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FRÖBEL-Corona-Barometer: Wenig Wertschätzung und Unterstützung für Kitas

30.11.2020 | Forschung, Kommentare (0)

Die Kitas sollen trotz Corona geöffnet bleiben – Fachkräfte, Träger und die Verantwortlichen in der Politik setzen gegenwärtig alles daran, dass das gelingt. Aber wer trifft eigentlich die wesentlichen Entscheidungen darüber, wie der Betreuungsalltag in der Pandemie aussieht? Fragt man die Mitarbeitenden des deutschlandweit aktiven Kita-Trägers FRÖBEL ist die Antwort genauso eindeutig wie überraschend: Fast 60 Prozent von ihnen denken, dass die Kita-Leitung aktuell den größten Einfluss darauf hat, wie die Einrichtung unter diesen besonderen Bedingungen funktioniert. Knapp 29 Prozent gestehen der Politik hier die maßgebliche Rolle zu und nur rund 11 Prozent dem Gesundheitsamt. Dazu passt, dass man Handreichungen, Empfehlungen und Vorgaben von öffentlichen Stellen oftmals als wenig hilfreich ansieht: Weit mehr als die Hälfte (57,4 Prozent) bemängeln, dass diese Papiere häufig zu unkonkret seinen und keine klaren Vorgaben machten. Für fast ein Drittel (32,7 Prozent) beinhalten sie zudem wenig Neues und mehr als zwei Drittel (67,8 Prozent) finden, dass damit Arbeit auf die Einrichtungen delegiert wird. Nur knapp 16 Prozent denken, dass die Papiere eine gute Anleitung für den Betreuungsalltag in der gegenwärtigen Situation sind.

Ein gutes Zusammenwirken sehen die Kita-Fachkräfte bei FRÖBEL in der Regel mit den Eltern: Insgesamt 92 Prozent finden, dass die Mütter und Väter der betreuten Kinder in der aktuellen Situation verständnisvoll reagieren. Von dieser Gruppe glauben aber wiederum 67 Prozent auch, dass das Verständnis der Eltern endet, wenn einzelne Gruppen oder die komplette Einrichtung schließen. Beides kann dann passieren, wenn sich Fachkräfte mit dem Corona-Virus infizieren. Davor haben 60 Prozent der befragten Mitarbeitenden Angst.

Unkonkrete Vorgaben von offiziellen Stellen, Eltern, denen die Erfahrungen des ersten Lockdowns noch im Nacken sitzen und die Gefahr, sich mit Covid-19 zu identifizieren – das ist das Spannungsfeld, das die Arbeit der Kita-Fachkräfte bei FRÖBEL und woanders in Deutschland aktuell prägt. Vor diesem Hintergrund glauben mehr als die Hälfte (53,8 Prozent) der befragten Mitarbeitenden dass sie es in der Pandemie schwerer als Angehörige der meisten anderen Berufsgruppen haben. Gut zehn Prozent weniger (43,2 Prozent) denken, sie haben es genauso schwer und nur 2,6 Prozent finden, dass sie es leichter haben. Zudem geben 92 Prozent an, dass öffentlich nicht wahrgenommen wird, was die Berufsgruppe aktuell leistet, damit Kindern auch in der Phase des zweiten Lockdowns ihr Recht auf Bildung wahrnehmen können. Dass Letzteres gelingt ist den FRÖBEL-Mitarbeitenden übrigens wichtig: Ende August haben sich 69 Prozent von ihnen in einer Befragung dafür ausgesprochen, dass ihre Einrichtung im Falle eines Lockdowns geöffnet bleibt.

Quelle: Pressemitteilung von FRÖBEL Bildung und Erziehung gGmbH vom 20. November 2020

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