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mehrere Kinder

Der Krippenausbau geht voran

Hilde von Balluseck

13.07.2013 Kommentare (0)

In diesen Tagen ist der Krippenausbau in allen Bundesländern und zuständigen Gremien das große Thema, denn der 1. August, der Termin für die Erfüllung des Rechtsanspruchs für Eltern ein- bis zweijähriger Kinder auf einen Kitaplatz steht vor der Tür.

Wir veröffentlichen im folgenden diverse Stellungnahmen, die als Pressemeldungen verfügbar sind.

Zunächst die Statistik:

Zum 1. März 2013 wurden rund 597 000 Kinder unter 3 Jahren in einer Kindertageseinrichtung oder in öffentlich geförderter Kindertagespflege betreut. Dies waren gut 37 000 Kinder mehr als im Vorjahr. Das zeigen die ersten vorläufigen Ergebnisse zur Statistik der Kindertagesbetreuung des Statistischen Bundesamtes (Destatis).

Auf dem Krippengipfel von Bund, Ländern und Kommunen wurde im Jahr 2007 das Ziel formuliert, bis zum 1. August 2013 insgesamt 780 000 Betreuungsplätze für unter 3-Jährige bereitzustellen.

Bei den hier veröffentlichten Daten handelt es sich um vorläufige Ergebnisse der Statistik der Kinder- und Jugendhilfe. Gegenstand der Erhebung ist die Inanspruchnahme der Kindertagesbetreuung, das heißt, es wird auf die tatsächlich betreuten Kinder abgestellt.

Die Entwicklung der Anzahl der betreuten Kinder fiel im Ländervergleich unterschiedlich aus. In Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und im Saarland waren knappe zweistellige Zuwachsraten gegenüber dem Vorjahr festzustellen. Im Bundesdurchschnitt betrug der Zuwachs 6,6 %. Dabei ist zu berücksichtigen, dass in den ostdeutschen Flächenländern bereits hohe Betreuungszahlen erreicht werden, die Steigerungen fallen dementsprechend nur noch gering aus.

Die Mehrzahl der Eltern von Kindern unter 3 Jahren nutzten die Tagesbetreuung in Einrichtungen (84,4 %). Mit einem Anteil von bundesweit 15,6 % spielte die Kindertagespflege bei einer Tagespflegemutter oder einem -vater nach wie vor eine deutlich geringere Rolle. Der Anteil blieb gegenüber dem Vorjahr annähernd unverändert.

In der Altersgruppe der 3- bis 5-Jährigen hatten im März 2013 die Eltern von rund 1 951 000 Kindern ein Angebot der Kindertagesbetreuung in Anspruch genommen. Fast 99 % der Kinder dieser Altersgruppe wurden dabei in Kindertageseinrichtungen betreut.

Im März 2013 gab es bundesweit 52 486 Einrichtungen und 43 841 Tagespflegemütter und -väter. Hier wurden 3 351 000 Kinder bis 14 Jahren betreut. Gegenüber dem Vorjahr stieg sowohl die Zahl der Kindertageseinrichtungen als auch die Zahl der Kindertagespflegepersonen geringfügig bundesweit um jeweils 1 %.

Im September 2013 werden die endgültigen Ergebnisse inklusive Betreuungsquoten veröffentlicht.

Weiterführende Daten zur Situation der Kindertagesbetreuung in Deutschland auf Basis der vorläufigen Daten finden Sie in den Tabellen Kinder in Tageseinrichtungen und Kinder in Tagespflege.

Ansprechpartner

Der Deutsche Städtetag bedauert Lücken in der Bereitstellung von Plätzen besonders in Ballungszentren:

Die Städte haben beim Ausbau der Betreuungsplätze in Kindertageseinrichtungen und in der Tagespflege große Fortschritte erzielt. Der Präsident des Deutschen Städtetages, Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly aus Nürnberg, betonte mit Blick auf die heute veröffentlichten Zahlen des Statistischen Bundesamtes den hohen Einsatz, mit dem die Städte in den vergangenen Jahren und bis heute zahlreiche neue Betreuungsmöglichkeiten geschaffen haben. Gleichwohl müssen die Ausbau­anstrengungen weitergehen. Dies erfordert weitere Kraftanstrengungen von den Städten, aber auch von Bund und Ländern bei der langfristigen Finanzierung.

"Binnen eines Jahres stieg die Zahl der Kinder unter 3 Jahren, die in öffentlich geförderter Kindertagesbetreuung sind, um mehr als 37.000. Diese Zahl belegt eindrucksvoll die Anstrengungen und den Leistungswillen der Städte. Der Ausbau der U3-Betreuung steht seit langem an oberster Stelle. Zum Beginn des neuen Kindergartenjahres am 1. August 2013 kommen viele neue Plätze hinzu und der Deutsche Städtetag geht auch davon aus, dass die Betreuungsquote zum 1. August 2013 nochmals deutlich steigen wird. Dennoch werden vor allem in einigen Groß- und Universitätsstädten, wo der Bedarf sehr hoch ist, Lücken bei der Kinderbetreuung bleiben. In vielen Großstädten liegt der Bedarf mit über 50 Prozent allerdings auch weit über dem vom Bund angenommenen Durchschnitt von 39 Prozent."

Die Erhebung des Statistischen Bundesamtes zum Stichtag 1. März 2013 ist nur eine Momentaufnahme. Weitere Betreuungsmöglichkeiten sind seither hinzugekommen. Viele neue Einrichtungen sind zudem in der Planungs- und in der Bauphase. Da die Nachfrage ständig steigt, sind in vielen Städten Ausbauprogramme für die nächsten Jahre fest verabschiedet.

"Auch nach dem 1. August 2013, dem Inkrafttreten des Rechtsanspruchs, muss und wird der Ausbau der Kindertagesbetreuung mit Hochdruck weitergehen. Das ist nötig, zumal die hochwertige Betreuung offensichtlich auch immer mehr Eltern überzeugt. Mit immer mehr qualitativ ansprechenden Betreuungs­angeboten steigt in vielen Städten die Nachfrage. Deshalb benötigen die Kommunen auch langfristig ein finanzielles Engagement von Bund und Ländern, das sich an dem steigenden Bedarf bemisst. Nur so lässt sich die anspruchsvolle Aufgabe der U3-Betreuung gesamtgesellschaftlich bewältigen", so Städtetagspräsident Maly.

Die Städte wollen so vielen Eltern wie möglich ihren Betreuungswunsch erfüllen. Sie unternehmen derzeit alles in ihrer Macht stehende, um das Platzangebot auch kurzfristig weiter zu erhöhen. Wo Plätze fehlen, suchen die Städte gemeinsam mit den Eltern nach individuellen Lösungen und bemühen sich, Alternativen anzubieten, wie zum Beispiel Platzangebote in angrenzenden Stadtteilen oder in Spielgruppen. Wichtig ist den Städten, dass bei allen Ausbauanstrengungen und Ausbaudruck die hohe Qualität der Angebote möglichst erhalten bleibt. Wesentlich dafür ist auch eine ausreichende Anzahl an qualifiziertem Betreuungspersonal, betont der Haupt­geschäftsführer des Deutschen Städtetages, Dr. Stephan Articus: "Vor allem in den Ballungsräumen fehlen aktuell Erzieherinnen und Erzieher. Hier müssen die für die Ausbildung zuständigen Länder mehr tun. Die Deckung des gestiegenen Fachkräftebedarfes hängt allerdings von vielen Faktoren ab. Die Ausbildung ist qualitativ sehr hochwertig und dauert mit den Praxisphasen 3 bis 5 Jahre je nach Bundesland. Die Anzahl der Erzieherinnen und Erzieher konnte in den vergangenen Jahren nicht entsprechend der Nachfrage gesteigert werden. Zudem haben viele Städte mit angespanntem Wohnungsmarkt Probleme bei der Anwerbung von Erzieherinnen und Erziehern, weil oftmals nicht ausreichend Wohnungen zur Verfügung stehen und die Lebenshaltungs­kosten gerade in den Großstädten, wo der Fachkräftebedarf besteht, vergleichsweise hoch sind."

Typische Beispiele für die Anstrengungen beim Ausbau der Kindertagesbetreuung in Großstädten

Frankfurt am Main: Ausgehend von knapp 4000 Plätzen für Kinder unter 3 Jahren im Jahr 2008 (Betreuungsquote von 18 Prozent) stehen zum 1. August 2013 mehr als 8000 öffentlich geförderte Plätze in Kindertagesstätten und Tagespflege zur Verfügung. Damit wird in Frankfurt am Main bei den 0-3-jährigen Kindern im neuen Kindergartenjahr am 1. August 2013 eine Betreuungsquote von rd. 38 Prozent erreicht. Bis zum Jahr 2017 sollen weitere 3000 Plätze gebaut werden. Bereits im Jahr 2016 werden 50 Prozent der Kinder dieser Altersgruppe betreut werden können. Daneben werden auch die ganztägigen Betreuungsangebote für Schulkinder von 6-10 Jahren weiterhin massiv ausgebaut, von derzeit 55 Prozent auf insgesamt 60 Prozent im Jahr 2016.

Nürnberg: Ausgehend von gut 1400 Plätzen für Kinder unter 3 Jahren im Jahr 2008 (Betreuungsquote von 11,3 Prozent) stehen zum 1. August 2013 insgesamt 3500 öffentlich geförderte Plätze in Kindertageseinrichtungen und Tagespflege zur Verfügung. Damit wird in Nürnberg zum neuen Kindergartenjahr am 1. August 2013 wahrscheinlich eine Betreuungsquote von fast 30 Prozent erreicht. Bis zum Jahresende 2013 steigt die Betreuungsquote voraussichtlich durch weitere Plätze in neuen Einrichtungen auf 35,4 Prozent. Bis zum Jahr 2020 soll das Platzangebot auf insgesamt 6100 Plätze in Kindertageseinrichtungen und Tagespflege erhöht werden, angestrebt wird eine Betreuungsquote von 46 Prozent. Daneben werden auch die ganztägigen Betreuungsangebote für Schulkinder von 6-10 Jahren weiterhin massiv ausgebaut. Aktuell stehen 5400 Hortplätze für 36 Prozent aller Grundschulkinder zur Verfügung, diese Quote soll bis zum Jahr 2010 auf 50 Prozent gesteigert werden. Zusätzlich sollen weitere 20 Prozent der Grundschulkinder bis zum Jahr 2010 durch Angebote an gebundenen Ganztagesschulen und in der Mittagsbetreuung versorgt werden.

Düsseldorf: Ausgehend von gut 3500 Plätzen (Versorgungsquote 21,9 Prozent) zu Beginn des Kindergartenjahres 2008/2009, die größtenteils in öffentlich geförderten Kindertagesstätten und Tagespflege, zum geringeren Teil aber auch in geförderten Spielgruppen und in nicht geförderten Tageseinrichtungen angeboten wurden, wird zum 1. August 2013 mit insgesamt mindestens 6613 Plätzen eine Betreuungsquote von 38,3 Prozent erreicht. Bis zum Ende des Kindergartenjahres 2013/2014 werden sogar rd. 7300 Plätze zur Verfügung stehen, was einer Betreuungsquote von 41,5 Prozent aller Kinder von 0-3 Jahren entspricht. Der Ausbau wird in den nächsten Jahren unvermindert fortgesetzt. Wenn der Bedarf bestätigt wird, ist eine Versorgungsquote von 60 Prozent in den nächsten Jahren angestrebt. Durch den bereits erfolgten Ausbau der offenen Ganztagsschulen wurde bereits eine Versorgungsquote von 63 Prozent der Kinder von 6 bis 10 Jahren gesichert.

Bielefeld: Ausgehend von 1320 Betreuungsplätzen in Kindertageseinrichtungen und Tagespflege für Kinder unter 3 Jahren (Betreuungsquote 16 Prozent) im Jahr 2008 wird zum 1. August 2013 mit 3514 Plätzen in Kitas und Tagespflege eine Betreuungsquote von knapp 44 Prozent erreicht (berechnet auf der Basis neuer Bevölkerungsprognosen), Derzeit können die Bedarfe der Eltern – auch unterjährig – gedeckt werden, bei steigenden Anmeldezahlen werden jedoch mittelfristig zusätzliche Plätze geschaffen. Durch den bereits erfolgten Ausbau der offenen Ganztagesschulen wurden 6000 Betreuungsplätze für Grundschulkinder in Bielefeld geschaffen.

Folgen Sie dem Deutschen Städtetag auch auf Twitter: twitter.com/staedtetag.

Ansprechpartner

Die Problematik des Mangels betrifft auch NRW:

Die Betreuungszahlen des Statistischen Bundesamtes belegen nach Einschätzung des Städtetages Nordrhein-Westfalen eindrucksvoll die enorme Kraftanstrengung der nordrhein-westfälischen Städte beim Ausbau der Betreuungsplätze in Kinder­tageseinrichtungen und in der Tagespflege. Gleichwohl müssen und werden gerade in den Großstädten in Nordrhein-Westfalen die Ausbauanstrengungen weitergehen. Die langfristige Entwicklung und der wachsende Bedarf erfordern aber auch von Bund und Ländern Sicherheiten bei der dauerhaften Finanzierung, betonte der Vorsitzende des Städtetages NRW, Oberbürgermeister Norbert Bude aus Mönchengladbach.

"In den vergangenen 12 Monaten stieg die Anzahl der Kinder unter 3 Jahren in öffentlich geförderter Kindertagesbetreuung in NRW um deutlich mehr als 8.000. Daran lässt sich der enorme Krafteinsatz der NRW-Städte eindrucksvoll ablesen. Der Ausbau der U3-Betreuung hatte und hat oberste Priorität. Wir gehen davon aus, dass die Betreuungsquote zum 1. August 2013 nochmals deutlich gesteigert werden kann. Denn zum Beginn des neuen Kindergarten­jahres am 1. August 2013 kommen viele neue Plätze hinzu. Trotz der Erfolge werden aber auch mancherorts Lücken bei der Kinderbetreuung bleiben. Schwierig ist es vor allem in einigen Groß- und Universitätsstädten. Hier ist der Bedarf sehr hoch und liegt mit über 50 Prozent weit über dem vom Bund angenommenen Durchschnitt von 39 Prozent."

Die vom Statistischen Bundesamt veröffentlichen Zahlen zum Ausbau der Kinder­betreuung spiegeln nur die Situation am 1. März 2013 wieder. Viele weitere Betreuungsmöglichkeiten sind seither noch zusätzlich entstanden. Weitere Einrichtungen sind zudem in der Planungs- und in der Bauphase. Gleichzeitig verzeichnen die Städte eine ständig ansteigende Nachfrage, weshalb in vielen Städten Ausbauprogramme für die nächsten Jahre fest verabschiedet wurden.

"Die Ausbauanstrengungen der Städte werden nach dem 1. August 2013 weitergehen. Die Schaffung von Angeboten in der Kindertagesbetreuung bleibt in den Städten eine vorrangige Aufgabe. Mit dem Angebot an qualitativ ansprechenden Betreuungsangebote steigt derzeit vielerorts noch die Nachfrage der Eltern nach Betreuung. Deshalb müssen sich Bund und Land auch langfristig und entsprechend dem Bedarf an Investitions- und Betriebskosten beteiligen. Nur so lässt sich die anspruchsvolle Aufgabe der U3-Betreuung zur Zufriedenheit aller bewältigen", so Städtetagsvorsitzender Norbert Bude.

Die Städte versuchen alles, den Eltern ihre Betreuungswünsche zu erfüllen und das Platzangebot auch schnellstmöglich weiter zu erhöhen. Wo jetzt noch Plätze fehlen oder erst mit leichter zeitlicher Verzögerung bereit stehen, suchen die Städte gemeinsam mit den Eltern nach individuellen Lösungen und bemühen sich, Übergangszeiten passend zu überbrücken. Dabei ist es den Städten wichtig, dass bei allen Ausbauanstrengungen die hohe Qualität der Angebote nicht leidet. Notwendig ist dafür auch eine ausreichende Anzahl an qualifiziertem Betreuungspersonal, die vorhanden sein muss.

Typische Beispiele für die Ausbauanstrengungen von Städten in NRW

Essen: Ausgehend von gut 2.000 Plätzen (Versorgungsquote 14,7 Prozent) im Kindergartenjahr 2008/2009, die größtenteils in öffentlich geförderten Kinder­tageseinrichtungen und Kindertagespflege, zu geringen Teilen aber auch in geförderten Spiel- und Fördergruppen und nicht geförderten privat-gewerblichen Angeboten vorgehalten wurden, wird im Kindergartenjahr 2013/2014 mit insgesamt 4.711 Plätzen eine Versorgungsquote von 34,7 Prozent aller Kinder unter drei Jahren erreicht. Bis zum Kindergartenjahr 2015/2016 soll mit 5.448 Plätzen eine Versor­gungsquote von 40 Prozent gesichert werden.

Köln: Ausgehend von knapp 5.700 öffentlich geförderten U3-Plätzen im Kinder­gartenjahr 2008/09 (Versorgungsquote 21%) werden im Laufe des Kindergarten­jahres 2013/2014 insgesamt 11.933 öffentlich geförderte U3-Plätze zur Verfügung stehen und damit eine Versorgungsquote von 41 Prozent bezogen auf alle unter dreijährigen Kinder erreicht. Ein weiterer Ausbau soll folgen, gegenwärtig wird eine Zielquote von 50 Prozent als nächster Ausbauschritt diskutiert.

Bonn: Ausgehend von gut 1.500 Betreuungsplätze für Kinder von vier Monaten bis drei Jahren in öffentlich geförderten Kindertageseinrichtungen und in Tagespflege zum 1. August 2008 (Versorgungsquote 19 Prozent) wird zum 1. August 2013 mit insgesamt 3.348 Plätzen eine Versorgungsquote von 40,3 Prozent erreicht. Der Bonner Stadtrat hat bereits eine Ausbauplanung bis 2018 von 50 Prozent beschlossen.

Düsseldorf: Ausgehend von gut 3.500 Plätzen (Versorgungsquote 21,9 Prozent) zu Beginn des Kindergartenjahres 2008/2009, die größtenteils in öffentlich geförderten Kindertagesstätten und Tagespflege, zum geringeren Teil aber auch in geförderten Spielgruppen und in nicht geförderten Tageseinrichtungen angeboten wurden, wird zum 1. August 2013 mit insgesamt mindestens 6.613 Plätzen eine Versorgungsquote von 38,3 Prozent erreicht. Bis zum Ende des Kindergartenjahres 2013/2014 werden sogar rd. 7.300 Plätze zur Verfügung stehen, was einer Versorgungsquote von 41,5 Prozent aller Kinder unter drei Jahren entspricht. Der Ausbau wird in den nächsten Jahren unvermindert fortgesetzt. Wenn der Bedarf bestätigt wird, ist eine Versorgungsquote von 60 Prozent in den nächsten Jahren angestrebt. Durch den bereits erfolgten Ausbau der offenen Ganztagsschulen wurde bereits eine Versorgungsquote von 63 Prozent der Kinder von 6 bis 10 Jahren gesichert.

Bielefeld: Ausgehend von 1.320 Betreuungsplätzen in Kindertageseinrichtungen und Tagespflege für Kinder unter 3 Jahren (Versorgungsquote 16 Prozent) im Jahr 2008 wird zum 1. August 2013 mit 3.514 Plätzen in Kindertageseinrichtungen und Tagespflege eine Versorgungsquote von knapp 44 Prozent erreicht (berechnet auf der Basis neuer Bevölkerungsprognosen). Derzeit können die Bedarfe der Eltern – auch unterjährig – gedeckt werden, bei steigenden Anmeldezahlen werden jedoch mittelfristig zusätzliche Plätze geschaffen. Durch den bereits erfolgten Ausbau der offenen Ganztagesschulen wurden 6.000 Betreuungsplätze für Grundschulkinder in Bielefeld geschaffen.

Mönchengladbach: Ausgehend von 129 Betreuungsplätzen in Kindertagesein­richtungen und Tagespflege für Kinder unter 3 Jahren (Versorgungsquote 2,2 Prozent) im Jahr 2007 wird zum 1. August 2013 mit 1.761 Plätzen in Kindertageseinrichtungen und Tagespflege eine Versorgungsquote von 34,8 Prozent erreicht. Im kommenden Kindergartenjahr werden durch die Fertigstellung von zwei weiteren Kitas und LENA-Tagespflegegruppen insgesamt 1.866 Plätze für U3-Kinder (Versorgungsquote 36,9 Prozent) erreicht. Derzeit können die Bedarfe der Eltern gedeckt werden. Bei zu erwartenden steigenden Nachfragen werden auch zukünftig weitere Betreuungsplätze geschaffen.

Ansprechpartner:

Städtetag NRW

 

In Niedersachsen ist man optimistisch:

Der Ausbau der Krippenplätze schreitet in Niedersachsen gut voran: Seit März dieses Jahres hat die Niedersächsische Landesregierung rund 12.000 Betreuungsplätze für unter 3-jährige Kinder gefördert.

Dies hat Kultus-Staatssekretär Peter Bräth am 11.7. mitgeteilt: "In Niedersachsen hat sich seit dem Regierungswechsel beim Krippenausbau richtig viel bewegt. Das Land hat die Aufgabe ernst genommen und die Kommunen sind mitgezogen – im Sinne der Eltern, die eine verlässliche Betreuung und eine gute Bildung ihrer Kinder erwarten." Mit den insgesamt bewilligten Plätzen wurden Voraussetzungen für die Betreuung von 31 % der U3-Kinder in Niedersachsen geschaffen, dies entspricht aktuell fast 59.000 Plätzen in Krippen und in der Tagespflege (Stand 30. Juni 2013). Mit den kommunalen Spitzenverbänden in Niedersachsen war vereinbart worden, bis zum 1. August 2013 rund 62.000 Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren zu schaffen.

Das Statistische Bundesamt hatte am Vormittag Zahlen veröffentlicht, die sich auf den Stichtag 31. März 2013 beziehen: danach wurden damals bundesweit rund 597 000 Kinder unter drei Jahren in einer Kita oder von Tageseltern betreut, in Niedersachsen rund 46.581 Kinder. Aufgrund des früheren Stichtags bleiben deshalb rund 12.000 Plätze von dieser Statistik unberücksichtigt, die seit März dieses Jahres im Rahmen der niedersächsischen Förderprogramme bewilligt wurden.

"Damit sind rund drei Viertel aller Betreuungsplätze, die seit März 2012 in Niedersachsen gefördert wurden, unter der Regie der neuen Landesregierung auf den Weg gebracht worden", so Bräth. Der Staatssekretär wies darauf hin, dass im Zuge der von der Landesregierung geplanten "Zukunftsoffensive Bildung" vorgesehen ist, bis zum Jahr 2017 weitere 5000 Krippenplätze zu schaffen.

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend geht davon aus, dass zum 1. August dieses Jahres der Rechtsanspruch für ein- und zweijährige Kinder erfüllt werden kann. Diese Einschätzung wird von der Niedersächsischen Landesregierung geteilt. "Landesweit sind wir auf einem guten Weg, das mit den Kommunen vereinbarte Ziel zu erreichen", so der Staatssekretär. Ob am Stichtag der Bedarf überall gedeckt werden könne, hänge allerdings von der Nachfrage vor Ort ab. "Regionale Ungleichgewichte können auftreten. Es ist zu erwarten, dass es in ländlichen Regionen kaum Probleme geben wird, ob der Rechtsanspruch in allen Ballungsgebieten erfüllt werden kann, müssen wir abwarten."

Derzeit stehen den örtlichen Trägern der öffentlichen Jugendhilfe noch rund 25 Mio. Euro an ungebundenen Bundes- und Landesmitteln für weitere Förderanträge zur Verfügung.

Ansprechpartner

Das Saarland hat sich mächtig angestrengt, das reicht aber noch nicht aus:

Zu den aktuellen Statistiken des Statistischen Bundesamtes und des Bundesfamilienministeriums zum Krippenausbau in Deutschland erklärte der Minister für Bildung und Kultur des Saarlandes, Ulrich Commerçon, am Donnerstag:

"Die aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes machen deutlich, dass das Saarland im vergangenen Jahr beim Krippenausbau deutliche Fortschritte erzielt hat. Die Zahl der Unter-Dreijährigen, die sich in einer Kindertagesbetreuung befinden, ist im Vergleich zum Vorjahr bundesweit am stärksten gestiegen. Allerdings spiegeln die Angaben des Bundesfamilienministeriums ein zu optimistisches Bild der Versorgungslage wider, da sie die vom saarländischen Bildungsministerium in dem vorläufigen Abschlussbericht zum 30. Juni 2013 abgelieferten Daten für das Saarland nicht korrekt wiedergeben. So enthalten die von Frau Ministerin Schröder genannten 7.110 angeblich zur Verfügung stehenden Plätze unter anderem alle noch im Bau befindlichen Maßnahmen (1.153 Plätze). Nach den dem saarländischen Bildungsministerium zur Verfügung stehenden Angaben der Jugendämter ist davon auszugehen, dass mit den akuell vorhandenen und den noch im Bau befindlichen bewilligten Plätzen unter Einschluss der Tagespflege im Saarland eine Versorgungsquote von 30,8 Prozent erreicht wird."

Der Minister erklärte weiter: "Dies alles bedeutet, dass wir den Krippenausbau noch deutlicher vorantreiben müssen. Aus diesem Grund wird die Landesregierung trotz Haushaltsnotlage für die Jahre 2014 bis 2016 zusätzlich 15 Millionen Euro für den Ausbau der Krippenplätze zur Verfügung stellen. Vor diesem Hintergrund fordere ich die Bundesregierung auf, für den Krippenausbau weitere Mittel zur Verfügung zu stellen."

Ansprechpartner
Die Meldungen haben wir von bildungsklick.de übernommen.

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