mehrere Kinder

Gesundheit in der Kindheit

Hilde von Balluseck

14.07.2014 Kommentare (0)

Das neue Heft des Diskurs Kindheits- und Jugendforschung widmet sich den Bedingungen und Fördermöglichkeiten für die Gesundheit von Kindern. Der erste Artikel berichtet über ein Forschungsprojekt zur Bewegung in der Gesundheitsförderung von Kindern im Elementarbereich. Aus dem Abstract: "In diesem Beitrag wird die Bedeutung der Bewegung für die Gesundheitsförderung im Kindesalter aufgezeigt und der Frage nachgegangen, ob der international und interdisziplinär hoch bewertete Stellenwert des Faktors Bewegung für die Gesundheitsförderung einen adäquaten Niederschlag in den Bildungsplänen der Bundesländer und in der Fachkompetenz der frühpädagogischen Fachkräfte findet."

Der zweite Beitrag stellt die Förderung der seelischen Gesundheit in Kindertageseinrichtungen in den Mittelpunkt. Aus dem Abstract: "Das Design der Studie setzt sich aus zwei Interventionsprojekten und einer prä-post-Evaluation zusammen. Aus den Ergebnissen werden Schlussfolgerungen für die Praxis und Evaluation von Programmen zur Gesundheitsförderung gezogen. Die theoretischen Grundlagen stellen die Erkenntnisse der Resilienzforschung und -förderung dar. Die Untersuchungsergebnisse lassen (vorsichtige) Schlüsse dahingehend zu, dass eine ressourcenorientierte Haltung der pädagogischen Fachkräfte positive Effekte bezogen auf die Entwicklung des Selbstkonzepts der Kinder und deren kognitiver Entwicklung hervorruft."

Der dritte Beitrag befasst sich mit gesundheitsbezogener Lebensqualität von Frühgeborenen im Grundschulalter. Dabei wurden Eltern und früh geborene Kinder zur gesundheitsbezogenen Lebensqualität befragt. Beide Gruppen bewerteten die gesundheitsbezogene Lebensqualität der Kinder schlechter als die Eltern und Kinder der Reifgeborenen.

Der freie Beitrag zur Partizipation von Kindern und Jugendlichen bei familiären Migrationsentscheidungen betont: "Die Datenauswertung zeigt, dass die Kinder in fast keinem Fall die Möglichkeit hatten, ihre Sichtweise auf die Migration und die damit verbundenen Auswirkungen einzubringen und an Entscheidungsprozessen zu partizipieren. Sie konnten sowohl bezüglich der familiären Trennung, der Organisation des Betreuungsarrangements als auch beim Familiennachzug nicht direkt am Entscheidungsprozess partizipieren. Werden also Migrationserfahrungen von Kindern und Jugendlichen thematisiert, ist zu beachten, dass diese sich erheblich von denen der Eltern unterscheiden können. Wird dagegen die Perspektive der Kinder und Jugendlichen übersehen, führt dies zu einem einseitigen und fragmentierten Verständnis von Entscheidungsprozessen im Migrationskontext" (aus dem Abstract).

Ein weiterer freier Beitrag befasst sich mit dem Körperbild von Jungen in der frühen Adoleszenz. Aus dem Abstract: "Mittels thematischer Analyse konnten zwei Hauptthemen identifiziert werden: (1) sozialer Vergleich (beinhaltet die beiden Subthemen Selbst-Verbesserung und Selbst-Erhöhung) und (2) Internalisierung (beinhaltet die beiden Subthemen behaviorale und kognitive Dimensionen). An Hand der Ergebnisse wurde schließlich ein finales Modell erstellt, das die Konzeptualisierung des Körperbildes von Jungen in der frühen Adoleszenz abzubilden sucht."

Bei den Kurzbeiträgen geht es um Familienhebammen, das Elternprogramm Chancenreich, die Qualität des Internets für Kinder und Arbeit am Tonfeld mit Kindern.

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