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Studentin im Hörsaal

Für eine Berufs- und Studienwahl ohne Klischees

05.01.2017 Kommentare (1)

Drei Bundesministerinnen rufen zu vorurteilsfreier und Geschlechterklischees überwindender Berufs- und Studienwahl auf.

Heute ist das neue Web-Portal www.klischee-frei.de online gegangen. Es informiert und unterstützt bei der Berufs- und Studienwahl ohne einschränkende Vorurteile. Im Mittelpunkt stehen dabei allein die Interessen und Fähigkeiten. Das neue Portal bietet gebündelte Informationen und praktische Hinweise für Bildungseinrichtungen, Arbeitgeber und auch Eltern, um eine klischeefreie Berufs- und Studienorientierung aufzubauen.

„Bildung ist der Weg zu mehr Chancengerechtigkeit“, sagte Bundesbildungsministerin Johanna Wanka. „Wir müssen es schaffen, dass Rollenklischees endlich abgelegt werden. Darum brauchen wir eine allein an den Interessen und Fähigkeiten der jungen Leute ausgerichtete Unterstützung bei der Berufs- und Studienwahl.“ Wanka hob hervor, dass das Bewusstwerden eigener Rollenbilder der Anfang vom Ende stereotyper Leitbilder ist. „Junge Menschen sollen die Möglichkeit bekommen, sich frei und offen für ihren individuellen Berufsweg entscheiden zu können. Ich lade daher alle ein, das neue Portal zu nutzen“, sagte Wanka. 

„Alle Berufe sollen Mädchen und Jungen offen stehen. Ein breites Bündnis aus Politik, Wirtschaft, Praxis und Forschung macht sich stark für eine neuausgerichtete Berufs- und Studienwahl, in der Geschlechterklischees keine Rolle mehr spielen“, sagte Bundesministerin Manuela Schwesig anlässlich des Starts des Web-Portals www.klischee-frei.de im Internetauftritt des Bundesinstituts für Berufsbildung. „Die Aufteilung in Männer- und Frauenberufe mit unterschiedlicher Wertschätzung passt nicht mehr zu einer modernen Gesellschaft mit vielfältigen Potenzialen. Berufs- und Studienwahl ist individuelle Lebensplanung: Junge Frauen und Männer stellen wichtige Weichen im Hinblick auf Erwerbsbeteiligung, Partnerschaftlichkeit, Einkommen und Alterssicherung. Zur selbstbestimmten Gestaltung gehört das gesamte Berufswahlspektrum. Diese Chance wollen wir allen Jugendlichen eröffnen.“

„In den Köpfen vieler jungen Menschen ist immer noch ein starkes, von der Gesellschaft geprägtes, geschlechtsspezifisches Rollenverständnis präsent“, sagte Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles. „Vor allem, welche Berufe ein Mann oder eine Frau nicht ergreifen sollen, darüber bestehen oft noch feste Vorstellungen. Wer sich aber solchen Beschränkungen unterwirft und diese nicht hinterfragt, läuft Gefahr, einen Beruf zu ergreifen, der nicht seinen oder ihren wahren Talenten und Interessen entspricht. Eine Klischee-gelenkte Berufswahl kann in berufliche Sackgassen führen. Das ist persönlich unbefriedigend, es ist aber auch für uns alle unbefriedigend, denn Wirtschaft und Gesellschaft brauchen junge Frauen und Männer dort, wo ihre persönlichen Talente und Neigungen liegen.“

Das unter dem Dach des Bundesinstituts für Berufsbildung in Zusammenarbeit mit dem Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit entwickelte Web-Portal ist die Kommunikationsplattform der Initiative „Nationale Kooperationen zur geschlechtergerechten Berufs- und Studienwahl“, die von den drei Bundesministerien für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, für Bildung und Forschung sowie für Arbeit und Soziales initiiert wurde. Am Aufbau haben außerdem das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, die Bundesagentur für Arbeit, das Ministerium für Schule und Weiterbildung Nordrhein-Westfalen, das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung, der Deutsche Gewerkschaftsbund, das Netzwerk SCHULEWIRTSCHAFT Deutschland, das Bundesinstitut für Berufsbildung, das Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e. V., die Fachhochschule für öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen und das Hamburgische WeltWirtschaftsInstitut mitgewirkt. www.klischee-frei.de wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Im Frühjahr 2017 ist die erste Fachtagung der „Nationalen Kooperationen zur geschlechtergerechten Berufs- und Studienwahl“ geplant. Dabei werden die Ansätze der Initiative diskutiert und die Inhalte der Öffentlichkeit ausführlich vorgestellt.

Mehr zu den Inhalten der Initiative und wie Sie sich beteiligen können erfahren Sie unter www.klischee-frei.de.

Quelle: Pressemitteilung Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend 

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Kommentare (1)

  • Uli Gilles:
    01.03.2017 um 12:06 Uhr

    Wenn man klischee-frei zuende denkt, was bleibt dann ? Die Ideologie der kompetten Gleichheit, die es nicht gibt, das Verbot einer freien Berufswahl. Seit Jahrzehnten versucht der Staatsfeminismus Männer und Frauen in ihrem Wesen zu ändern, die Erfolge sind bis auf die massive Einrichtung von Gleistellungsbeauftragten, die lt. Gesetz nur Frauen sein können und die massive Einrichtung von Gender Professuren, die nur mit Frauen besetzt werden, überschaubar. Um nicht mißverstanden zu werden: ich finde sowohl männliche Erzieher wie weibliche Kfz Mechaniker supertoll, aber das muss auch Spaß und Überzeugung geschehen und nicht durch eine weitere Propaganda Kampagne !

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