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Editorial März/April 2011: Fachschulen oder Hochschulen - Wo sollen frühpädagogische Fachkräfte ausgebildet werden?

Hilde von Balluseck

01.03.2011 Kommentare (0)

Seit 2004 gibt es neben den Fachschulen bzw. (in Bayern) Fachakademien eine zunehmende Zahl von Studiengängen für die Ausbildung pädagogischer Fachkräfte. Während die Fachschulen für die pädagogische Arbeit auch von Jugendlichen und jungen Erwachsenen ausbilden, sind die neuen Studiengänge auf die Frühpädagogik spezialisiert. Trotz dieses Unterschiedes wird das Nebeneinander von Fachschulen und Hochschulen häufig als Konkurrenz erlebt und diskutiert. Eine solche Konkurrenz ergibt sich in der Tat aus dem höheren Ansehen, das akademische Bildung im Verhältnis zur Berufsausbildung (zu der die Fachschulen zählen) hierzulande genießt, das sich u.a. in der weit höheren Lehrbelastung der Lehrkräfte ausdrückt.
Eine ganz ähnliche Differenz erleben Fachhochschulen im Verhältnis zu Universitäten seit Jahrzehnten. Erst in den letzten Jahren sind die praktischen Ausbildungsinhalte, die verstärkt an Fachhochschulen angeboten werden, durch die Bachelorisierung aufgewertet worden, so dass Fachhochschulen zumindest in der Anerkennung ihrer Abschlüsse mit den Universitäten mitziehen können. Eine Angleichung von Fachschulen für Sozialpädagogik an die Studiengänge ist derzeit nicht in Sicht, wohl aber Annäherungen in Form von Durchlässigkeit.

Wie werden das Nebeneinander und die latente Konkurrenz zwischen Fachschulen/-akademien und Hochschulen mit frühpädagogischen Studiengängen in Zukunft gestaltet?

Prof. Dr. Peer Pasternack von der Universität Halle hat dazu eine Vision entwickelt, die in unserem Leitartikel von unterschiedlichen Perspektiven aus kommentiert wird:

Für die Fachschulen von Studiendirektor Michael Baumeister von den Beruflichen Schulen Berta Jourdan in Frankfurt a.M. Er ist Vorstandsmitglied der Bundesarbeitsgemeinschaft öffentlicher und freier Ausbildungsstätten für Erzieherinnen und Erzieher (BöfAE).

Für die Hochschulen von Prof. Dr. Petra Strehmel von der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg. Sie ist Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft Bildung und Erziehung in der frühen Kindheit.

Für politische Perspektiven von Detlef Zech. Er ist Referent für Fachschulen im Ministerium für Schule und Weiterbildung in Nordrhein-Westfalen.

Allen beteiligten AutorInnen, die sich auf diese Diskussion auf ErzieherIn.de eingelassen haben, sei herzlich gedankt. Unsere Leser und Leserinnen finden die unterschiedlichen Standpunkte hier. Ich wünsche Ihnen Anregungen für die Entwicklung oder Begründung einer eigenen Position.

Ihre
Hilde von Balluseck

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