Kind an der Hand

Du darfst nicht sein, mein Kind - Wie pädagogische Konzepte Kinder neoliberal machen

Renate Schmidt-Karakatsanis

02.04.2019 | Fachbeitrag Kommentare (1)

Neuere pädagogische Konzepte frühkindlicher Betreuung und Bildung behaupten: „Hier darfst du sein, mein Kind“ und versichern, dass sie die Interessen der Kinder wahren. Die freie Wahl der Bezugspersonen, der Angebote, Räume und Kindergruppen sowie Partizipation und Beschwerdemanagement werden als kindliche Bedürfnisse dargestellt. Gerade offene Erziehungs- und Bildungskonzepte haben sich Selbständigkeit, Autonomie und Individualität durch individuelles Lernen und Fördern zu eigen gemacht. Kinder entscheiden, was und wie sie lernen. Sie bilden Gremien wie Kinderräte und -parlamente, Planungsgruppen usw. Sie melden ihre Wünsche und Ideen an und initiieren Projekte. Sie erhalten Einblick ins Konfliktmanagement und lassen sich zu Streitschlichtern ausbilden. Sie erfahren wie Demokratie funktioniert und stellen sich zur Wahl oder wählen Kindergarten/HortsprecherInnen. All das gilt als Beweis dafür, dass kindliche Bedürfnisse ernst genommen werden - auch wenn Kinder zuvor nichts von diesen Bedürfnissen wussten.

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Kommentare (1)

Ingrid 14 Dezember 2020, 06:40

Hui,

erst dachte ich interssanter Ansatz. Nach dem lesen muss ich sagen, aua...

Ich dachte schon ich finde mich in einer Glosse wieder, so viel Polemik, soviel populärwissentschaftliche Verkürzung. Selten wird das wahre Ansinnen und die eigene Haltung einer Autorin, welche hier hinter Kindeswohl und "das wird man ja nochmal sagen dürfen" versteckt wird, deutlicher als hier.

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