mehrere Kinder

Die Einführung stärkenorientierter Beobachtungsverfahren

Dörte Weltzien/Susanne Viernickel

18.04.2012 Kommentare (0)

Dies ist die Zusammenfassung (Abstract) eines Artikels, der in Heft 2 von Frühe Bildung erschienen ist.

Mit der Einführung stärkenorientierter Beobachtungs- und Dokumentationsverfahren wird auch eine Professionalisierung des Fachpersonals hinsichtlich der Orientierung von Bildungsangeboten an den individuellen Interessen und Themen der Kinder sowie des Aufbaus wertschätzender Beziehungen und einer partizipativen Beteiligungs- und Dialogkultur in den Einrichtungen angestrebt. Der folgende Beitrag geht der Frage nach, welche diesbezüglichen Kompetenzzuwächse pädagogische Fachkräfte nach der Implementierung eines in Deutschland verbreiteten Beobachtungsverfahrens, der Bildungs- und Lerngeschichten (Leu et al., 2007), berichten und auf welche spezifischen Einflussfaktoren diese zurück geführt werden können. Nach einem Jahr der praktischen Einführung des Beobachtungsverfahrens, die von intensiven In-House-Trainings und zusätzlichen Qualifikationsmaßnahmen begleitet wurde, ergaben sich Kompetenzzuwächse in Bezug auf die Wahrnehmung der kindlichen Aktivitäten und Interessen, der Haltung zu und Unterstützung von kindlichem Lernen und kindlicher Partizipation sowie bezüglich der aktiven Dialoggestaltung mit den Kindern. Kompetenzzuwächse in diesen drei Bereichen konnten zum einen durch den Erwerb von Fachwissen in Entwicklungspsychologie, Kommunikationstheorie und interkultureller pädagogischer Arbeit und zum anderen durch die Quantität und Qualität konzeptioneller Anpassungen während des Projektverlaufs – u. a. Reorganisation von Gruppenstrukturen und Einführung von Projektarbeit – vorhergesagt werden.

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