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Eltern in Deutschland plädieren für schnelle Integration von Flüchtlingskindern

05.08.2017 Kommentare (0)

Mehr als zwei Drittel (69 Prozent) der Eltern in Deutschland plädieren für eine schnelle Integration von Flüchtlingskindern in Schulen und Kindertagesstätten. Der regelmäßige Kontakt mit einheimischen Gleichaltrigen soll helfen, sich von Anfang an besser in unserer Gesellschaft einzuleben. 74 Prozent der Befragten wünschen sich, dass der Einstieg in die Spiel- oder Lerngemeinschaft durch Sprachkurse im Vorfeld erleichtert wird. Das sind Ergebnisse der Umfrage „Junge Familien 2017", für die im Auftrag der pronova BKK 1.000 Bundesbürger mit mindestens einem Kind unter zehn Jahren repräsentativ befragt wurden.
„Zwei Jahre nach dem Anschwellen des Flüchtlingsstroms gehen viele Eltern offen mit der Herausforderung um", sagt Lutz Kaiser, Vorstand der pronova BKK. „Der Anteil derer, die sich für eine schnelle und nachhaltige Integration aussprechen, ist von 63 auf 69 Prozent gestiegen." Das Thema der Sprachkurse ist in der Bedeutung konstant geblieben. Hier sank der Wert nur um zwei Prozentpunkte (2015: 76 Prozent). Hingegen ist die Bereitschaft der Eltern, die Integration mit ehrenamtlichem Engagement zu fördern, seit 2015 messbar gestiegen: Mittlerweile sind 22 statt 18 Prozent bereit, sich ehrenamtlich bei der Organisation eines Willkommensfestes zu engagieren oder die Neuankömmlinge mit einem Spendenaufruf zu unterstützen.
Deutliche Fortschritte im Umgang mit der Situation zeigen die Schulen und Kitas. 2015 waren nur 12 Prozent der Eltern zufrieden mit der Informationspolitik zur Aufnahme von Flüchtlingen in die Gruppe oder den Klassenverband. Dieser Wert hat sich inzwischen mit 27 Prozent mehr als verdoppelt. Großes Verbesserungspotenzial ist allerdings immer noch vorhanden: Jede zweite Familie gibt an, dass sie die Informationspolitik der Schulen als unzureichend empfindet.
Sorge bereitet den Eltern die Tatsache, dass die gesundheitliche Frühversorgung der Flüchtlingskinder nicht in dem Ausmaß gewährleistet war, wie dies bei in Deutschland geborenen Kindern üblich ist. Jeder zweite Befragte (50 Prozent, 2015: 49 Prozent) stimmt dieser Aussage zu. Gestiegen ist der Anteil der Eltern, die daraus medizinisch sinnvolle Konsequenzen ableiten. Jeder zweite Befragte plant, den Impfschutz der eigenen Kinder überprüfen und gegebenenfalls auffrischen zu lassen. 2015 lag dieser Wert lediglich bei 36 Prozent.

Quelle: Presseinformation der pronova BKK vom 21.7.2017

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