mehrere Kinder

Evangelische Arbeitsgemeinschaft Familie e.V.: Familien legen den Grundstein für Demokratie

23.09.2022 Kommentare (1)

„Die Familie ist der Ort, an dem Kinder Respekt und Solidarität, Gleichberechtigung und Toleranz lernen. Familien brauchen Zeit, um in alltäglichen demokratischen Aushandlungsprozessen und Kompromissfindungen am Küchentisch und im Kinderzimmer Kinder darin zu bestärken, andere Meinungen zu tolerieren, einander respektvoll zu begegnen und das gesellschaftliche Zusammenleben aktiv mitzugestalten“, sagt eaf-Präsident Dr. Martin Bujard anlässlich des Internationalen Tags der Demokratie.

 Er erläutert: „Wenn Kinder erleben, dass ihre Meinung gehört und ernstgenommen wird, ist ‚demokratische Mitbestimmung‘ nicht länger ein abstrakter Begriff, der ihnen nur in der Schule begegnet, sondern ein Wert, der mit Leben gefüllt und im Alltag konkret greifbar wird. Kinder, die eine solche Familienkultur erfahren, gelangen zu einem natürlichen Verständnis demokratischer Werte, das sich über die Jahre festigt und tief verankert.“ Um Familien in ihrer besonderen Rolle bei der Demokratiebildung zu unterstützen, fordert die eaf, dass Familienbildung, -beratung und 
-erholung explizit als Adressaten des geplanten Demokratiefördergesetzes benannt werden. In diesen Arbeitsfeldern wird wichtige präventive Arbeit im Bereich der Demokratieförderung geleistet. „Damit wollen wir Familien das Rüstzeug an die Hand geben, um auch in Zukunft das Fundament für unsere Demokratie zu bauen“, schließt Dr. Martin Bujard.

Quelle: Pressemitteilung der evangelischen arbeitsgemeinschaft familie e. V. (eaf). vom 
15. September 2022

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Kommentare (1)

Dr. Erika Butzmann 24 September 2022, 15:52

Wenn Kinder heute ganztags außerhalb der Familien betreut werden, stellt sich doch die Frage, wie sich Demokratiewissen entlang des täglichen Miteinanders entwickeln soll? Denn das braucht Zeit und lässt sich nicht am Feierabend und am Wochenende bewerkstelligen. So wird es mit dem Demokratieverständnis in unserer Gesellschaft weiterhin abwärts gehen, weil die Familie mit ihrer Erziehungsleistung keinen Wert mehr hat und alles der institutionellen Erziehung aufgehalst wird. Dort aber geht es nicht ohne eine gute Beziehung zwischen den Lehrpersonen und den Kindern, was nur im Ausnahmefall gelingt.

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