mehrere Kinder

Die Quantität reicht nicht

Hilde von Balluseck

01.08.2014 Kommentare (0)

Schon seit geraumer Zeit ist die Debatte um die Qualität von Kindertageseinrichtungen in vollem Gange. Deutlich wurde in den letzten Monaten, dass der Ausbau von Kita-Plätzen, insbesondere für die unter Dreijährigen, gut vorangekommen ist, dass aber die Qualitätskriterien dabei häufig nicht ausreichend beachtet werden. Aus diesem Grunde wird ein Bundesqualitätsgesetz gefordert, das keine Mindeststandards, sondern solche Bedingungen festschreibt, die eine gute Bildung und Betreuung gewährleisten. Die Liste der Befürworter ist lang:

Die bisherigen vom Familienministerium zur Verfügung gestellten Mittel sind nicht für eine Erhöhung des Personalschlüssels bestimmt. Darum und um die Qualifikation des Personals geht es aber in erster Linie, wenn von einer Qualitätsverbesserung die Rede ist. Ein Qualitätsgesetz würde die Länder in die Pflicht nehmen, diese Bedingungen zu schaffen. Nun schreibt Spiegel online am 27.7., ein Bundesqualitätsgesetz werde von Ministerin Schwesig auf das Jahr 2017, also auf die nächste Legislaturperiode, verschoben, weil die Länder die Kosten nicht tragen wollen.

Diese Verschiebung ist nicht nachvollziehbar, weil die Steuerkassen voll sind und die Konjunktur gut läuft. Frau Schwesig und die Länder müssen sich fragen lassen, wo sie ihre Prioritäten setzen.

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