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Faktencheck Alltagsmasken

20.11.2020 Kommentare (0)

Unterschiede zwischen Alltagsmasken und FFP-Masken beachten

Bei der Beurteilung der Tragedauer von „Masken“ muss zwischen den einzelnen Maskentypen unterschieden werden. Eine (nicht-standardisierte) Alltagsmaske aus unterschiedlichen Materialien kann nicht ohne Weiteres mit FFP-Masken, wie etwa FFP-2-Masken, verglichen werden.
Für Alltagsmasken bestehen im Regelfall keine Gesundheitsrisiken, zeitliche Beschränkungen sind vor allem für FFP-Masken definiert worden. Sicher ist es jedoch richtig und wichtig, die Maske zu wechseln, sobald sie durchfeuchtetist, beispielsweise weil man hineingeniest hat, und sie abzunehmen, wenn sie nicht erforderlich ist.
Gesundheitliche Gründe, die gegen das Tragen einer Alltagsmaske (oder anderer Masken) sprechen, können im Einzelfall vorhanden sein. Diese Ausnahmefälle, beispielsweise Patienten mit chronischen Lungenerkrankungen, sollten dann mit den behandelnden Ärzten bzw. Betriebsärzten besprochen werden.

Kindgerechtes Tragen von Alltagsmasken ist möglich
In einer aktuellen Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrie (DGPI) und weiterer pädiatrischer Fachgesellschaften vom 12. November wird noch einmal deutlich, dass auch für Kinder ab 6 Jahren das Tragen von Alltagsmasken (Mund-Nasen-Bedeckungen, Community-Masken, Behelfsmasken) in der Regel unbedenklich ist. Befürchtungen, Masken könnten die Atmung beeinträchtigen, die Versorgung mit Sauerstoff gefährden oder zu einer gefährlichen Anreicherung von Kohlendioxid führen, sind unbegründet. Dies gilt auch für Kinder mit kontrolliertem Asthma über 6 Jahren. Auch seelische Belastungen durch das Tragen von Masken konnten nicht festgestellt werden. Die Fachgesellschaften bekräftigen, dass Kinder ab 6 Jahren optional eine größenadaptierte chirurgische Maske oder selbst genähte Masken tragen können. Sie sollten jedoch nicht dazu gezwungen werden und sie jederzeit abnehmen können, wenn sie dies möchten. Gesunde Kinder ab 10 Jahren, so die Pädiater, können lernen, sicher und effektiv selbständig mit einer Maske umzugehen. Bei chronisch kranken Kindern oder Kindern mit Beeinträchtigungen sollten die behandelnden Ärzte hinzugezogen werden.

Die Sicht der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV)
Die DGUV weist in ihren FAQs vom 11. November für Schulen darauf hin, dass für die Festlegung der konkreten Tragedauer im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung eine Betriebsärztin/ein Betriebsarzt hinzugezogen werden sollte. Bei körperlich leichten Tätigkeiten sieht die DGUV eine Tragedauer der Alltagsmasken von bis zu 3 Stunden für Erwachsene als möglich an. Danach sollte eine Erholungspause von 30 Minuten folgen. Für Schüler*innen werden Kurzpausen empfohlen, wenn sich keine potenziell ansteckenden Personen im direkten Umfeld (Abstand min 1,5 m) befinden, und ebenfalls spätestens nach 3 Stunden für 15 bis 30 Minuten.

Wichtig zu wissen:
Jedes fünfte als infiziert gemeldete Kind zeigt nach einer Auswertung der DGPI keine Symptome. 

Und nicht vergessen:
Einmalmasken gehören in den Restmüll ...

Quelle: Institut für Hygiene und Öffentliche Gesundheit der Universität Bonn

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