mehrere Kinder

foodwatch beklagt Antrag der Großen Koalition „Gesunde Ernährung stärken“

18.01.2015 Kommentare (0)

Zum im Bundestag behandelten Antrag der Großen Koalition „Gesunde Ernährung stärken – Lebensmittel wertschätzen“ vom 15. Januar erklärt Matthias Wolfschmidt, stellvertretender Geschäftsführer der Verbraucherorganisation foodwatch: „Deutlicher kann eine Kapitulationserklärung der Großen Koalition vor der Lebensmittelindustrie nicht ausfallen. Union und SPD erkennen und benennen die Probleme für die massenhafte Fehlernährung von Kindern und Erwachsenen, ihnen fehlt aber der Mumm, auch nur an einer Stelle Maßnahmen gegen die Interessen der Lebensmittelindustrie und Zuckerlobby durchzusetzen. Wenn die Probleme so 'besorgniserregend' sind, wie die Koalition sie beschreibt – warum legt sie dann einen Katalog an Unverbindlichkeiten vor, aber keine konkrete Regulierungsmaßnahme? Warum sollen eigentlich Grundschüler einen Ernährungsführerschein machen, aber nicht die ernährungswissenschaftlichen Geisterfahrer von Nestlé, Kellogg's, Unilever & Co.?

Die WHO-Generalsekretärin Margaret Chan hat gesagt: 'Kein einziger Staat hat es geschafft, die Fettleibigkeits-Epidemie in allen Altersgruppen zu stoppen. Hier mangelt es nicht an individueller Willenskraft. Hier mangelt es am politischen Willen, sich mit einer großen Industrie anzulegen.'
Mit Placebo-Anträgen wie dem der Großen Koalition wird sich an diesem beklagenswerten Zustand rein gar nichts ändern.“

Quelle: OTS: foodwatch e.V. vom 15.1.2015

Ihre Meinung ist gefragt!

Kommentar schreiben




Die angegebene E-Mail-Adresse wird nicht dargestellt, sondern nur für eventuelle Benachrichtigungen verwendet.


Bitte schreiben Sie freundlich und sachlich. Ihr Kommentar wird erst nach redaktioneller Prüfung freigeschaltet.





Ihre Angaben werden nicht an Dritte weitergegeben. Weitere Hinweise zum Datenschutz finden Sie im Impressum.