall die Mails auf meinem privaten Laptop lieber nicht lesen.
    Vielen Dank für Ihre Antwort!

    Antworten

  • Lisa Jares:
    11.04.2016 um 18:06 Uhr

    Hallo Renate,
    Ihre Chefin hat tatsächlich recht. Aus datenschutzrechtlichen Gründen sollten Sie die Emails nicht von ihrem privaten Rechner beantworten (auch um sich selbst zu schützen, falls etwas passiert). Wenn es in der Tageseinrichtung zu Internet-Ausfällen kommt liegt das nicht in ihrer Verantwortung, dass Sie die Emails nicht beantworten können.
    Beste Grüße
    L. Jares

    Antworten

  • Lila:
    17.04.2016 um 16:52 Uhr

    Hallo,

    in meiner Kindergruppe ist ein Junge der in letzter Zeit häufiger Verletzungen hat, die aus meiner Sicht für eine körperliche Misshandlung sprechen.
    Hierzu wird es in Kürze eine Beratung durch eine Insoweit erfahrene Fachkraft geben, um eine mögliche Kindeswohlgefährdung einzuschätzen.
    Darf ich die Verletzungen fotografieren um zu dokumentieren bzw. um diese später der Insoweit erfahrenen Fachkraft zu zeigen?
    Ich habe mich auf die Suche nach Gesetzen gemacht, die dieses erlauben oder verbieten, leider erfolglos, vielleicht können Sie mir sagen wo ich dazu was finden kann.
    Danke für Ihre Mühe.

    Antworten

  • Lisa Jares:
    18.04.2016 um 07:02 Uhr

    Hallo Lila,
    das ist ein schwieriges und heikles Thema. Grundsätzlich wird für Fotos eine Einverständnisserklärung von Eltern benötigt.
    Erst einmal ist es daher sehr gut, dass Sie sich Unterstützung von einer Insoweit erfahrenen Fachkraft einholen. Die Tageseinrichtung hat einen Schutzauftrag. Die Weitergabe an Informationen ist hier an das Jugendamt, sofern eine Gefährdung des Kindeswohls nicht ausgeschlossen werden kann, trotz Datenschutz erlaubt. Wichtig ist, dass Sie auch vorher das Gespräch mit den Eltern/ Erziehungsberechtigten gesucht haben. Um sich selbst abzusichern, sollten Sie ihr Vorgehen und Ihre Beobachtungen schriftlich (mit den KollegInnen) dokumentieren und in einem engen Austausch mit Ihrem Träger sein.
    Mit besten Grüßen

    Antworten

  • Silke:
    24.05.2016 um 19:13 Uhr

    Guten Abend,

    in unserer KiTa wird meineserachtens sehr laissez faire mit Portrait Fotos der Kinder umgegangen.
    Beispiel:
    Die Portraitfotos des Fotografen hängen an den Garderobenplätzen der Kinder samt der Vornamen. Ebenso hängt im Windfang (für Jeden zugänglich) ein Plakat mit allen Portraitfotos der Kinder.
    Ich war bereits bei der Verwendung an den Garderobenplätzen skeptisch, da ies in anderen Einrichtungen eine Zuordnung mit neutralen Symbolen gibt (Leuchtturm, Schiff etc.) als jetzt dieser Aushang im Windfang angeschlagen wurde, habe ich kurzerhand das Bild unseres Kindes entfernt.
    Aussage der Leitung: das geht nicht, da ich ja die Freigabe für die Einrichtung erteilt hätte. Damals hieß es auch für Bilder von Ausflügen, Aktivitäten und lustigen Momenten. Diese Bilder finde ich als Erinnerung für später auch immer noch sehr wichtig. Ich habe nach der heutigen Aktion aber auch diese Verwendung ausgeschlossen, da ich mir nicht mehr sicher bin, ob die Einrichtung hier den Aspekt der Sicherheit unserer Kleinkinder berücksichtigt.
    Reagiere ich zu besorgt?

    Vielen Dank für Ihre Antwort!

    Liebe Grüße
    Silke

    Antworten

  • Lisa Jares:
    25.05.2016 um 12:09 Uhr

    Guten Tag,
    das Verwenden von Fotos und Vornamen (selbstverständlich keine Nachnamen) als Garderobenzeichen ist durchaus üblich und grundsätzlich spricht hier nichts dagegen (es wäre natürlich positiv gewesen, wenn Sie als Eltern vorab informiert würden). Auch das Aushängen von Fotos von Aktivitäten etc. stellt keine Ausnahme in Kindertageseinrichtungen dar. Selbstverständlich haben Sie als Eltern aber jederzeit das Recht Ihre Einverständniserklärung für Fotos zurückzuziehen. Die Frage ist, welche konkreten Sorgen Sie haben, vielleicht können Sie diese in einem persönlichen Gespräch mit der Einrichtung klären so das Sie ihre individuelle Entscheidung für bzw. gegen das Aushängen von Fotos treffen können.
    Mit besten Grüßen
    Lisa Jares

    Antworten

  • Judith:
    08.06.2016 um 15:25 Uhr

    Hallo!

    Darf eine Kitaleitung Informationen zum Schlafverhalten einzelner Kinder an die zuständige Amstleitung bei der Stadt weitergeben?

    Im konkreten Fall wollten Eltern im Gespräch mit dem Amtsleiter über etwas ganz anderes sprechen (Mittagessensqualität). Das Gespräch kam auf das Thema Mittagsschlafpflicht, der die Eltern kritisch gegenüber stehen und wo der Amtsleiter sagte, dass ihr Kind ja bereits früh übermüdet sei und zum Wohle des Kindes Mittagsschlaf da wohl angeraten sei. Dies sei ihm schon vor einiger Zeit von der Kitaleitung mitgeteilt worden.

    Die Kitaleitung befand sich zum Zeitpunkt der Gesprächsvereinbarung und des Gesprächs in einem längeren Urlaub, der Austausch über das Kind muss also proaktiv stattgefunden haben.

    Es gab keine Einwilligung zur Weitergabe anderer Daten als der Adressdaten oder der notwendigen Kassendaten.

    Sind solche Daten/ Informationen nicht vertraulich??
    Ich arbeite in der Jugendhilfe und dort darf ich nicht mal mit meinen Kollegen über ähnliche Dinge sprechen, ohne sie vorher zu anonymisieren.

    Vielen herzlichen Dank für eine Antwort!

    Schöne Grüße!
    Judith

    Antworten

  • Lisa Jares:
    08.06.2016 um 15:45 Uhr

    Hallo Judith,
    das ist abhängig von der Trägerstruktur Ihre Tageseinrichtung. In der Regel ist es so, dass wenn Sie einen Betreuungsvertrag mit einer Tageseinrichtung haben, die Leitung berechtigt ist individuelle Kinder mit der Pädagogischen Fachberatung zu besprechen (welche bei kommunalen Tageseinrichtungen im Jugendamt angesiedelt ist). Diese Gespräche sind natürlich vertraulich zu behandeln und beziehen im Idealfall die Erziehungsberechtigten mit ein. In anderen Rahmen oder bei Anwesenheit weiterer Eltern dürfen vertrauliche Informationen natürlich nicht weitergetragen werden.
    Beste Grüße

    Antworten

  • Eva:
    04.07.2016 um 08:17 Uhr

    Sehr geehrte Frau Balluseck,

    im Kiga unseres Kindes wird ein offenes Konzept gelebt. Nach mehreren Personalwechsel ist nicht genau klar, wer aktuell die Betreuungsperson unseres Kindes ist. Auf Nachfrage wurde uns dies von der Kiga-Leitung mitgeteilt. Eine Info welche Kinder noch in der Gruppe unseres Kindes sind, wurde die Angabe mit Verweis auf den Datenschutz verweigert. Es teilen sich mehrere Gruppen eine Gardarobe, der Schlafsaal wird von allen Schlafkindern genutzt. Eine genaue Zuordnung von Kindern zu Gruppen / Betreuungspersonen ist nicht gegeben. Gruppeninterne Aktivitäten sind nicht vorhanden.

    Welche Infos über die Zusammenstellung der Kiga-Gruppen unterliegen tatsächlich dem Datenschutz und wo finden wir die rechtliche Grundlage dafür?

    Vielen Dank im Voraus für Ihre Antwort.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Eva

    Antworten

  • Lisa Jares:
    04.07.2016 um 12:44 Uhr

    Guten Tag Eva,
    im offenen Konzept gibt es keine festen Gruppen. Alle Kinder können die Räumlichkeiten frei in der Kita nutzen (auf unserer Website finden Sie auch einen Fachartikel dazu). Es kann Morgenkreise, Turngruppen etc. geben die sich altershomogen oder individuell zusammenfinden. Wichtig im offenen Konzept ist natürlich die Bezugsbetreuerregelung.
    Ich denke, dass bei Ihnen noch viele Fragen zur Umsetzung des offenen Konzeptes sind, die Sie unbedingt offen mit der Kita klären sollten.
    Beste Grüße
    Lisa Jares

    Antworten

  • Carina:
    07.07.2016 um 09:23 Uhr

    Hallo,

    in einem Forum von Kindergartenfotografen wird gerade heftig diskutiert, ob Gruppenbilder nur als Print oder auch als Datei an die Eltern verkauft werden dürfen und ob hier rechtlich zwischen beiden Varianten unterschieden wird. Können Sie uns weiterhelfen?

    Herzlichen Dank vorab.

    Mit freundlichen Grüßen
    Carina

    Antworten

  • Lisa Jares:
    07.07.2016 um 18:51 Uhr

    Guten Tag Carina,
    grundsätzlich rechtlich können wir die Frage nicht beantworten. In Bezug auf die Kita, ist dies vor allem davon abhängig wie die Einverständniserklärung der Eltern gestaltet ist.
    Mit freundlichen Grüßen
    L. Jares

    Antworten

  • Carolin:
    02.08.2016 um 08:45 Uhr

    Hallo,

    ich arbeite bei einer gemeinnützigen kirchlichen Stiftung in der Verwaltung, die u.a. auch einige Kindertagesstätten trägt. Seit einem Monat habe ich selbst meinen kleinen Sohnemann in einer dieser Kitas untergebracht und bin grundsätzlich sehr zufrieden. Was mir allerdings wirklich aufstößt, ist dass an seinem Fach sowohl Vor- als auch Nachname steht und auch noch ein Foto von ihm klebt. Das mit den Fotos find ich an sich niedlich, die Erlaubnis haben wir auch unterschrieben... Aber die Sache mit den Nachnamen muss doch nicht sein, oder? Ist das überhaupt zulässig? Ich würde gern ein paar Argumente haben (hab ja bisher nur ein Bauchgefühl), bevor ich mit den Erzieherinnen rede.

    Viele Grüße und Danke
    Carolin

    Antworten

  • Lisa Jares:
    02.08.2016 um 12:40 Uhr

    Hallo,
    grundsätzlich muss der Nachname natürlich nicht am Fach des Kindes zusammen mit Foto und Vorname auftauchen. In der Regel nutzen hier die Kitas auch "nur" Vorname und Foto oder ein "Zeichen".
    Sie sollten Ihr Bauchgefühl mit der Einrichtung besprechen, eben dass Sie sich unwohl damit fühlen. Vielleicht kann es für Sie hilfreich sein, sich auch erstmal mit dem Elternrat auszutauschen, ggf. geht es mehreren Eltern wie Ihnen und den MitarbeiterInnen ist dies so in der Form gar nicht bewusst.
    Beste Grüße
    L. Jares

    Antworten

    1. Carolin:
      03.08.2016 um 06:21 Uhr

      Danke für die schnelle Antwort! Ist dieser Sachverhalt rechtlich geklärt? Ist es also theoretisch zulässig, den Nachnamen öffentlich aufzuführen?
      Viele Grüße

      Antworten

  • Lisa Jares:
    03.08.2016 um 09:52 Uhr

    Der Datenschutz ist Ländersache. Daher müssten Sie sich für eine rechtliche Absicherung an Ihr zuständiges Landesdatenschutzzentrum bzw. das Gesetz dazu näher anschauen.

    Antworten

  • Lilafarbe:
    25.09.2016 um 19:12 Uhr

    Hallo, ich habe mal eine Frage.

    Ich bin allein Sorgeberechtigte und vertrete meine Tochter gerade in einem laufenden Unterhaltsprozess gegen ihren leiblichen Vater. Die Kita informierte mich letzte Woche, dass der Vater dort vorstellig war und um ein schreiben gebeten hat indem steht um was er sich alles in der Kita kümmert(?). Mich betrübt nicht nur, dass ich das ziemlich unglücklich finde jetzt auch noch Institutionen hinzuzuziehen, sondern der Gedanke, dass ich der Auffassung bin, die Kita hätte gar nichts ohne mein Einverständnis verschriftlichen dürfen. Ist dem so? Ich wurde halt nur im Nachgang einfach in Kenntnis gesetzt. Vielen Dank schon einmal für die Antwort!

    Antworten

  • Lisa Jares:
    26.09.2016 um 11:01 Uhr

    Guten Tag,
    für pädagogische Institutionen ist es immer schwierig wenn sie in solche Verfahren von Eltern eingebunden werden.
    Die Informationsweitergabe über Tätigkeiten des Vaters dürfte aber grundsätzlich stattfinden.
    Mit freundlichen Grüßen
    L. Jares

    Antworten

  • Barbara:
    12.10.2016 um 21:09 Uhr

    Hallo!
    Bei uns im Kindergarten werden seit einem Jahr die Fotos, welche die Erzieherinnen von den Kindern machen nicht mehr herausgegeben. Begründung : Datenschutz
    Nach der Faschingsfeier wurden die Fotos entwickelt und an die entsprechenden Eltern herausgegeben. Digital dürfen die Fotos gar nicht mehr herausgegeben werden, sagt die Kindergartenleitung. Nun gab es aber im Laufe des letzten Jahres ganz viele Veranstaltungen bei denen mein Kind fotografiert wurde. Da sich aber niemand bereit erklärt diese zu sortieren und entwickeln, macht es sich die Kindergartenleitung einfach und sagt, die Eltern bekommen generell keine Fotos mehr. Nun will ich aber die Fotos mit meinem Kind unbedingt haben haben. Welche Möglichkeiten habe ich? Mit der Kindergartenleitung ist leider kein vernünftiges Gespräch zu diesem Thema möglich. Kann der Kindergarten mir die Fotos vorenthalten?

    Antworten

  • Lisa Jares:
    13.10.2016 um 13:00 Uhr

    Hallo Barbara,
    die Leitung einer Tageseinrichtung ist nicht verpflichtet Fotos auszuhändigen. Sie haben natürlich das Recht, dass die Fotos Ihres Kindes nicht genutzt bzw. herausgegeben werden (sprich Eltern haben natürlich die Möglichkeit ihre Zustimmung zur Verwendung von Fotos /Datenschutzerklärung zurückzuziehen).
    Ggf. sollten Sie über den Elternrat das Gespräch mit der Leitung suchen und klären wie mit Fotos in der Kita umgegangen werden kann.
    Mit besten Grüßen
    L. Jares

    Antworten

  • Nina:
    16.11.2016 um 22:42 Uhr

    Hallo,
    in unsrem Kindergarten hängt seit heute eine Liste aller "Vorschulkinder" mit dem Termin für die Einschulungsuntersuchung beim Gesundheitsamt. Es sind Vor- und Nachname und genauer Termin aufgelistet. Es sind - so meine Einschätzung - alle Kinder aus der Verbandsgemeinde aufgelistet - also alle Kinder aller Kindergärten! Die Namen der Kinder aus unserem KiGa wurden mit Textmarker markiert. Ich muss ja demnach davon ausgehen, dass diese Liste in allen Kindergärten hängt. Ich halte das aus datenschutzrechtlichen Gründen für sehr kritisch. Können Sie das bestätigen? Vielen Dank für Ihre Antwort.

    Antworten

  • Lisa Jares:
    17.11.2016 um 10:38 Uhr

    Hallo Nina,
    ich gebe Ihnen recht, dass ist datenschutzrechtlich sicherlich nicht ganz einwandfrei. Für eine genauere Abklärung können Sie sich an den Landesdatenschutzbeauftragten in Ihrem Bundesland wenden.
    Mit freundlichen Grüßen

    Antworten

  • Kiki:
    02.12.2016 um 09:21 Uhr

    Guten Morgen,
    wir haben ein Pflegekind in unserer Einrichtung. Sowohl die Pflegemutter, als auch Pflegevater und Pflegekind haben verschieden Nachnamen. Nun wurden wir gebeten, den Familiennamen der Pflegemutter bei dem Kind zu verwenden, wenn wir Aushänge machen. z.b. Ferienlisten zum ankreuzen, etc.
    Dürfen wir das?

    Antworten

  • Lisa Jares:
    02.12.2016 um 11:57 Uhr

    Guten Tag,
    aus Sicht des Datenschutzes spricht nichts dagegen. Jedoch sollten Sie mit der Mutter ggf. nochmal die Beweggründe dafür besprechen.
    Mit freundlichen Grüßen
    Die Redaktion von ErzieherIn.de

    Antworten

  • Fanie:
    13.12.2016 um 12:29 Uhr

    Ich habe einige Fragen bezüglich des Elternrates in der KIta. Bei uns gab es keine Elternratwahl. Der "alte" Elternrat macht einfach weiter. Auf Nachfrage wurde mir gesagt, das nie Interesse von anderen Eltern da wäre. Ich hätte gern die Protokolle der Elternratssitzungen gesehen. Da Infos nicht an die Eltern weiter geleitet werden, wichtige Infos verloren gegangen sind und der Elternrat nicht mit den Eltern kommuniziert. Haben wir als Eltern ein recht die Protokolle einzusehen? Habe ich das Recht auch als nicht Elternratsmitglied an den Sitzungen teil zu nehmen? Mir wurde gesagt das ich NUR als gewähltes Mitglied teilnehmen darf! Welche rechtliche Grundlage gibt es da?

    Antworten

  • Lisa Jares:
    13.12.2016 um 12:40 Uhr

    Guten Tag,
    die Elternmitwirkung ist im jeweiligen Bildungsgesetzes des Bundeslandes geregelt. Die Wahl des Elternrates findet nicht im Gremium des Elternrates statt, sondern i.R. in einer jährlich stattfindenden Elternversammlung.
    Am besten werfen Sie mal einen Blick in das für Sie geltende Gesetz.
    Mit besten Grüßen
    Die Redaktion von ErzieherIn.de

    Antworten

    1. Fanie:
      13.12.2016 um 12:48 Uhr

      Danke, an wen kann ich mich dann wenden, wenn der bisherige Elternbeirat sich daran nicht hält und die Eltern nicht Informiert und einbindet? Die Kita-Leitung sagt, der Elternrat (Organisation, Wahl, Infos) ist Aufgabe der Eltern...

      Antworten

      1. Lisa Jares:
        13.12.2016 um 13:22 Uhr

        An den Träger der Einrichtung müssen Sie sich wenden.

        Antworten

  • Jess:
    24.01.2017 um 19:59 Uhr

    Ich bin Erzieherin und meine Kindergarten-Leitung hat den Elternbeirat darüber informiert, dass Ich nach meiner Elternzeit wieder zurück kommen werde. Dabei hat sie auch die Info herausgegeben, dass mein Sohn die Einrichtung besuchen wird. Darf sie das ? Durch diese Info entstand viel übles Gerede über meinen Sohn. Meiner Meinung nach muss der Elternbeirat nicht darüber informiert werden, ob, wann und mit wieviel Jahren mein Sohn die Einrichtung besucht da dass unsere Angelegenheit ist oder wie sehen Sie das?

    Antworten

  • Lisa Jares:
    24.01.2017 um 20:32 Uhr

    Guten Tag,
    dies hängt von der Trägerstruktur Ihrer Einrichtung und dessen Vorgaben ab. Es gibt Träger die untersagen, dass die Kinder von Fachkräften eben diese Einrichtung besuchen dürfen. Das heißt ggf. gibt es von Ihrem Träger Leitlinien im Umgang mit solchen Situationen.
    Grundsätzlich muss der Elternrat nicht über Neuaufnahmen von Kindern informiert werden.
    Mit freundlichen Grüßen
    Die Redaktion von ErzieherIn.de

    Antworten

  • Jana Wolf:
    27.01.2017 um 09:41 Uhr

    Guten Tag.
    Die Kita-Leitung hat einen Bericht über ein Elterngespräch ohne Einsicht, Info und Zustimmung an die Gundschule weitergeleitet. Daraufhin habe ich die Schule und Kita angeschrieben, das es sich dabei um eine unzulässige Weiterleitung handelt. Keine Reaktion.
    Dann bin ich persönlich zur Kita-Leitung. Diese rechtfertigte die unzulässige Weiterleitung mit dem Landesrahmenvertrag (Kooperation Kita-Schule), mit dem sie Berichte ohne Einsicht oder Zustimmung weiterleiten darf. Ich habe Kontakt zur Trägeraufsicht aufgenommen. Die teilte mir mit in diesem Landesrahmenvertrag geht es um Nachmittagsbetreuung (Hort) für Schüler und trifft absolut nicht zu, da die Kita keine Schüler-Nachmittagsbetreuung anbietet und meine Tochter ausschließlich die Schule besucht. Die Trägeraufsicht hat die Kita-Leitung um Stellungnahme zu dieser unzulässigen Weiterleitung gebeten. Danach wird wohl nur eine "Bitte" erfolgen, dies in Zukunft zu unterlassen. Das bringt uns nun aber überhaupt nichts mehr, davon abgesehen, ob sich die Leitung daran hält, denn ihr "Vorgehen" ist bereits bekannt, nur die wenigstens Eltern wehren sich. Da auch die Schule nicht reagiert ist meine Frage:
    Kann ich etwas veranlassen, damit die Leitung den Bericht aus der Schule zurückordert und klar macht, den Inhalt nicht zu berücksichtigen, da er nicht mit den Eltern abgesprochen war? Ich selbst komme bei der Leitung nicht weiter, die ist immer noch völlig uneinsichtig.

    Antworten

  • Lisa Jares:
    27.01.2017 um 11:43 Uhr

    Guten Tag Frau Wolf,
    das Verhalten der Kita-Litung ist natürlich inakzeptabel und datenschutzrechtlich mehr als bedenklich. Informationen über Kinder, so auch z.B. die Bildungsdokumentation dürfen nur mit dem Einverständnis der Eltern ausgetauscht werden. Daher können Sie natürlich fordern, dass der Bericht von der Schule vernichtet wird.
    Sie haben sich ja bereits an die Fachaufsicht/Trägeraufsicht gewandt. Dies wäre auch der Weg den wir Ihnen raten würden. Andererseits wäre ggf. auch die Schulleitung ein möglicher Ansprechpartner.
    Wichtig ist, dass Sie vielleicht auch in einem vertrauensvollen Gespräch mit der Kitaleitung, z.B. gemeinsam mit dem Elternrat deutlich machen, warum Ihnen diese Weiterleitung Sorge bereitet.
    Mit freundlichen Grüßen
    Die Redaktion von ErzieherIn.de

    Antworten

    1. Jana Wolf:
      28.01.2017 um 09:21 Uhr

      Vielen Dank für Ihre Antwort. Ein weiteres Gespräch mit Kita Leitung wäre vergeblich, wir beide wissen, warum der Bericht ohne Zustimmung, Info und Einsicht weitergeleitet wurde und wir beide wissen auch, warum mir die Weiterleitung und der Inhalt, Sorge bereitet und genau das war auch beabsichtigt. Eine Kontaktaufnahme dazu fand bisher nur von meiner Seite aus statt und stieß ausschließlich auf uneinsichtigen und autoritären Führungsstil.
      Mit der Schulleitung werde ich nochmalig versuchen zu sprechen.
      Bisher wurde mir als Privatperson eine sachgemäße oder generelle Reaktion der Einrichtungen verwehrt.
      Ich konnte zusätzlich den Datenschutzbeauftragten für meine Sache gewinnen. Sein Auftrag beinhaltet alle Beteiligten der unzulässigen Weiterleitung einzubeziehen und auch rückwirkend etwas zu erreichen.

      Antworten

  • Angi:
    14.03.2017 um 15:31 Uhr

    Guten Tag, ich bin Elternverteterin im Elternrat unserer kita.ich habe eine frage: ist es zulässig, dass Erzieherinnen gespräche von Kindern mit dem diktiergerät aufzunehmen.die Erzieherin stellt dem Kind fragen und das Kind anwortet...Es wird zu dokumentationszwecken genutzt. Muss vorher nicht eine einwilligung der eltern erfolgen???

    Antworten

  • Lisa Jares:
    14.03.2017 um 15:37 Uhr

    Guten Tag Angi,
    Eltern werden zumeist zum Eintritt in die Kita um eine Einverständniserklärung zur Erstellung der Bildungsdokumentation gebeten, auf Basis welcher dann die Entwicklungsgespräche mit den Eltern geführt werden. Im Rahmen dessen können dann auch unterstützende Medien wie Diktiergerät oder Kamera genutzt werden.
    Mit freundlichen Grüßen
    L. Jares

    Antworten

  • Swantje:
    05.04.2017 um 23:39 Uhr

    Guten Tag! Bei uns in der Kita hängen seit April Listen mit Voramen aller Kinder aus zwecks Zeiterfassung, d.h. die Eltern sind nun angehalten die Zeit der Abgabe und der Abholung in den Listen einzutragen. Bisher wurde diese Aufgabe durch die Erzieher wahrgenommen, die Listen waren bisher anonym. Aus Sicherheitsgrünen (es gab wohl des Öfteren Kinder die abgegeben oder abgeholt wurden, ohne, dass ein Erzieher das eingetragen hat oder informiert war) obliegt diese Aufgabe nun den Eltern. Ist das datenschutzrechlich überhaupt zulässig und müssten solche Listen nicht eigentlich anonym sein bzw. alle Eltern im Vorfeld ihre Einwilligung erteilt haben? M.E. lassen solche Listen zum Einen schnell Anwesenheitsmuster erkennen (auch wenn man keinem kriminelle Energie unterstellen mag) zum Anderen geht es im Grunde genommen doch keinen etwas an, ob ich mein Kind täglich 3h oder 10h in der Kitag abgebe. Vielen Dank für eine Antwort.

    Antworten

    1. Lisa Jares:
      07.04.2017 um 11:15 Uhr

      Guten Tag Swantje,
      die Problematik die in Ihrer Kindertageseinrichtung ist wirklich ungünstig gelöst worden. Um eine verbindliche, rechtliche Aussage zu bekommen, müssten Sie sich an den Datenschutzbeauftragten Ihres Bundeslandes wenden.
      Vielleicht ist es aber auch eine Möglichkeit in einem gemeinsamen Gespräch mit dem Elternbeirat und ggf. der Fachberatung zusammen mit der Leitung zu einer anderen Lösung zu kommen.
      Mit besten Grüßen
      L. Jares

      Antworten

  • Irene:
    14.05.2017 um 08:05 Uhr

    Hallo,
    ich bin neu in einer Einrichtung und kannte es bisher nicht das ich den Eltern nicht sagen darf,das die Kollegin erkrankt ist. Es ist mir klar das ich den Eltern nicht sage was sie hat, finde jedoch unsinnig zu sagen ich weiß nicht wo sie heute ist.
    Wie sieht es da mit Datenschutz aus.
    Danke

    Antworten

  • Lisa Jares:
    15.05.2017 um 11:54 Uhr

    Hallo Irene,
    ein solches Vorgehen ist uns ebenfalls nicht sprechen Sie mal mit der Kita-Leitung welche Beweggründe dahinter stehen. In Sachen Datenschutz ist auch immer der Datenschutzbeauftragte des Landes ein guter Ansprechpartner.
    Mit freundlichen Grüßen
    L. Jares

    Antworten

  • Sternchen:
    30.06.2017 um 22:25 Uhr

    Hallo
    Ich arbeite in einer Kindertagesstätte. Heute wurde ein Kind leicht gebissen. Bei Abholung erklärte ich der Mutter das ihr Kind heute Opfer beim Spielen wurde. Darauf hin wollte sie den Namen des Täters wissen. Ich sagte das ich ihr den Namen nicht nennen werde weil es an der geschehenen Situation auch nichts ändern würde und ich nicht möchte das dich die Eltern untereinander streiten oder anzetteln um gleichzeitig auch den Täter zu schützen. Die Mutter ist dann "bockig " davon gegangen.
    Nun meine Frage: war meine Reaktion falsch? Hätte ich der Mutter des Opfers den Namen des Täters mitteilen müssen?
    Über eine kurze Rückmeldung würde ich mich sehr freuen!

    Antworten

  • Lisa Jares:
    01.07.2017 um 14:46 Uhr

    Hallo,
    grundsätzlich können Sie Ihre Elternschaft besser einschätzen. Aber man kann Eltern i.R. mitteilen, mit welchem Kind es ggf. einen Konflikt gegeben hat. Viel wichtiger ist jedoch wie man damit umgeht und da ist es wichtig, dass wir nicht von "Tätern" und "Opfern" sprechen. Häufig bekommen wir nicht die ganze Situation mit die zu einem Verhalten eines Kindes führt. Daher muss man sich ich die Frage stellen, was hat dazu geführt, dass das Kind gebissen hat? War es aus einem Spiel heraus oder fehlt dem Kind vielleicht auch noch die Möglichkeit sich anders zu äußern? Und wie konnten Sie die Situation mit beiden Kindern klären?
    Diese Fragen sollten Sie unbedingt in Ihrem Team reflektieren.
    Insbesondere das Thema beißen, hauen etc. fordert ein sehr sensibles Vorgehen von uns päd. Fachkräften sowohl im Umgang mit den Kindern als auch im Umgang mit den Eltern.
    Mit besten Grüßen
    Lisa Jares

    Antworten


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Fred Bernitzke, Hans-Dietrich Barth: Theorie trifft Praxis. Verlag Europa-Lehrmittel Nourney, Vollmer GmbH & Co. KG (Haan-Gruiten) 2016. 2. Auflage. 203 Seiten. ISBN 978-3-8085-6762-3.
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