mehrere Kinder

Die Sicht der Kinder ernst genommen: Die neue Ausgabe von Early Years

Hilde von Balluseck

08.09.2013 Kommentare (0)

Was Forschung leisten kann, zeigt die Zeitschrift Early Years immer wieder. Die neue Ausgabe steht nicht unter einer alle Artikel zusammenfassenden Überschrift, enthält dafür aber eine Reihe hochinteressanter Beiträge aus Argentinien, Belgien, Kanada, England, den Niederlanden, Neuseeland und Wales.

Die erste vorgestellte Studie befasst sich mit der Frage, ob die Leistungen von Kindern durch Raum für Eigeninitiative verbessert werden. Die Forschernnen konnten nicht nur diese Frage bejahen, sondern stellten auch fest, dass die Erwartungen und Einschätzungen der FrühpädagogInnen sich änderten, nachdem sie erlebten, dass die Kinder in einer anderen Umgebung mit Raum für Eigenintiative bessere Leistungen erbrachten. 

Eine zweite Studie, aus den Niederlanden, fand heraus, dass die mangelnde Ermunterung physischer Aktivitäten in Kindertageseinrichtungen durch Einstellungen und Arbeitsbedingungen des Personals bedingt ist.

Alice Mattthews und Johathan Rix aus England leisten einen Beitrag zur Inklusionsdebatte, ohne dies direkt hervorzuheben. Sie untersuchten die Rolle von Eltern und FrühpädagogInnen bei der Motivierung ihrer Kinder mit Down-Syndrom zum Spielen. Das Besondere an der Studie ist die Einbeziehung der Einschätzung der Kinder zur Beurteilung der Wirkung der elterlichen und professionellen Intervention.

Auch die Studie von Helen Bradford und Dominic Ayse befasst sich mit der unterschiedlichen Wahrnehmung von Kindern und der Erwachsenen, hier der Eltern. Die Frage ist dabei, wie Kinder und ihre Eltern die ersten Anfänge von Schreibkompetenz wahrnehmen.

Ein Beitrag aus Argentinien versucht zu klären, welche Rolle Erwachsene beim zunehmenden Verständnis von Kindern für die Symbole einer Kultur spielen.

Eine Studie aus Neuseeland untersuchte die Interaktion zwischen Kindern und Fachkräften mit besonderer Konzentration auf die ko-konstruktive Rolle der Kinder.

Dass leadership in der Pädaogik mit Leidenschaft und Engagement gepaart sein muss, betont eine Studie aus England - aber das wussten auch vorher schon.

Ansonsten ein bemerkenswertes Heft, weil es die Wahrnehmungen der Kinder in den Mittelpunkt stellt. Hier finden Sie alle Abstracts.

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